AKI-Filmabend „China Blue“ von Mica X. Peled

Im Rahmen der AKI-Cinemathek zeigt der Arbeitskreises Internationalismus der IG Metall Berlin den Dokumentarfilm „China Blue“. Wie viele tragen „Made in China“ am Körper? Doch kaum jemand fragt unter welchen Umständen diese Kleidungsstücke hergestellt worden sind. Der Film „China Blue“ erlaubt erstmals einen Blick hinter die Fabriktore der chinesischen Bekleidungsindustrie und zeigt das Leben der jungen Arbeiterinnen, die normalerweise nur als gesichtslose Einsparkatoren wahrgenommen werden. Eintritt frei.

Termin: Mittwoch, 11. November um 20 Uhr

Ort: Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin
(U-Bhf. Karl-Marx-Strasse)

Zum Film

CinaBlue180Regisseur Peled teilt die Perspektive dreier Arbeiterinnen einer Jeansfabrik; Menschen, überwiegend junge Frauen, die täglich unter Hochdruck bis zu 14 Stunden schuften – illegal ohne einen Vertrag in der Tasche und für einen Hungerlohn von zwei Euro pro Tag. Dabei grenzen die Zustände in diesen Betrieben schon an Sklaverei. Folglich sind Filmemacher bei den Unternehmern auch nicht willkommen.

ChinaBlue2

Peled hat sie überlistet und nur so Bilder eingefangen, denen die Augen kaum trauen wollen: Einige Mädchen heften sich Wäscheklammern an ihre Lider, damit sie im Erschöpfungszustand nur ja nicht einschlafen. Nachts drängen sie sich in engen Achtbett-Zimmern mit dürftigen Waschmöglichkeiten. An ein Privat- oder gar Intimleben in solch bescheidenen Behausungen ist gar nicht zu denken. Männerbesuch ist nicht gestattet, Schwangeren droht eine Kündigung, wenn sie nicht abtreiben.