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Kolumbien: Freiheit für den Gewerkschafter Huber Ballesteros

http://3.bp.blogspot.com/-eNve0hmuaqE/U3un4OWccyI/AAAAAAAACg0/8FJ6TgB2Qe4/s1600/LIBERTAD-PRESOS-POLI%CC%81TICOS-COLOMBIA-HUMBER-BALLESTEROS.jpg

"Huber Ballesteros ist einer der bekanntesten Gewerkschafter und Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien. Am 25. August 2013
wurde er festgenommen. Der Vorwurf: "Rebellion" und "Finanzierung von Terrorismus". Bis heute hat er keinen Prozess bekommen.
Huber ist Präsident von FENSUAGRO, der zweitgrößten und meist verfolgten Gewerkschaft in Kolumbien: mehr als 1.000 ihrer
Mitglieder sind in den letzten Jahren ermordet worden.
Wir gehen davon aus, dass Huber wegen seines politischen Engagements verfolgt wird. Wir fordern seine bedingungslose
Freilassung - ebenso wie die Freilassung aller anderen politischen Gefangenen in Kolumbien."

Online-Protestaktion bei Labourstart zum Tag der Menschenrechte 2014
http://www.labourstart.org/go/freehuber

 

 

Todesdrohungen gegen alternative Medien in Kolumbien

Am 04. Dezember wurden in Kolumbien, im Namen der paramilitärischen Gruppe Aguilas Negras, Todesdrohungen an diverse Journalist_innen und alternative Medien per Mail verschickt. Einige von diesen Medien sind Teil der landesweiten Bewegung "Congreso de los Pueblos", bei der die Kolumbienkampagne Berlin auch Mitstreiterin ist. Wir als Kolumbienkampagne Berlin finden es wichtig, diese Information zu
verbreiten und die Frage zu stellen, wie es sein kann, dass in Zeiten der Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der FARC die
Einschüchterung sozialer und politischer Organisationen anhält. Besorgniserregend finden wir die Drohung gegenüber alternativer Medien,
die eine Realität dokumentieren, die in den Massenmedien verschwiegen wird. Offiziell haben paramilitärische Gruppen im Jahr 2005 die Waffen
abgegeben, allerdings zeigen die aktuellen Drohungen gegen alternative Medien einmal mehr, dass der Paramilitarismus in Kolumbien noch lange
nicht überwunden ist.
Wir unterstützen die Kundgebung in Solidarität mit den alternativen Medien die in Bogotá mit über 100 Menschen stattgefunden hat. "Sie werden uns nicht zum Schweigen bringen“ haben die Protestierende gerufen. "Wir werden weiter für den Frieden mit sozialer Gerechtigkeit kämpfen!" erklärten sie. Für uns gibt es keinen Frieden, wenn Ausdrucks- und Pressefreiheit mit Repression und Einschüchterung zum Schweigen gebracht werden!

Im Anhang befindet sich die Pressemitteilung (auf Deutsch) von der alternativen Medien-Plattform Colombia Informa, die die genauen
Vorfälle beschreibt.

Kouimbienkampagne

Presseerklärung

 

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Kolumbien: 100 Demokraten und Menschenrechtsverteidiger werden bedroht

22. Oktober 2014

Die Drohungen gegen Demokraten und Menschenrechtsverteidiger werden von Seite der (Bande) Aguilas Negras fortgesetzt. Diesmal bedrohen sie 99 Menschen, darunter 35 Frauen, aus verschiedenen sozialen Organisationen, NGOs, ethnische und politische.
Der Drohbrief beginnt mit der Erklärung "es ist Zeit, daß wir den Kommunistenschweinen, die unser Land beschissen haben, helfen, sich aus der Politik zurückziehen und ihre schweinischen Leben (puerca vida) retten. Leute, die wie Ivan Cepeda vorgeben, berühmt zu sein für die Verfolgung und die Verleumdung des besten Präsidenten von Kolumbien aller Zeiten; Alvaro Uribe Velez, und in dieser langen Liste erscheinen unter anderem ... " Es folgen 99 Namen.
Der Text der Bande Aguilas Negras erreichte auf dem Postweg (correo directo) das Büro der Corporación Nuevo Arco Iris, am Nachmittag des 22. Oktober. Diese wiederholten Drohungen gegen Menschenrechtsverteidiger wurden bereits vorher per E-Mail und und Post an das Büro von Redepaz gesandt.

Corporación Nuevo Arco Iris

Text der Aguilas Negras:
Aguilas Negras für unser Land

Unseren Freunden und Partnern (collaboratores) und allen aufrechten Personen verkünden wir, dass es Zeit ist, dass wir den Kommunistenschweinen, die unser Land beschissen haben, helfen, sich aus der Politik zurückzuziehen, und dass sie ihre schweinischen Leben retten. Leute wie Ivan Cepeda, die vorgeben, für die Verfolgung und die Verleumdung des besten Präsidenten von Kolumbien aller Zeiten - Alvaro Uribe Velez, berühmt zu sein. Und in dieser langen Liste erscheinen unter anderem ... **** Namensliste ****
Gleichzeitig kündigen wir an, dass wir entdeckt haben, dass Teile von Farbigenorganisationen (sectores de la llamada negritud) und die Vertriebenenvereinigungen betrogen werden durch Personen wie Adolfo Bula, alias Botero, und seinen Spießgeselle Gustavo Leon Bonolis, die seit der IPES nichts machen außer die Bedürfnisse von denen, die vertrieben wurden, auszunutzen. Ihnen allen werden wir es zeigen (dar el gusto), sie werden schon sehen und ins Jenseits befördert werden. Wir sind keine neu entstehende Bande, wir sind die Aguilas Negars, wir sind präsent, wir sind die Armee der sozialen Restauration. Kolumbien ist demokratisch, wir werden den Frieden sowohl ohne Terroristen als auch ohne Kommunisten erreichen.

Zentralkommando Aguilas Negras

 

Proteste gegen die polizeiliche Räumung der besetzten DGB-Zentrale

Ende September besetzte eine Gruppe von Flüchtlingen das DGB-Haus am Berliner Wittenbergplatz und. Mit dieser Aktion solltre die Gewerkschaft zu einer stärkeren Unterstützung der Flüchtlinge zu bewegt werden. Diese Aktion war nicht nur erfolglos sondern eskalierte nach einer Woche mit der gewaltsamen Räumung durch 200 Polizisten. Der DGB verteidigte die Beendigung der Besetzung mit der folgenden Presseerklärung: „Die tagelange Belagerung des DGB-Hauses durch mehr als 20 Flüchtlinge und ihre Sympathisanten haben viele Beschäftigte im Hause an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Die politische Arbeit wurde empfindlich gestört und behindert: Unsere zahlreichen Beratungsstellen im Hause, die auch Anlaufstellen für Ratsuchende Migranten und Wanderarbeiter sind, sind in ihrer täglichen Arbeit stark behindert. Dieses Gewerkschaftshaus mit seinen Projekten, in dem u. a. auch die IG BAU sowie Arbeit & Leben etabliert sind, wird zum Großteil von Beiträgen der Gewerkschaftsmitglieder finanziert und hat klar umrissene soziale und gewerkschaftspolitische Aufgaben. Flüchtlingshilfe gehört nicht dazu, damit sind die Gewerkschaften überfordert. Dafür gibt es u.a. Organisationen wie den Flüchtlingsrat oder ProAsyl. Was wir machen konnten, wurde ausgereizt. Was für Bedingungen hat der DGB eingehalten:Es wurde eine Pressekonferenz durchgeführt.Wir werden die Forderung, dass Flüchtlinge Gewerkschaftsmitglieder werden können, an unsere Mitgliedsgewerkschaften und an den DGB Bundesvorstand weiterleiten.Wir haben ihnen ein Kontakt zu einem Mitglied des Bundestages ermöglicht.Wir haben keine Polizei geholt.Es wird eine rechtliche Beratung der Flüchtlinge stattfinden.Wir sind gern bereit bei der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit zu helfen…“
Diese Stellungnahme stieß jedoch im Folgenden auf massive Kritik aus dem gewerkschaftlichen Umfeld. Der Landesvorstand der Berliner GEW folgte einstimmig einer Initiative der Jungen GEW, das Verhalten des DGB scharf zu kritisieren. Dirk Stegemann, der das vom DGB Berlin-Brandenburg initierte „Band für Mut und Verständigung“ erhalten hatte, gab diese Auszeichnung mit Verweis auf die Verantwortung des DGB für den Polizeieinsatz zurück. Auch der AK Undokumentierte, der mit gewerkschaftlicher Unterstützung eine Anlaufstelle für Wanderarbeiter und Flüchtlinge im DGB-Haus unterhält, äußerte starke Zweifel an der Darstellung des DGB-Landesbezirks. Der Arbeitskreis Internationalismus hat dazu einen Offenen Brief verfasst, dessen Inhalt wir hier dokumentieren wollen
:

Offener Brief des AKI

 

Demonstration:

Geheimverhandlungen beenden: Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA stoppen!

Samstag, 11. Oktober 2014 // 16.00 Uhr // Oranienplatz, Berlin-Kreuzberg

Der Widerstand gegen die die neoliberale Freihandelsideologie nimmt zu. Durch TTIP (Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen), CETA (Freihandelsabkommen EU-Kanada) und TISA (Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen) sollen die negativen Auswirkungen des Freihandels noch weiter verstärt werden um die Gewinne für einige wenige transnatioale Konzerne zu vergrößern. Kriegsgefahr, weltweite Armut, Umweltzerstörung und die Verteilungsungerechtigkeit werden dadurch weiter zunehmen.

Wir werden uns nicht damit abfinden, das Umweltstandards, öffentliche Daseinsvorsorge, soziale Standards, Arbeitnehmer*innenrechte und Verbraucher*innenrechte für die interessen der international agierenden Großkonzerne geopfert werden. Es hängt von unserem internationalen Widerstand ab, diese Abkommen zu verhindern.

Deshalb gehen wir am 11. Oktober 2014 europaweit auf die Straße. Mit Aktionen und Demonstrationen in mehr als 70 Städten sagen wir Nein zur Freihandelsideologie der Herrschenden.

Ein breitet Bündnis von mehr als 250 Organisationen startet eine europäische Bürgerinitiative gegen TTIP & CETA (www.stop-ttip.org) und will mehr als eine Millionen Unterschriften gegen diese Freihandelsabkommen sammeln.

Sei am 11.Oktober mit dabei, wenn wir europaweit für den Erhalt und Ausbau unserer sozialen, ökologischen und demokratischen Standards demonstrieren!

NaturFreunde Berlin, Power shift, Attac Berlin

Der Arbeitskreis Internationalismus unterstützt diesen Aufruf.

 

Ein Angriff auf eineN ist ein Angriff auf alle. 


Diese alte Parole der Gewerkschaftsbewegung ist immer noch aktuell, wie zwei Kampagnen zeigen, die wir auf LabourStart gestartet haben.

Die eine unterstützt einen Arbeiter in Kolumbien, Ruben Montoya, der vor 12 Jahren, 2002, bei der Arbeit schwer verletzt wurde und trotz Versprechungen, positiver Gerichtsentscheidungen und vielem mehr immer noch nicht fair entschädigt worden ist. Im vergangenen Monat hat Ruben in seiner Verzweiflung versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Die globale Gewerkschaft IndustriALL ruft zu dieser wichtigen Kampagne auf:
http://www.labourstart.org/go/rubende
(falls der Link nicht funktioniert, bitte in den Browser kopieren:
http://www.labourstart.org/go/rubende)

 

Urgent Action Amnesty International:
Menschenrechtler_innen massiv bedroht

 

Mindestens 80 kolumbianische Menschenrechtler_innen haben per E-Mail Morddrohungen erhalten. Dies geschah jeweils an oder kurz vor dem nationalen Tag der Menschenrechte am 9. September.
Am 8. September erhielten mindestens 80 Menschenrechtsverteidiger_innen in ganz Kolumbien eine E-Mail, in der sie bedroht wurden. Darin stand, dass man "jeden einzelnen" von ihnen "fertigmachen werde" (los vamos a acabar uno a uno) und dass man "wisse, wo jeder einzelne von euch und eure Familien leben, macht euch bereit zu sterben" (sabemos donde [sic] estan [sic] cada uno de Ustedes y sus familias preparense [sic] para morir). Am 9. September, dem nationalen Tag der Menschenrechte in Kolumbien, wurden zwei weitere Droh-E-Mails an zahlreiche Menschenrechtler_innen verschickt, unterschrieben von der paramilitärischen Gruppe Águilas Negras (Schwarze Adler). In einer der E-Mails wurde den Menschenrechtler_innen ein Ultimatum von 15 Tagen gestellt, ihre Arbeit einzustellen. Sie wurden aufgefordert, "mit der Scheinpolitik aufzuhören und das Geschwätz über Menschenrechtsverteidiger sein zu lassen" (no jodan más con sus políticas chimbas, dejen de mariquiar [sic] con su cuento de defensores de derechos humanos). In der zweiten E Mail vom 9. September wurde unter anderem zur Beerdigung dreier afro-kolumbianischer Menschenrechtlerinnen am 18. September eingeladen. In allen Drohschreiben wurden die Betroffenen beschuldigt, Guerillakämpfer_innen zu sein.

Info bei Amnesty International

Was uns gefiel ...

Ein Zwischenruf zur... Verantwortung
BARBARA JOHN über Thüringen und den NSU:
Ist die Staatsräson wichtiger als zehn Menschenleben?


Was erwartet einen Busfahrer, der am Steuer seines Fahrzeugs einnickt und deshalb einen Unfall verur­sacht mit Verletzten und Toten? Was passiert einer Krankenschwester, die versäumt, eine Infusion zu verabreichen? Strafanzeigen! Ermittlungen! Höchstwahrscheinlich auch die Anklageerhebung.

Textfeld:  Was passiert Polizeibeamten, die Haftbefehle nicht ausführten, Namenslisten verschwinden ließen von Unterstützern verdächtiger und flüchtiger Sprengstofftäter aus rechtsradikalen Kreisen? Was passiert Verfassungsschutzbeamten, die rechts- und sachwidrige Entscheidungen trafen und gezielt Falschinformationen weitergegeben haben? Gar nichts! So geschehen im Bundesland Thüringen. Vor vierzehn Tagen wurde dort im Landtag der Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses diskutiert zu frühen NSU-Aktivitäten der späteren Mordverdächtigen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe. Das vernichtende Fazit aller Landtagsfraktionen: Die Mordserie, die zehn Menschen das Leben kostete, hätte verhindert werden können, wenn alle verantwortlichen Mitarbeiter vor und nach dem Untertauchen des Trios ihre Pflicht erfüllt hätten.
Als die Hinterbliebenen-Familien, mit denen ich auf der Landtagstribüne saß, das hörten, überfiel sie Entsetzen. Sie wussten zwar schon um das breite Behördenversagen, aber was sie nun erfuhren, war eine neue Dimension: Denn obwohl auf 1800 Berichtsseiten schwerste Versäumnisse und Dienstverfehlungen vieler Mitarbeiter nachgewiesen wurden, die einen Anfangsverdacht auf Strafvereitelung begründet hätten, fällt kein Wort über personelle Konsequenzen, keine Andeutung über geplante Disziplinarverfahren.
Das können die Familien nicht begreifen. So dankbar sie sind für die schonungslosen Offenbarungen, so enttäuscht sind sie über die Folgenlosigkeit massiver amtlicher Fehler. Warum wird nicht einmal der Versuch gestartet, von den Verantwortlichen Rechenschaft zu fordern? Wer und was soll da geschützt werden? Die Staatsräson als höchstes Rechtsgut? Höher als ein Menschenleben?

in: Tagesspiegel, v. 7.9.2014

Ein mutiger Bericht - und ein furchtbarer Verdacht

VON HERIBERT PRANTL

Die Landtagspräsidentin und die Regierungschefin in Thüringen haben nicht einfach um Entschuldigung gebeten; es gibt nichts zu entschuldigen. Der Staat kann sich nicht entschulden für die Verbrechen, die seine Behörden ermöglicht haben; die Schuld daran bleibt, auch bei noch so akribischer Aufklärungsarbeit. Der Staat kann die Angehörigen der zehn Opfer, die vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ermordet wurden, nur um Verzeihung und Vergebung bitten. Das hat der Landtag in Erfurt in bewegender Weise getan. Man steht erschüttert vor der Erkenntnis, die der Untersuchungsausschuss dieses Landtags in 68 Sitzungen gefunden und auf 1800 Seiten niedergelegt hat: Der Staat hat sich schuldig gemacht — zumindest durch brutale Untä-tigkeit.
Die NSU-Morde hätten verhindert werden können, wenn der Landesverfassungsschutz das nicht verhindert hätte. Der Verfassungsschutz hat es ermöglicht, dass gesuchte und flüchtige Neonazis im Untergrund bleiben konnten. Er hat die Neonazi-Szene vor Ermittlungen der Polizei gewarnt. Er hat mit dieser Szene in einer Weise gearbeitet, die die Juristen Kollusion nennen: Er hat verdunkelt und verschleiert. Gäbe es ein Unternehmensstrafrecht für Behörden: Dieser Verfassungsschutz verdiente die Höchststrafe — seine Auflösung. Und die Polizei? Sie hat nicht ermittelt, wo ermittelt hätte werden müssen. Es herrschte ein Klima des Wegschauens: So stellte es schon der Zwischenbericht des NSU-Untersuchungsausschusses fest, als er den Fahndungsfehlern nachging; der endgültige Bericht fällt nun noch schärfer aus: Die Behörden haben nicht nur versagt; sie waren nicht nur unfähig. Sie waren offenbar dazu fähig, die Ermittlungen und die Ergreifung der Verbrecher bewusst fahrlässig oder bedingt vorsätzlich zu verhindern. Es gibt, so der Bericht, "den Verdacht gezielter Sabotage". Es ist dies ein Verdacht, der einen schier verrückt werden lässt.
Die Geschichte der Bundesrepublik ist mit Untersuchungsausschüssen gepflastert. Es haben gut vierhundert Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern gearbeitet. Vielleicht ist das, was der NSU-Untersuchungsausschuss in Thüringen recherchiert hat, das Schlimmste, was je einer dieser Ausschüsse aufgedeckt hat.
Dieser Ausschuss in Thüringen hat nicht nur akribisch gearbeitet; er hat sich auch die politischen Scharmützel erspart — die Versuche der Fraktionen also, die es in fast jedem U-Ausschuss gibt, parteipolitisches Kapital für sich herauszuschlagen. Die aufrechte Arbeit des Erfurter Ausschusses verdient höchsten Respekt — und Fortsetzung! Es wäre gut, wenn er sich nach der Landtagswahl in zwei Wochen noch einmal konstituieren würde, um dem geschöpften Verdacht weiter nachzugehen.
Und dann muss endlich auch die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen. Aus den Recherchen des U-Ausschusses ergibt sich weit mehr als nur ein Anfangsverdacht gegen Beamte. Der dringende Verdacht handelt von Verfolgungsvereitelung und von strafbarer Helfershelferei.

Süddeutsche Zeitung 23/24.8. 2014

 

"Man kann keinen Frieden verwirklichen, solange man eine Bevölkerungsgruppe unterdrückt, besetzt und mit einer Mauer umgibt."

Udi Segal, ein 19jähriger israelischer Soldat erkllärt, warum er den Kreigsdienst verweigert

Erklärung Udi Segals

 

Der Widerstand gegen TTIP und Ceta wird europäisch

Lange im Dunkeln gehalten, doch seit gut einem Jahr auch als öffentlich diskutiertes Thema, stehen die beabsichtigten Freihandelsabkommen TTIP und Ceta im Focus berechtigter Unruhe bei kritischen Bürger/innen. Allen, die es bisher versäumt haben, Wirtschaft und Politik in die Karten zuschauen oder die Materie zu kompliziert oder zu weit weg empfinden, empfehlen wir den folgenden Artikel, der am 4.9 in der Süddeutschen Zeitung als Außenansicht veröffentlicht wurde:

"Giftiger Goldrausch" von Jürgen Maier

Der Widerstand gegen diese Art von Ermächtungsgesetzen zum Nutzen großer Konzerne und zugunsten der Demokratie und des sozialen Gemeinwesens bekommt jetzt eine europäische Dimension. 207 Organisationen aus 20 EU-Mitgliedsländern haben die europäische Bürgerinitiative (EBI) gegründet, über deren Anerkennung die EU-Kommission bis zum 15. September befinden muss. Das Ziel der Bürgerinitiative ist es, der EU-Kommission das Mandat zur Verhandlung über das TTIP zu entziehen und sie dazu zu bewegen, nicht dem und Ceta-Abkommen zuzuzstimmen. Um dafür eine Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen, müssen innerhalb eines Jahres 1. Mio. Unterschriften gesammelt werden. Um dieses große Ziel zu erreichen, werden gegenwärtig in den beteiligten Ländern der EU erste Voraussetzungen geschaffen. Mehr darüber ist bereits jetzt, aber noch mehr in derZukunft, über die Website "http://stop-ttip.org/" zu erfahren.

 

Erneutes Attentat auf Gewerkschafter in Kolumbien

Der kolumbianische Gewerkschaftsdachverband CUT machte die Öffentlichkeit am 26. Juni 2014 darauf aufmerksam, dass erneut ein Attentat auf eins seiner aktiven Mitglieder verübt wurde. Dem Kollegen Alvaro Vega, Vorstandsmitglied der CUT, dem größten kolumbianischen Gewerkschaftsdachverband, wurde gestern, am 26.Juni in Cali auf offener Straße eine unbekannte chemische Substanz ins Gesicht geworfen. Er wurde zur Zeit der Nachricht im Krankenhaus behandelt.

Für die Mainstream-Medien ist dies kein Thema. Deren große Geschäftskunden setzen auf das Freihandelsabkommen, das die EU mit Kolumbien abgeschlossen hat. Die großen europäischen Konzerne wie Nestlé möchten zu gleichen Konditionen wie ihre US-Konkurrentzen vom lateinamerikanischen Markt profitieren. Ein Kernstück dieser Konditionen ist die Bekämpfung der Gewerkschaften. Auch der Auftragsmord gehört dazu. So etwas passt natürlich nicht zu den großen Reden der hiesigen politischen Repräsentanten, die sich gerne in ihrer Freiheitsrhetorik zu überbieten versuchen. Nur vorsichtig nähern sich einige Medien wie die SZ diesem Thema, auch wenn die Vorwürfe gegen die angeklagten Konzerne noch mit dem Wort "sollen" als bloßer Verdacht behandelt werden. Den aktuellen Artikel mit der Überschrift "Blut für Kohle" haben wir eingescannt.

"Blut für Kohle"

Doch Der Fall "Drummond ist längst gerichtsnotorisch. Darüber berichtete bereits 2010 das Portal america21.

Paramilitärs töteten für US-Firma Drummond

Bergbaukonzern beauftragte in Kolumbien Milizionäre zur Sicherung einer Eisenbahnlinie. Ex-Präsident Uribe missachtet Vorladung zum Prozess

Bogotá/Washington. Ein ehemaliges Mitglied rechtsgerichteter Paramilitärs in Kolumbien hat bezeugt, dass Todesschwadrone in der Vergangenheit im Auftrag des US-amerikanischen Bergbaukonzerns Drummond Kleinbauern getötet haben. Zum Ziel wurden Eigentümer kleiner Landparzellen, die der Firma beim Bau einer Eisenbahnlinie zum Abtransport geförderter Kohle im Wege standen, so Libardo Duarte. Der Ex-Paramilitär hat im Rahmen von Demobilisierungsmaßnahmen die Waffen niedergelegt.

Im Auftrag des Konzerns hätten die Paramilitärs die Bauern genötigt, ihre Landstücke zu verkaufen. Ermordet worden seien diejenigen, die sich auf ein Abkommen mit der Firma nicht einlassen wollten, so Duarte weiter.

Auch eine Anklage aus dem Jahr 2009 der US amerikanischen Anwaltskanzlei Conrad & Scherer gegen Drummond weist auf die Verbindungen des Unternehmens mit den paramilitärischen "Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen" (AUC) hin. "Drummond ließ den AUC wesentliche Unterstützung zukommen, damit sie die Mine, die Eisenbahn und andere Teile des Unternehmens vor Angriffen der FARC-Guerilla beschützt und andere Maßnahmen unternimmt, um die Bevölkerung ruhig zu halten", steht im Dokument der Anklage.

Drummonds Sicherheitschef James Atkins und Manager Alfredo Araújo hätten dem Paramilitär-Chef mit dem Decknamen "Jorge 40" 1,5 Millionen Dollar gezahlt und zudem monatliche Zahlungen in Höhe von 100.000 Dollar festgelegt, um unter anderem die Sicherheit der Eisenbahn zu garantieren. Die Zahlungen seien zwischen 1999 und 2006 erfolgt und vom Konzernchef Garry Drummond sowie dem Leiter der kolumbianischen Niederlassung, Augusto Jimenez, genehmigt worden.

Die Anwaltkanzlei Conrad & Scherer vertritt eine Gruppe von 67 Opfern der Paramilitärs im Fall Drummond bei einem Gerichtshof in Alabama. Dort befindet sich der Sitz des angeklagten Bergbauunternehmens.

Von Hans Weber amerika21.de / 25.12.2010



Und hier ein aktualisierter Bericht (2.7.2014):

Studie der Friedensorganisation PAX belegt Zusammenarbeit von Drummond und der Glencore-Tochter Prodeco mit Paramilitärs und über 3.000 Morde

Paramilitärs dienen Bergbaukonzernen in Kolumbien

Von

amerika21.de

02.07.2014 07:00

Utrecht. Die Kohleunternehmen Drummond und Prodeco in Kolumbien sollen Paramilitärs bezahlt und Informationen mit ihnen ausgetauscht haben, um gegen Gewerkschafter und Bergbaugegner vorzugehen. Dies geht aus der Studie "The Dark Side of Coal" (Die dunkle Seite der Kohle) hervor, die die niederländische Friedensorganisation PAX am Montag der Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Lilianne Ploumen, vorgelegt hat. Drummond ist ein US-amerikanisches Unternehmen, Procedo eine Tochterfirma von Glencore, dem weltweit größten im Rohstoffhandel tätigen Konzern, mit Hauptsitz in der Schweiz.

PAX hat außerdem die holländischen Energiekonzerne Essent, Nuon, E.ON, Delta und Electrabel in einer Pressemitteilung aufgefordert, keine weitere "Blutkohle" von den genannten Bergbauunternehmen zu kaufen. Zuerst müssten diese zur Aufklärung der paramilitärischen Gewalt und ihrer Rolle in der Bergbauregion Cesar im Nordosten Kolumbiens beitragen, wo sich ein Großteil der Kohleminen befindet. Zudem müßten sie Tausende von Opfern entschädigen.

Zwischen 1996 und 2006 haben laut der Studie Paramilitärs in Cesar insgesamt 3.100 Personen ermordet und 55.000 Bauern von ihrem Land vertrieben.

PAX hat drei Jahre lang Interviews mit Betroffenen, Ex-Kommandeuren der Paramilitärs sowie Angestellten der Bergbauunternehmen und Zulieferfirmen geführt. Darüber hinaus wurden gerichtliche Zeugenaussagen und eidesstattliche Erklärungen ausgewertet. Nach Angaben der Organisation handelt es sich dabei um die erste systematische Nachforschung über die Menschenrechtsverletzungen im Umfeld der Kohlenminen in der Region. Aus den bislang unveröffentlichten Zeugenaussagen geht hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen den Kohlenunternehmen und den Paramilitärs in "finanzieller und materieller Unterstützung sowie im Austausch von strategischen Informationen" bestand.

Bei der Präsentation des Rechercheberichtes in Berlin in der vergangenen Woche führte Marianne Moor von PAX aus, dass die Bergbauunternehmen bis heute von der Kooperation mit den Paramilitärs profitierten. Auf Teilen des geraubten Landes werde heute Kohle gefördert. Die Morde und Morddrohungen hätten den Kampf der Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen geschwächt und die Gewalt habe fast alle kritischen Stimmen aus der Gesellschaft zum Schweigen gebracht, so Moor, die an der Recherche beteiligt war. Laut Aussagen ehemaliger paramilitärischer Kommandanten halfen die Minenbetreiber Glencore und Drummond seit 1996, eine militärische Einheit aufzubauen, die zunächst 40 bis 60 Männer umfasste. "2006 war diese Gruppe auf eine kleine Privatarmee mit 600 Paramilitärs angewachsen", so die Autorin.

Bundesdeutsche Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten hoben bei der Veranstaltung hervor, dass Drummond und Prodeco bedeutende Kohlelieferanten auch der deutschen Energieversorger sind. RWE, E.ON und Vattenfall zeigten jedoch keinerlei Bereitschaft, sich von diesen Unternehmen zu trennen. Sie verwiesen bei jeder Kritik auf ihre Initiative "Better Coal". Dabei handle es sich jedoch "lediglich um eine bedeutungslose Industrieveranstaltung, die das Ansehen der Kohle verbessern soll", so Sebastian Rötters, Kohleexperte von PowerShift.

Indes hat Drummond auf die PAX-Studie reagiert und in einem Kommuniqué vom vergangenen Donnerstag jegliche Zusammenarbeit mit Paramilitärs abgestritten. "Niemals" habe der Konzern "irgendeine Beziehung zu Gruppen außerhalb des Gesetzes" gehabt, heißt es darin. Entsprechende Klagen gegen Drummond seien durch zahlreiche Urteile von US-Gerichten zurückgewiesen worden.

 

 

“Faschismus AG”

von Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi

Filmpremiere mit deutschen Untertiteln

Anschließend Diskussion mit dem Historiker Werner Röhr

Sonntag 6. Juli 2014, 18.00 bis 22.00 Uhr
im Regenbogen KINO
Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin

Der neue Dokumentarfilm von Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi wird in die Fußstapfen von Debtocracy (2011) und Catastroika (2012) steigen, die die Gründe der Schuldenkrise, die Auswirkungen der Sparmaßnahmen, den Verfall der Demokratie und den Ausverkauf des Landes beschrieben haben. Dieses Mal werden Kurzgeschichten aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Faschismus und seiner Verflechtung mit ökonomischen Interessen der herrschenden Klasse dargestellt. Eine Reise von Mussolinis Italien, vom von Nazis besetzten Griechenland bis zum Bürgerkrieg und der Diktatur; und von Deutschland unter Hitler zum modernen europäischen und griechischem Faschismus.

“Faschismus AG” ist von der antifaschistischen Bewegung in ganz Europa inspiriert und hat das Ziel diese zu unterstützen. Es ist der Versuch, einen unabhängigen Dokumentarfilm zu produzieren. Wie in den vorherigen Dokumentarfilmen wird die Finanzierung durch politische Parteien und Firmen abgelehnt. Der Dokumentarfilm ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Mehrere unabhängige Medien, unter ihnen der griechische nationale Rundfunk ERT, der unter Kontrolle der Beschäftigten steht, unterstützen das Projekt als Mediensponsoren.


Aber die Ko-Produzenten dieser Arbeit ist das Publikum selbst:

“Weil der Faschismus nicht nur von der “Goldene Morgenröte” sondern auch von Politikern, Unternehmen und Verlegern verbreitet wird …”

“Weil die Ursachen der Krise, die den Faschismus fördern, teil der Gegenwart und nicht nur der Vergangenheit sind …”

“Weil ganz Europa schnell in der Dunkelheit des Rechtsradikalismus versinken kann …”


Veranstaltet von der gewerkschaftlichen Reise- und Solidaritätsgruppe in in Zusammenarbeit mit dem Rgenbogen Kino und dem Arbeitskreis Internationalismus in der IG Metall Berlin, Solikreis Griechenland, –Real Democracy Now! Berlin/GR

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Wieder Attentat auf kolumbianischen Gewerkschafter

17.06.2014

Auf einen Kollegen der Gewerkschaft Sinaltrainal wurde am Abend des 16.6.2014 in Medellin von einem Motorrad aus ein Attentat verübt. Ein Angreifer wurde vom Leibwächter erschossen, der andere verletzt. Ein Busfahrer wurde bei dem Schusswechsel ebenfalls verletzt. Onofre Esquivel, dem das Attentat galt, ist bei Sinaltrainal national für Arbeitssicherheit zuständig und in Bugalagrande bei Nestle beschäftigt und steht in der 1. Reihe bei den Auseinandersetzungen mit dem Konzern.

Im letzten Jahr wurden 28 Gewerkschafter in Kolumbien ermordet, 14 überlebten Attentate, 5 sind verschwunden, 13 verhaftet. Es gab 185 Todesdrohungen (registrierte, d.Ü.). In diesem Jahr wurden 6 KollegInnen ermordet. (BaSo-Website)

Die BaSo, der AKI und die Kolumbienkampagne haben die folgende Solidaritäts- und Protesterklärung verschickt:

"Estimadas compañeras y compañeros de Sinaltrainal en Colombia:

Les acompañamos en el sentimiento por el atentado ocurrido contra la vida del compañero Onofre Esquivel en la noche del 16 de Junio en la ciudad de Medellín. Es un hecho inadmisible por lo cual tenemos que comunicar nuestra total indignacion. Al mismo tiempo, expresamos nuestra solidaridad incondicional con el movimiento sindical colombiano y todos las companera/os de Sinaltrainal, especialmente en el marco de las manifestaciones y actos de protesta que se desarrollarán el próximo 20 de junio, convocados por Sinaltrainal.

Es intolerable que tengan lugar, en pleno siglo XXI, homicidios y amenazas en contra de sindicalistas. Tampoco hay derecho que cuando continuan sucediendo ataques contra sindicalistas, el gobierno nacional este recortando esquemas de protección, como viene sucediendo con algunas esquemas adjudicados a Sinaltrainal, como son los casos de Rafael Esquivel y Germán Cataño. Igualmente, rechazamos rotundamente la criminalización de la protesta en Colombia.

Exigimos a las autoridades investigar estos hechos criminales, castigar a los responsables materiales e intelectuales y proteger la vida e integridad de los afiliados a Sinaltrainal, demás sindicatos y sus familias.
19.Juni 2014

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Veranstaltung zum 70. Jahrestag
des Massakers von Distomo

Naziverbrechen nicht vergeben, den antifaschistischen Widerstand nicht vergessen!
Gemeinsamer Kampf gegen den wiedererstarkenden Faschismus in Europa!

Mehr Infos zur Veranstaltung am 14. Juni im DGB-Haus in Berlin

Hier gehts zum pdf des Einladungsflyers

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Was uns gefiel ...

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BLOCKUPY zum Ukraine-Konflikt:


Gegen Nationalismus und Rassismus - für eine linke, internationalistische Anti-Kriegsbewegung!

BLOCKUPY steht für ein demokratisches Europa von unten. Wir sind Teil einer linken, internationalistischen Antikriegsbewegung, in der keine nationalistischen, rassistischen oder antisemitischen Deutungen des Ukraine-Konflikts Platz haben. Gegen die Logik der kapitalistischen Staatenkonkurrenz um Einfluss, Ressourcen und Macht stellen wir die Perspektive einer grenzübergreifenden Solidarität von Unten.

Wir sind daher solidarisch mit den emanzipatorischen und antifaschistischen Kräften in allen Teilen der Ukraine, die unsere Ziele teilen, die sich gegen die wirtschaftlichen Interessen der EU und Russlands sowie die Macht der Oligarchen wenden und sich der nationalistischen und rassistischen Aufladung des Konflikts widersetzen. Wir lehnen es ab, uns auf eine der Seiten der kapitalistischen Macht zu stellen – weder auf die Seite des Westens noch auf die Seite Russlands –, die ihre imperialen Interessenskonflikte auf dem Rücken der Menschen in der Ukraine austrägt.

Mit Trauer gedenken wir der Opfer des faschistischen Massakers im südukrainischen Odessa. Am 2. Mai wurde dort von nationalistischen und faschistischen Kampfgruppen ein Gewerkschaftshaus in Brand gesteckt, in das sich auch linke und antifaschistische Demonstrant_innen zurückgezogen hatten. Die ukrainische Polizei machte nicht einmal den Versuch, die Nationalisten aufzuhalten und den Massenmord zu verhindern.

Die deutsche Bundesregierung und die EU spielen in der Ukraine-Krise ein falsches, verantwortungsloses und gefährliches Spiel. Sie paktieren mit der Übergangsregierung in Kiew, an der Faschisten beteiligt sind. Sie billigen stillschweigend den Einsatz militärischer Gewalt dieser Regierung und faschistischer Milizen gegen Teile der Bevölkerung. Sie zwingen der Ukraine ein Spar- und Kürzungsdiktat auf, das - wie ähnliche Diktate in Griechenland und anderen Ländern Süd- und Osteuropas - zur fortschreitenden Verelendung von Millionen Menschen beitragen wird. Sie reden von Frieden und Deeskalation und planen gleichzeitig weitere Sanktionen gegen Russland und die Verlegung von NATO-Truppen nach Osten.

Die Regierungen der EU, Russlands und der USA verfolgen in der Ukraine eine nationale Interessenpolitik und versuchen, in dem von ihnen geschürten Konflikt gewaltsam geostrategische und wirtschaftliche Vorteile durchzusetzen. Sie alle reden davon, dass ihre Politik im Zeichen von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung steht. Egal ob Berlin, Brüssel oder Moskau: Wir glauben ihnen kein Wort!

Wir fordern:

· Stoppt die militärische und paramilitärische Gewalt in der Ukraine! Sofortiger Waffenstillstand!

· Freilassung aller linken und antifaschistischen Aktivist_innen!

· Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr – auch nicht bei„Manövern“ oder „Beobachtungsmissionen“. Keine Osterweiterung von NATO und EU!

· Kein Kürzungsdiktat durch EU und IWF!

Blockupy Koordinierungskreis, 13.5.2014


www.blockupy.org | kontakt@blockupy-frankfurt.org

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GR

 

Samstag, 26.04. in Berlin
16.00 Uhr, in der Galerie Olga Benario (Richardstr. 104):
"Selbstbestimmter Journalismus in Griechenland"
mit Machi Nikolara und Nikos Tsimpidas, (Redakteure bei der besetzten Fernseh-
und Rundfunkanstalt ERT), sowie AfroditeTziantzi
(Journalistin bei der„Zeitung der Redakteure")

Montag, 28.04. in Berlin
18.00 Uhr, im DGB Haus Keithstraße 3
„Der gewerkschaftliche Widerstand in Griechenland"
Es berichten und diskutieren:
Yannis Stathas (Gewerkschaftsvertreter auf der Aluminiumhütte„Aluminium of Greece"),
Nikos Antoniou (Vorsitzender der Gewerkschaft Buch und Papier in Athen)
Nikos Kalogiros (Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der Grundschullehrer DOE)
Euridike Bersi (Journalistin bei der Zeitung Kathimerini)

1.Mai Grenzenlose Solidarität gegen Ausbeutung und Unterdrückung
9:00 Uhr / Hackescher Markt (Mitte) Gewerkschaftsdemonstration
"Gute Arbeit. Soziales Europa!'
14:00 Uhr / Carlo Giuliani Park (Kreuzberg) Barrio Antifascista
18:00 Uhr / Lausitzer Platz (Kreuzberg) Revolutionären 1. Mai Demonstration
"Gegen Krise, Krieg & Kapitalismus - Widerstand, Aufstand, Revolution"

Freitag, 02.05. in Berlin
Abendveranstaltung 18 - 21 Uhr im Mehringhof /Versammlungsraum; Gneisenaustr. 2a
„Selbstorganisation und Solidarität in Zeiten der sozialen Katastrophe"
Kurzer Überblick über die politische Situation. Anschließend Workshops:
Workshop 1: Situation im Gesundheitswesen.
Workshop 2: Selbstverwaltete Betriebe und Projekte.
Nach einem Einleitungsbeitrag zur aktuellen Situation in Griechenland stellen sich einige
selbstverwaltete Projekte kurz vor: Klinik der Solidarität (Thessaloniki):
Georgia Sotiriou und Sokrates Kaloudis; VIO:ME (Thessaloniki): Dimitris Koumatsiolis;
Zeitung der Redakteure (Athen): AfroditeTziantzi; Becollective (Kreta): Stephan Heidbrink;
Netzwerk solidarity4all: Christos Giovanopoulos

Samstag, 03.05. in Berlin
17.00 Uhr, in Jockels Biergarten (Ratibor Str. 14c/ Kreuzberg): „Soziale Selbsthilfe und politischer Widerstand im Stadtteil"
A. Tsargis und G. Kouvelas aus dem Nachbarschafts- und Arbeitslosenzentrum Perama
berichten über ihre Vernetzung und ihre Aktionen.

Sonntag, 11.05. in Berlin
FSK - Kino; Segitzdamm 2 (Kreuzberg)
Filmpremiere„Faschismus AG" (OmU) von Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi (Debtocracy, Catastroika)
15 Uhr Gespräch mit dem Regisseur Aris Chatzistefanou / 16 Uhr Filmpremiere

Veranstaltet von der gewerkschaftlichen Reise- und Solidaritätsgruppe
in Kooperation mit: Arbeitskreis Internationalismus in der IG Metall Berlin, Solikreis Griechenland, - Real Democracy Now! Berlin/GR - u.a. Gefördert durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

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Und dann der Regen“

Ein Film von Icíar Bollaín

Galerie Olga Benario, Richardstraße 104 in 12043 Berlin-Neukölln

Mittwoch, den 23. April um 19.30 Uhr

 

 

Der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin läd euch herzlich ein zur Vorführung eines Films, der auf eindrucksvolle Weise die koloniale Geschichte Lateinamerikas behandelt. Der Film beginnt mit der gewaltsamen Missionierung und Ermorderung der amerikanischen Ureinwohner/innen und schlägt die Brücke zur heutigen Geschichte, in der der Neokolonialismus in die Fußstapfen seines Vorgängers getreten ist.

Die Filmemacherin Iciar Bollani schreibt über ihren Film:

„Das Drehbuch von UND DANN DER RE­GEN - TAMBINI LA LLUVIA hat eine lange Entwicklung genommen, über mehrere Jahre. Paul Laverty hatte begonnen eine Geschichte zu schreiben, die vollständig in der Zeit von Kolumbus angesiedelt war, seine verschiedenen Reisen und die ersten Jahre in der „Neuen Welt" erzählte und dann mit Bartolomä de las Casas weitermachte. Es war ein sehr dichtes, leidenschaftliches Buch. Paul entschied sich dann jedoch dafür, die Geschichte in die Gegenwart zu holen und die Ausbeutung und den Widerstand der Indigenas gegen die spanischen Eroberer des 16. Jahrhunderts mit dem zu verbinden, was gegenwärtig in Lateinamerika geschieht. Der „Wasserkrieg", der im Jahr 2000 im bolivianischen Cochabamba stattfand, war ein eindrucksvolles Beispiel für den zivilen Widerstand gegen die Privatisie­rung eines Rohstoffs, der heute so wertvoll und lebenswichtig ist, wie damals das Gold: das Wasser. Paul verband diese beiden Ebenen, indem er die Dreharbeiten zu einem historischen Film in Bolivien erzählte, die vom Ausbruch des Wasserkonflikts überrascht werden.“

Im Ergebnis werden drei Filme in einem gezeigt. Bollani: „Ich musste einen historischen Film drehen, den Wasserkonflikt aus der jüngsten Vergangenheit und schließlich die Geschichte der Dreharbeiten und die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten Sebastiän und Costa erzählen: die Entscheidungen, die sie treffen müssen, je mehr der Wasserkonflikt ihre eigene Arbeit gefährdet. Die Spannung und Lebendigkeit der drei Geschichten aufrechtzuerhalten und die Zuschauer von der einen zur anderen Geschichte mitzunehmen, war eine enorme Herausforderung - und gleichzeitig das größte Geschenk. Es ist selten, eine so einzigartige und komplexe Geschichte zu haben, mit so überzeugenden und vielschichtigen Figuren, eine Story außerdem, die den Fin­ger in die Wunde eines der wichtigsten Konflikte unserer Zeit legt."

Auf der Veranstaltung werden wir auch das großartige Buch von Howard Zinn „Ein Geschichte des amerikansichen Volkes“ anbieten. Zinn dokumentiert hier u.a. den historischen Stoff, auf den der Film zurückgreift und fasst ihn in ergreifende Worte.


DER WASSERKRIEG VON COCHABAMBA

Cochabamba, gelegen auf 2.500 Meter Höhe in den östlichen Anden, ist die viertgrößte Stadt Boliviens, dem trotz sei­nen einst reichhaltigen Bodenschätzen ärmsten Land Südamerikas. Ende der 90er Jahre verfolgte die Regierung des ehemaligen Militärdiktators Hugo Banzer auch auf Druck der Weltbank und des IWF eine Politik der rigorosen Privatisierung. In Cochabamba betraf das die Wasserversorgung, die an ein Konsortium unter Führung des multinationalen Konzerns Bechtel veräußert wurde. Binnen weniger Monate verteuerte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari das Wasser um mehr als 300% - für viele Familien, die mit weniger als 100 Dollar im Monat auskommen mussten, waren die Wasserpreise nicht mehr zu halten. Massive Proteste der Bevölkerung und die Gründung der Coordinadora - ein breites Bündnis aus den oft dezentral organisierten Gewerkschaften, Stadtteilkomitees, Studenten und der gerade in den Vorjahren erstarkten Bauernorganisationen mit indigenem Hintergrund - waren die Folge. Banzer reagierte auf die Demonstrationen mit massiver Polizeigewalt, die Hunderte von Verletzten forderte. Im April 2000 rief die Coordinadora daraufhin zur Blockade der wichtigsten Straßen und zum Generalstreik auf - Cochabamba war lahmgelegt. Der Einsatz von Polizei und Militär forderte ein erstes Todesopfer, die Revolte drohte sich aufs ganze Land aus­zuweiten. Der massive Widerstand der Be­völkerung zwang Aguas de Tunari und die bolivianische Regierung schließlich zur Rücknahme der Verträge - die Wasserver­sorgung Cochabambas ging wieder in die öffentliche Hand über. 2001 verklagte Bechtel den bolivianischen Staat auf 25 Millionen Dollar Schadensersatz: die Argumentation besagte, dass die Preiserhöhungen als Auslöser der Proteste nicht von Aguas de Tunari, sondern der lokalen Regierung verfügt worden seien. 2006 zog Bechtel die Klage schließlich zurück. Der Erfolg des Wasserkriegs von Cochabamba markiert einen wichtigen Einschnitt in der Geschichte der Protestbewegungen Boliviens - die zunehmende Stärke und Mobilisierungsfähigkeit der Gewerkschaften, findigen geprägten Bauernorganisationen und Basisbewegungen kulminierte in der erbitterten Auseinandersetzung um die Verfügung über die reichen Gasvorkommen des Landes. Nach vorgezogenen Neuwahlen am 18. Dezember 2005 endete die jahrzehntelange Vorherrschaft der weißen Oberschicht in Bolivien: Mit 54% der Stimmen wurde Evo Morales als erster Indigena zum Staatspräsidenten eines südamerikanischen Landes gewählt.

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Einschätzungen und Eindrücke aus der Ukraine

Ein Bericht aus dem LOWER CLASS MAGAZINE
Wir waren ja nur kurz da, aber haben viel erlebt. Viele Gespräche geführt, mit Befürwortern und Gegnern des Aufstandes, der vergangenes Wochenende den vormaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch zur Flucht veranlasste. Wir haben viele Nazis und Faschisten getroffen, viele „normale Leute“ auf beiden Seiten, einige Wissenschaftler und Intellektuelle und sehr wenige (aber immerhin) Linke. Was sich ergeben hat, kann man hier lesen.


WEITER LESEN ...
http://lowerclassmagazine.blogsport.de/2014/02/27/aufbruch-in-den-abgrund/

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Ein Aufruf der UIL und der ukrainischen Gewerkschaften


Bedrohungen für die demokratische Revolution der Ukraine – ein Wort von der IUL und unseren ukrainischen Mitgliedsverbänden

17-03-2014 Nachrichten

Monatelang sind die Bürger und Bürgerinnen der Ukraine auf die Straße gegangen, um für soziale Gerechtigkeit, demokratische Institutionen und die Beseitigung der Korruption zu kämpfen. Die ukrainischen Gewerkschaften haben sich von Anfang an aktiv an diesem Kampf beteiligt. Zwei große Bedrohungen drohen die Ukraine jetzt ihrer Errungenschaften zu berauben.

Die Spannungen verschärfen sich auf der Krim, wo die russischen Behörden ihr aggressives Vorgehen und ihre aggressiven Erklärungen in die Scheinbehauptung hüllen, sie handelten, um die russischen Bürger und die russischsprachige Bevölkerung zu schützen. Die IUL und ihre ukrainischen Mitgliedsverbände verteidigen die Unabhängigkeit und die territoriale Unversehrtheit der Ukraine und verurteilen das Eingreifen russischer oder irgendwelcher anderer ausländischer Streitkräfte.

Während der Konflikt zunehmend militarisiert wird, versuchen der Internationale Währungsfonds und transnationale Konzerne und Finanzinstitute mit allen Mitteln, der Ukraine ihre eigene Agenda aufzuzwingen. Die IUL und ihre ukrainischen Mitgliedsverbände fordern die politischen Vertreter der Ukraine auf, die sozialen Bestrebungen sich ins Gedächtnis zurückzurufen und zu verteidigen, die sie über die Straße und die Volksversammlung an die Macht gebracht haben. Diesen Interessen wird durch die Sparmaßnahmen, die Kürzungen der Sozialausgaben und die Liberalisierung des Arbeitsmarkts, die von dem neuen Kabinett gefördert werden, nicht Rechnung getragen. Diese Maßnahmen werden im Gegenteil für die Mehrheit der Bürger mehr Abzockerei, Verarmung und Unfrieden bedeuten.

Wir fordern die internationale Gewerkschaftsbewegung auf, die ukrainischen Gewerkschaften in ihrem Kampf für Frieden, Demokratie, Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für alle, die dort leben, zu unterstützen. Wir sind der Überzeugung, dass es den Menschen und den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen aller Regionen der Ukraine freistehen muss, gemeinsam und friedlich mit den Verhältnissen fertig zu werden, mit denen sie konfrontiert sind, ohne den militärischen oder wirtschaftlichen Druck, der die Ziele des demokratischen Aufstands zu zerstören droht.

Von der IUL und ihren ukrainischen Mitgliedsverbänden am 12. März 2014 auf der russischsprachigen Website der IUL veröffentlichte Erklärung


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Massive Angriffe auf Gewerkschaften -
Bedrohte Demokratie !

Podiumsdiskussion über  die aktuelle politische Lange in Südkorea“

Ort: IG Metall Haus Berlin -  Alwin Brandes Saal
Alte Jakobstraße. 146 10969 Berlin (U-Hallesches Tor)
Zeit: Am Montag, den 24.03.2014 um 18.30 Uhr

Nach jahrzehntelangem Kampf gegen die Diktatur hat die Bevölkerung in Südkorea die Demokratie durchgesetzt. Der Wahlsieg des demokratischen Präsidenten Kim Dae-Jung 1997 stellte eine Zäsur in der Geschichte Südkoreas dar.
Im März 2014, ein Jahr nach der Amtsübernahme der konservativen Präsidentin Park Geun-Hye, der Tochter des früheren Diktators Park Chung-Hee, scheint Südkoreas Demokratie durch eine Reihe Besorgnis erregender Entwicklungen wieder bedroht: Die Wahlmanipulation durch den Geheimdienst und Angehörige der Cyber-Einheit des Militärs, die massiven Eingriffe in das Streikrecht der Arbeiter durch die gerichtlichen Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe und Strafverfolgungen gegen Gewerkschafter_innen, die Unterdrückung der Meinungs- und Pressefreiheit,  der massive Anstieg der Strafverfahren im Rahmen des Nationalen Sicherheitsgesetzes sind nur einige Beispiele.

"Nach einem Jahr Park-Regierung halten wir es nicht länger aus!"

Der Südkoreanische Gewerkschaftsbund, KCTU hat gemeinsam mit sozialen Bewegungen, der Bäuer_innen, der städtischen Armenbevölkerung, Inhabernnen von kleineren Läden, Studierenden und der Jugend, an dem Tag zum landesweiten "Streik des Volkes" aufgerufen.
Streiks zu organisieren ist in der Koreanischen Republik unter Präsidentin Park immer gefährlicher geworden. Harte Repressionen sind üblich,die Gewerkschaften werden angegriffen.
Die Zulassung der Lehrer_innengewerkschaft KTU wurde durch den Staat zurückgenommen anderen wurde sie wurde sie von Anfang an verweigert. In Gewerkschaftshäusern wurden Razzien durchgeführt. Elf führende Gewerkschaftsmitglieder sitzen zur Zeit hinter Gittern. Manche befinden sich in U-Haft, manche wurden bereits verurteilt. Vier wurden auf Kaution freigelassen und werden später vor Gericht kommen.
In Solidarität mit den 15 führenden Gewerkschaftsmitgliedern, die in Südkorea im Gefängnis oder lediglich auf Kaution freigelassen wurden, fordert die globale Gewerkschaftsbewegung zusammen mit der KCTU die Freilassung aller eingesperrten Gewerkschaftsmitglieder.

Es diskutieren :
Dr. Hans Buchner, Länderexperte von Amnesty International zu Südkorea.
Ok-Hee Jeong, freie Journalistin mit Arbeitsschwerpunkt Südkorea
Prof. Kim Dong-Choon Kim, Professor für Soziologie an der Sunkonghoe-Universität, einer der bedeutendsten Sozialwissenschaftler Südkoreas und ehemaliges Mitglied des ständigen Ausschusses der Kommission für Wahrheit und Versöhnung
Uwe Krug, Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL), Aktionsausschuss 100% S-Bahn" und "S-Bahn Tisch",
Hyun-Woo Ju, Student der Wirtschaftswissenschaft der Korea-Universität und Initiator der neuen Student_innenbewegung „Wie geht es dir eigentlich?“
Moderation:       

Sven Hansen, Asien-Redakteur der taz


Veranstalter: Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Verwaltungsstelle Berlin

Kooperationspartner:
BMW (Berliner Missionswerk), DOAM (Deutsche Ostasien Mission),
Koreanische Frauengruppe in Deutschland, Korea-Verband e.V.
Solidarity with Korean People in Europe


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Geht Frieden ohne Gerechtigkeit und Demokratie?

Die kolumbianische Gewerkschaft Sinaltrainal zum Friedensprozess in Kolumbien

Veranstaltung mit Edgar Paez

Edgar

13. März 2014 um 18 Uhr

Arbeitsgruppenraum E1 im Haus der IG Metall / Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin-Kreuzberg (U1-Hallesches Tor)

Mehr zum Thema

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Neu: Detlef Wetzel fordert Abbruch der Verhandlungen zum TTIP

Interview mit der Frankfurter Rundschau

Interview mit der Berliner Zeitung

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Der AKI ist Mitglied des Bündnisses
"TTIP unfairhandelbar"

Link zur Mitgliederliste des Bündnisses:

Der AKI hat bereits in den 90er Jahren gegen das MAI, dem Vorläufer des jetztigen TTIP, Position bezogen. Unsere Stellungnahme findet sich auf der Website unter "Dokumente" in der Rubrik "Kapitalismuskritik".

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Gewerkschaftliche Positionierungen zum TTIP

IG Metall

ver.di

DGB

Position der Wirtschaftsverbände

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Aufruf gegen TTIP aus Arbeitnehmer-Perspektive:

USA missachten internationale Arbeitsstandards. Freihandelszone verschärft transatlantisches Sozial-Dumping

 

Aufruf gegen TTIP aus Arbeitnehmer-Perspektive

60 Erstunterzeichner_innen aus Deutschland wenden sich aus Sorge um Arbeitnehmerrechte gegen das geplante Investitions- und Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP), das derzeit zwischen der Europäischen Union und den USA verhandelt wird. Im Mittelpunkt der Ablehung stehen – im Unterschied zu bisherigen Vorstößen – die Koalitionsfreiheit am Arbeitsplatz und internationale Arbeitsstandards: Die USA haben sechs von acht Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) NICHT ratifiziert; In 25 von 50 US-Bundesstaaten gelten zusätzlich gewerkschaftsfeindliche „Right-to-work“-Gesetze; Die EU schafft insbesondere in Krisenstaaten mit Hilfe von „Rettungsprogrammen“ Sonderzonen mit drastisch abgesenkten Arbeitsrechtsstandards. Die mit dem TTIP versprochenen „Jobs“ (die Rede ist von ca. 180.000 in zehn bis zwanzig Jahren) könnten im Wesentlichen nur durch Produktionsverlagerungen und Senkung von Arbeitsstandards zustande kommen… ”
Aus der Pressemitteilung zum Aufruf. Siehe dazu:

(aus Labournet)
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aus: NEUES DEUTSCHLAND
von Knut Henkel

24.01.2014

Sechs Schüsse gegen Arbeitsrechte

Erneut Gewerkschafter in Kolumbien getötet / Zahl der Morde 2013 wieder gestiegen

Wenige Tage nach Jahresauftakt wurde in Kolumbien ein Elektrotechniker erschossen. Das Arbeitsministerium verurteilte das zwar, doch die Zahl der Morde an Gewerkschaften stieg 2013 wieder an.

Ever Luis Marín Rolong wartete in der kleinen Stadt Soledad im Norden Kolumbiens auf den Bus zur Arbeit, als die Killer kamen. Sechsmal schossen sie auf den Elektrotechniker, der in der Brauerei Águila in Barranquilla arbeitete. Ever Luis Marín Rolong, der gewerkschaftlich organisiert war, wurde nach den Schüssen der Sicarios, so werden die Killer in Kolumbien genannt, schwer verletzt ins Polizeikrankenhaus geschafft, wo er wenige Stunden später starb.

Ein Grund für den erste Mord an einem Gewerkschafter in Kolumbien im Jahr 2014 könnte sein, dass sich die Gewerkschaft Sinaltraceba gerade in Tarifverhandlungen mit den Eigentümern der Brauerei befand. Marín Rolong war Mitglied in einer der Kommissionen der Gewerkschaft, so geht es aus einer Erklärung des Gewerkschaftsdachverbandes CUT hervor. Einschüchterung der Gewerkschaft könnte das Motiv des Auftragsmordes gewesen sein, der wie so oft von zwei jungen Männern auf einem Motorrad ausgeführt worden war. Einen Tag nach dem Mord ging beim Gewerkschaftssekretär der Sinaltraceba ein Anruf ein, in dem ein gewisser »Joaquín« ihn mit dem Tod bedroht habe, so erklärte ein CUT-Sprecher am 6. Januar in Bogotá. Das legt einen paramilitärischen Hintergrund nahe.

Die CUT forderte lückenlose Aufklärung von Präsident Juan Manuel Santos, der Generalstaatsanwaltschaft und der Polizei. Doch schon zwei Tage später erklärte Edgar Muñoz von der ermittelnden Polizeibehörde in Barranquilla im Verwaltungsbezirk Atlantico: »Nach unseren Untersuchungen konnten wir weder Beweise noch Indizien auffinden, dass das Opfer bedroht worden ist. Wir müssen davon ausgehen, dass es sich um einen Einzelfall handelt, der nichts mit dem gewerkschaftlichen Engagement des Toten zu tun hat.« Weshalb Marín Rolong jedoch gezielt niedergestreckt wurde, dafür hat die Polizei keine Erklärung. Wie so oft.


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Óscar Arturo Orozco, ist ein kolumbianischer Gewerkschafter, der Präsident des Gewerkschaftsverbandes CUT der Region Caldas.

Er wurde kürzlich auf einer friedlichen Demonstration brutal angegriffen und befindet sich derzeit in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Die globale Gewerkschaft IndustriALL hat eine große globale Online-Protestkampagne gestartet mit der Forderung, die Gewalt gegen und Angriffe auf Gewerkschafter_innen zu beenden. Bitte nehmt Euch einen Augenblick Zeit und verschickt Eure Protestnachricht:

http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=2142

Gleichzeitig gehen die Morde an kolumbianischen Gewerkschafter_innen weiter.

Zuletzt erreichte uns die Nachricht, dass Ever Luis Marín Rolong, ein regionaler Vorsitzender der Brauerei-Gewerkschaft SINALTRACEBA, am 4. Januar von unbekannten Killern ermordet wurde, die sechsmal auf ihn schossen, während er in der Stadt Soledad auf den Bus wartete.

Die internationale Lebensmittelgewerkschaft IUL hat eine Online-Protestkampagne gestartet, die ein Ende der Morde fordert und die Regierung auffordert, gefährdete Gewerkschafter_innen zu schützen:

http://www.iuf.org/w/?q=de/node/3079

Ich rufe Euch normalerweise nicht auf, zwei Kampagnen an einem Tag zu unterstützen, aber in diesem Fall ist es so wichtig, dass ich Euch einfach darum bitten muss.

Vielen Dank,

Eric Lee

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Erste Fortschritte bei Gesprächen mit
Nestlé-Management

Auf der Website von Sinaltrainal gab es dieses Foto und einen Bericht, wie die Gespräche mit Nestle, die 8 Tage (nach der Ermordung) liefen, gebracht haben. Das Foto ist betitelt mit Es bedurfte 168 Stunden Hungerstreik, um Nestle zum Dialog zu bewegen. Zu den Verhandlungsergebnissen schreiben die Gewerkschaft, dass es einige gute Ergebnisse gab (z.T. wurden ja schon getroffene Absprachen wieder aktiviert). Sehr überschwenglich klingt das nicht. Aber es ist ein Erfolg und eine Stärkung der gewerkschaftlichen Basis. Die Sinaltrainal hat sich als Verhandlungspartner zurückkämpfen können.

Nachricht von den Kolleg/innen der BaSo in Wuppertal

Se necesitaron 168 horas de Huelga de Hambre para que Nestlé iniciara diálogos

Hungerstreik

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Erneute Morddrohung gegen Gewerkschafter
in Kolumbien

Paramilitärs bedrohen Etiel Aragón, Gewerkschafter bei Coca Cola

„Sagen Sie diesem Hurensohn, dass wir ihn anrufen, dass wir mit ihm reden müssen und dass, falls er sich weigert, wir seine Tochter Gisel Paola umbringen. Wir werden ihn töten, wenn er nicht mit uns redet.

Die Drohung wurde per Telefon rausgegeben, unter einem nicht vollständig zu verstehenden Namen. Identifiziert werden konnten schließlich nur folgende Satzbausteine: „... paramilitärische Front Giraldo, Sie sprechen mit Comandante Giraldo“.

Der Genosse Etiel Aragón ist Gewerkschaftsführer bei Sinaltrainal und Arbeiter bei der Firma Industria Nacional de Gaseosas S.A. (Coca Cola) in Santamarta.

Wir appellieren dringend an Ihre/eure Solidarität und bitten darum, Briefe an die kolumbianische Regierung zu schicken, um die Sicherheit und das Leben von Etiel Aragón, seiner Familie und aller Mitglieder Sinaltrainals zu wahren.

Leitung Sinaltrainal

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Berlin, Bochum, Hamburg, Wuppertal, den 14. November 2013

 

Offener Brief an Abgeordnete im EP:
Freihandel und Menschenrechte in Kolumbien


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor knapp einem Jahr, am 11.Dezember 2012, ist im Europäischen Parlament, wie Sie wissen, das Freihandelsabkommen mit Kolumbien und Peru verabschiedet worden. Am 3. Mai wurde dann im Deutschen Bundesrat die Zustimmung zu dem Abkommen erteilt, obwohl eine Vielzahl von Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften auf die prekäre Menschenrechtslage in Kolumbien hingewiesen und zur Ablehnung des Vertrages aufgefordert haben. Mit dem Hinweis auf eine Menschenrechtsklausel ist das Abkommen dann durchgegangen.

Wir möchten Sie darüber informieren, dass es in den letzten Monaten in Kolumbien wieder mehrere Morde an Gewerkschaftern und Menschenrechtsaktivist_innen gegeben hat. Die Klauseln schützen die Menschen also nicht, sondern können allenfalls diejenigen beruhigen, die weit weg von dieser grausamen Realität kein wirkliches Interesse an der Situation in den Ländern haben.

Am Samstag, den 9. November, wurde in der Stadt Bugalagrande um 20:30 OSCAR LÓPEZ TRIVIÑO (s. Foto) mit vier Schüssen ermordet. Er war seit 25 Jahren bei NESTLÉ Kolumbien beschäftigt und Mitglied der Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL. Eine Woche zuvor, am 2. November wurde CESAR GARCIA erschossen, am 30. September ADELINDA GÓMEZ GAVIRIA. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Andere erhielten Morddrohungen oder wurden verhaftet.

Das kolumbianische Gewerkschaftsinstitut (Escuela Nacional Sindical, ENS) führt in seinem Bericht zur Lage aus, dass 93,4% der Morde und fast alle Drohungen gegen Gewerkschafter straffrei bleiben. Wie im Falle des Nestle-Gewerkschafters vor wenigen Tagen werden die Morde oftmals im Zusammenhang mit Tarifauseinandersetzungen mit großen transnationalen Konzernen von paramilitärischen Gruppen begangen. Sie schwingen sich zum Verteidiger
der Firmeninteressen auf.

Laut der kolumbianischen Regierung dürfte es keine paramilitärischen Verbände mehr geben. Aber auch da sieht die Realität anders aus als die Verlautbarungen. Während einige ihre Waffen abgaben, haben sich andere reorganisiert. Sie terrorisieren wie zuvor scheinbar unbehelligt diejenigen, die die soziale Realität in Kolumbien, dessen soziale Ziffern deutlich
schlechter sind als der Durchschnitt in Lateinamerika, verändern wollen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Sinaltrainal, Javier Correa, fragt in seinem Brief vom 9.11.2013 an den CEO von Nestle Paul Bulcke: „Wie viele Todesdrohungen haben wir noch auszuhalten, um gehört zu werden, wie viele unserer Mitglieder müssen noch ermordet werden, bis Sie verstehen, dass wir nicht aufhören werden zu protestieren und auf die
Einhaltung unserer Rechte bestehen? Wie viele Grausamkeiten werden die Arbeiter von Nestle, die in unserer Gewerkschaft organisiert sind, noch erleiden müssen, bis Sie verstehen, dass Sie uns mit Gewalt nicht beugen werden?“

Diese Frage geben wir weiter an Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete. Wir hoffen sehr, dass Sie den Worten der Menschenrechte auch Taten folgen lassen und den Klauseln auch zur Materialisierung verhelfen. Wir würden uns freuen, wenn Sie in diesem Sinne bei der kolumbianischen Regierung vorstellig würden und eine tatsächliche
Verbesserung für die Verfolgten in Kolumbien erreichen.

Mit vielem Dank und freundlichen Grüßen

AK Internationalismus der IG Metall Berlin, BaSo (Basisinitiative Solidarität), JourFixe
Gewerkschaftslinke Hamburg, Kolumbienkampagne Berlin, LabourNet Germany

Weitere Informationen und Hintergründe

http://www.multiwatch.ch/de/p97001591.html
http://www.labournet.de/?p=47743
http://kolko.net/land-und-vertreibung/menschenrechtsverteidigerin-undbauernaktivistinaus-
dem-macizo-colombiano-ermordet/
http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=2028
http://www.iuf.org/cgi-bin/campaigns/show_campaign.cgi?c=803
kolumbienkampagne.de

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Marikana als Wendepunkt?

Neue Arbeitskämpfe gegen (post-)koloniale Verhältnisse – staatliche Gewalt und die Perspektiven des Widerstands in Südafrika

Die Bilder aus Südafrika, die vor fast eineinhalb Jahren um die Welt gingen, sind wieder in Vergessenheit geraten: Mehr als eine Minute schossen Polizisten am Rande des Orts Marikana mit automatischen Waffen in eine Menschenmenge. In dem Kugelhagel starben 34 streikende Bergleute. Sie waren zusammen mit tausenden weiteren Arbeitern eine Woche zuvor in einer Platinmine, die zum britisch-südafrikanischen Lonmin-Konzern gehört, in einen wilden Streik getreten.

Die Arbeitsbedingungen in den Minen haben sich seit dem Ende der Apartheid und ANC-Verzicht auf jegliche Form von Verstaatlichung der Schlüsselindustrien kaum verbessert. Tödliche Arbeitsunfälle sind häufig, bei einem Monatslohn von umgerechnet 400 Euro sind die Arbeitstage vielfach bis zu 14 Stunden lang. Viele der Bergleute leben am Rande der Minen in Wellblechsiedlungen ohne regulären Zugang zu Strom und Wasser.

Nach dem Massaker an streikenden Minenarbeitern ist die Streikwelle auf viele Minen und andere Branchen übergeschlagen. Dies hat den Konflikt zwischen der alteingesessenen National Union of Mineworkers (NUM), die auch im Gewerkschaftsdachverband COSATU tonangebend ist, und der neu entstandenen Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU) weiter angefeuert.

Nicht nur das Ereignis selbst weckt Erinnerungen an die Massaker des Apartheid-Staates, sondern auch die Reaktion der Polizeiführung und der Verantwortlichen. Diese verdeutlichten, wie unverhohlen der Klassencharakter des neuen Südafrika zu Tage treten kann.

Bei der Abendveranstaltung wird die Frage thematisiert, ob sich in Südafrika eine neue Kultur der Straflosigkeit bei Verbrechen gegen die Armen und Ausgebeuteten etabliert. Daneben wird der Rolle der Gewerkschaften, der Verantwortung internationaler Rohstoff-Konzerne und der Bedeutung der Untersuchungskommission zu den Ereignissen nachgegangen.

Inwiefern Marikana als ein Wendepunkt für einen neuen Aufschwung von Arbeitskämpfen gelten kann, in dem die uneingelösten sozialen Versprechen des antikolonialen Befreiungskampfs erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden, wird zentraler Gegenstand der Veranstaltung sein.

Sonntag, 1. Dezember 2013, 18 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Mit Charles Abrahams, Rechtsanwalt aus Kapstadt, juristischer Vertreter der Apartheid-Opfer bei der Entschädigungsklage gegen internationale Konzerne und Mametlwe Sebei, Johannesburg, Aktivist der Workers and Socialist Party (WASP), die die Minenarbeiter in ihrem Kampf unterstützt und vernetzt

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin

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Nestlé in Erklärungsnot

Protestmail des AKI an den Nestle-Manager Paul Bulcke

Sehr geehrter Herr Bulcke,

Ende September 2010 hatte ich einen Mailkontakt mit ihren Kollegen Hartmut Grahmann und Achim Drews. Ich hatte  mich in einem Protestschreiben an Herrn Grahmann  gewandt, weil Kollegen der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal uns darüber unterrichtet hatten, dass sie von Paramilitärs in direktem zeitlichen Zusammenhang mit Tarifverhandlungen, die Sinaltrainal mit Ihrer Unternehmenstochter führte, mit dem Tode bedroht wurden. Die beiden Manager antworteten mir damals:

"Wir haben Ihre Nachricht zu Drohungen gegen Gewerkschaftsfunktionäre in Kolumbien mit Sorge zur Kenntnis genommen. Ein gutes und konstruktives Verhältnis zu den Vertretern der Arbeitnehmern ist unserem Unternehmen ein wichtiges Anliegen, und selbstverständlich respektiert Nestlé – ob in Deutschland oder anderen Ländern, in denen unser Unternehmen vertreten ist – die Rechte der Arbeitnehmer. Aufgrund Ihrer Vorwürfe haben wir eine Klärung vor Ort veranlasst. In der Sache können wir, nach Rücksprache mit der Konzernleitung und den Verantwortlichen in Kolumbien, gerne Stellung nehmen. Da wir als Vertreter der deutschen Landesgesellschaft hier in erster Linie eine Mittlerrolle haben, möchten wir Ihnen die Rückmeldung zu Ihrem Schreiben gerne im englischen Wortlaut an die Hand geben:

 Nestlé categorically condemns any act of violence or threats against our direct or indirect employees, their families or communities in which we are present. When Nestlé Colombia learned about the threats against our workers in Bugalagrande, they immediately notified the competent authorities both at local and national level and contacted the Sinaltrainal trade union and the concerned workers to engage in measures to guarantee their physical integrity. Furthermore, we communicated our complete refutal of such violent acts to all employees and expressed the company’s strong support to the workers, their families and the population of the Bugalagrande region."

Nun ist das eingetreten, was wir befürchteten, und für dessen Eintreten sie keine Verantwortung übernehmen wollten. Jetzt ist ein Repräsentant der Gewerkschaft ermordet worden. Und dieser Mord steht in einem direkten zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit dem Hungerstreik, den Mitglieder der Sinaltrainal führen, damit ein Geamtarbeitsvertrag, der mit Nestle zustandekam, auch eingehalten wird. Zu dieser Maßnahme griffen die Gewerkschaftsmitglieder, weil Nestle die Gespräche verweigerte. Wegen Morddrohungen in Bugalagrande gegen die Teilnehmer dieser Aktion wurde der Hungerstreik ausgesetzt und dann nach einigen Tagen fortgesetzt.

Jetzt haben die Todesschwadronen Ernst gemacht. Am Samstag den 9. November, wurde in der Stadt Bugalagrande in Kolumbien um 20:30 OSCAR LÓPEZ TRIVIÑO mit 4 Schüssen ermordet. Er war seit 25 Jahren Arbeiter bei der Firma NESTLÉ und Mitglied der Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL.

Am Freitag, dem 8. November um 16:42 Uhr, wurde eine SMS vom Handy mit der Nummer 3145550150 an die Gewerkschaftsaktivisten JOSE ONOFRE ESQUIVEL und ALVARO VARELA PÉREZ abgeschickt. Sie enthielt folgenden Wortlaut: „Guerilleros Hurensöhne die ihr NESTLÉ belästigt es gibt kein Pardon wir zerstückeln euch Tod allen Kommunisten von SINALTRAINAL Urabeños“ . Am 28. April 2013 hatten die gleichen Paramilitärs die Drohung ausgesprochen: „Vernichtungserklärung. Guerilleros Missgeburten, Hurensöhne macht weiter damit, euch in SINALTRAINAL dem ideologischen Arm der Subversion zu tarnen. Die Proteste in der Firma NESTLÉ in Bugalagrande teilen wir nicht wie auch nicht die schlechte Behandlung der Firmenchefs und die konstante Verleumdung einer guten Firma die soziale Entwicklung bietet… von den Urbanen Kommandos der Rastrojos“.

Wer informiert diese Leute über die laufenden Konflikte in Ihrer kolumbianischen Niederlassung? Wie erklärt sich, dass diese Killer sich so für Ihr Unternehmen engagieren? Was haben sie davon, oder sollte man lieber fragen: Was bekommen sie dafür? Warum können sie sich hier ungestraft und unwidersprochen zu Anwälten Ihrer Firma machen?

Wir haben keine Lust mehr, uns mit Auszüge aus Ihren Unternehmenscodizes abspeisen zu lassen. Wir fordern Sie auf, im Kraft ihres Amtes als CEO darauf hinzuwirken, dass in Kolumbien eine Presseerklärung verteilt wird, in der Ihr Unternehmen klarstellt, dass Sie diese Paramilitärs verurteilen und ihnen absprechen, im Namen der Firma  zu agieren. Auch sollten sie öffentlichwirksam die kolumbianischen Behörden auffordern, alles zu tun, die Täter zu ergreifen und hierfür ihre Hilfe anbieten.  Davon hätten wir dann gerne eine Kopie.

Darüber hinaus möchten wir von Ihnen wissen, was Sie zu tun gedenken, in Zukunft ein Klima der Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft zu schaffen, das diese nicht mehr dazu veranlassen kann, zum angeblichen Wohl Ihres Unternehmens Menschen zu erschießen.

In großer Sorge und der Hoffnung, dass sich endlich etwas ändert

Berlin, 12. November 2013

Jochen Gester
(Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin)

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Nestlé-Arbeiter im Hungerstreik


Am 5. November 2013 sind Gewerkschafter bei Nestlé-Kolumbien in den Hungerstreik getreten. Zu dieser Massnahme greifen Menschen dann, wenn andere Formen des Protests keine Wirkung gezeigt haben. So auch in Bugalagrande: Die Gewerkschaft Sinaltrainal fordert seit langem, dass der am 22. Juni 2012 unterzeichnete Gesamtarbeitsvertrag von Nestlé vollständig umgesetzt wird. Dies ist jedoch nicht der Fall. Nestlé Kolumbien weigert sich seit mehreren Monaten, Gespräche mit Sinaltrainal zu führen, gleichzeitig hat die Geschäftsleitung den Druck auf die Gewerkschaft erhöht. Ausserdem delegitimiert und diffamiert Nestlé Kolumbien die Gewerkschaft Sinaltrainal.

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http://www.multiwatch.ch/de/p97001013.html

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http://www.multiwatch.ch/de/p97001572.html

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"Della Arte della Guerra"

 

Einladung zur Filmveranstaltung über den Arbeitskampf
in der INNSE-Maschinenfabrik 2009 in Mailand

Samstag, 16. November 16.30 Uhr, Kino in der Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin

Nach dem Film Diskussion mit Arbeiterinnen der INNSE und den Filmemacher/innen


Am Sonntag, 2. August 2009 beginnen unter Polizeischutz die Demontagearbeiten in der INNSE Mailand. Die Fabrik ist von 300 bis 400 Ordnungskräften umzingelt. Zwei Tage später gelingt es vier Arbeitern, die Polizeisperren zu überlisten und in der Werkhalle auf einen Kran zu klettern. Die Demontagearbeiten werden gestoppt und es beginnen lange, zähe Verhandlungen zwischen den Arbeitern und der Gewerkschaft FIOM auf der einen Seite, dem Fabrikbesitzer Genta, der Immobilienfirma, der das Gelände gehört, dem Kaufinteressenten Camozzi, der den Betrieb samt Grundstück übernehmen will, sowie dem Präfekten von Mailand auf der andern Seite. Nach acht Tagen und sieben Nächten steigen Enzo, Fabio, Luigi und Massimo vom Kran herunter. Am Ende des Sommers werden die Werktore wieder geöffnet und alle Arbeiter kehren in die Fabrik zurück.
Die medienwirksame Handlung, zur Verteidigung des Arbeitsplatzes „in die Höhe zu steigen“, wird in den folgenden Monaten von Hunderten anderer Lohnabhängiger nachgeahmt. Alle klettern auf Dächer und Kräne, um ihren Arbeitsplatz zu verteidigen, aber alle kommen geschlagen wieder herunter. Der einzige Sieg bleibt jener der Arbeiter der INNSE.

Im Dokumentarfilm DELL‘ARTE DELLA GUERRA (Über die Kunst des Krieges) erzählen die vier Arbeiter ihre nüchterne und höchst aktuelle Analyse der neuen Form von Arbeitskampf, die der „Politik des kleineren Übels“ eine Absage erteilt und sich mit aller Kraft und Entschlossenheit den Angriffen der herrschenden Klasse entgegenstellt.

Der Film hat die Form eines Essays über Politik und Guerillakrieg in vier Akten und ist wie ein Handbuch, das genaue und für jede Kampfform allgemeingültige Regeln vorschreibt. Die politische und gesellschaftliche Bedeutung der von den Protagonisten dargelegten Auffassungen führt unweigerlich zu Überlegungen über die Notwendigkeit einer Bewusstseinsbildung und Neuorganisation, zu welcher die Arbeiterklasse in Europa gezwungen sein wird, wenn sie ihre Rechte verteidigen will.

Die Protagonisten des Films werden, zusammen mit den beiden Filmemachern Silvia Luzi und Luca Bellino, an der Berliner Uraufführung und an der anschließenden Diskussion teilnehmen.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kino in der Regenbogenfabrik:

Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegungen, Berlin · Arbeitskreis Internationalismus in der IG
Metall Berlin · Aktionsausschuss 100% S-Bahn · Klassenkämpferischer Block, Berlin · Netzwerk IT
Gefördert durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Filmtrainer, mehr Informationen und Hintergründe des Kampfes:
http://de.labournet.tv/video/6612/von-der-kunst-des-krieges

Hier gehts zum Einladungsflyer

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Griechenland 2013: Vom Protest zur Selbstorganisation

Eine Reise zu den Folgen der Spardiktate

Im September 21013 reiste erneut eine Delegation von Gewerkschafter_innen von der Basis nach Griechenland, in ein Land, das von den EU und IWF Strategen zum Versuchslabor für Privatisierung und Entrrechtung der Arbeitnehmer_
innen gemacht wurde.Überschattet wurde unsere Reise vom Mord an dem Musiker Pavlos Physsas durch Killer der
faschistischen Partei Chrisi Avgi. Wir erlebten die Betroffenheit und Wut der Menschen in der Nachbarschaft, aber auch den zig-tausendfachen Protest engagierter Bürger Innen.

 

Besuch beim besetzten Fernsehsender ERT

Wir beteiligten uns an den Massendemonstrationen der Lehrer_innen und der Beschäftigten im öffentlich Dienst. Menschen, die gerade auf Geheiß der Troika in großem Stil entlassen werden: ohne Perspektive für die Menschen ohne Perspektive für die Bildung und die Gesundheit, die gerade zielsicher zerstört wird. Hoffnung und oft einzige Chance für viele sind die zahlreichen Projekte politischer und
sozialer Selbstorganisation: soziale Zentren, besetzte bzw. selbst organisierte Betrieben und solidarische Gesundheitsstationen.
Über die Website des Netzwerks "Solidarity 4 all" können zahlreiche, unterschiedliche Projekte gefunden und Kontakt zu ihnen aufgenommen werden: http://www.solidarity4all.gr/
Die Erweiterung und Vertiefung unseres Austausches mit den griechischen Genoss_innen, ihren Perspektiven und Zielen sowie unsere solidarische Unterstützung sind Gegenstand der Diskussion bei der Veranstaltung am:

Dienstag den 29. Oktober um 19 Uhr

In der Mediengalerie in der Dudenstraße 10, U-Bahnhof Platz der Luftbrücke, Bus 104

Veranstaltet von:
Forum Betrieb, Gewerkschaft, soziale Bewegung
Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin

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Uranium Film Festival Berlin 2013

Angesichts einer stagnierenden bis scheiternden Energiewende und der Unmöglichkeit
auf Basis des existierenden Wirtschaftssystems den Klimawandel wirksam zu bekämpfen,
veranstaltet das Regenbogenkino eine Retrospektive auf den Horror des Atomzeitalters

Hier der Link zum Programm

Kurz notiert ....

26.06.2013

NATO-Kooperationsabkommen belohnt Kolumbien für Menschenrechtsverletzungen

„Das NATO-Kooperationsabkommen mit Kolumbien ist ein Angriff auf die Menschenrechte und die regionale Integration Lateinamerikas“, erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE anlässlich des unterzeichneten Kooperationsabkommens der NATO mit Kolumbien. In dem Abkommen werden ein umfassender Informationsaustausch und Zugang zu Erfahrungen im Kampf gegen Terrorgruppierungen festgelegt. Hänsel weiter: „Es ist ein Skandal, dass die jahrzehntelange repressive Politik des kolumbianischen Staates nun mit einem Sicherheitsabkommen belohnt wird. Erst in dieser Woche wurden an der venezolanischen Grenze vier Bäuerinnen bei einem Protest für das Recht auf Land und Ernährungssouveränität durch das kolumbianische Militär erschossen. Das Kooperationsabkommen hat scharfe Kritik anderer lateinamerikanischer Länder, wie Bolivien, Brasilien, Ecuador, Nicaragua und Venezuela, sowie Gewerkschaften, sozialen und Menschenrechtsbewegungen in Kolumbien ausgelöst, die auf die rekordverdächtige Zahl an Menschenrechtsverletzungen verweisen. Das kolumbianische Militär ist nach wie vor für extralegale Hinrichtungen, Folter, Krieg gegen die Zivilbevölkerung und Verschwindenlassen von Menschen verantwortlich. Die Bundesregierung sollte sich innerhalb der EU statt für die Ausweitung des westlichen Militärbündnisses für ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und die regionale Integration des lateinamerikanischen Kontinents einsetzen. DIE LINKE unterstützt soziale Bewegungen und Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien in ihren Forderungen nach einem gerechten Friedensprozess statt Militärkooperationen.“

 

 

»Rente – kannste inner Pfeife rauchen« 
Droht uns die Altersarmut ?

Donnerstag 6. Juni 2013 18 Uhr
Ort: IG Metall Haus Saal, Alte Jakobstr. 149 ( U1 Hallesches Tor)

 Von ursprünglich 71% soll die Nettoersatzquote (das ist der Betrag, den man netto von seinem vorherigen Verdienst bekommt) auf 43%  sinken.  Erst mit 65  und nach 45 Versicherungsjahren erreicht man eine Rente ohne Abschlag. So hat es eine große Parteienkoalition im Bundestag beschlossen. Solche „Reformen“ befeuern die viel zitierte Wettbewerbsfähigkeit, der deutschen Unternehmen gerade auf den europäischen Märkten um ihren Konkurrenten den Garaus zu bereiten.  In fast keinem Land der OECD ist der Absturz nach Ende des Arbeitslebens so krass wie in Deutschland.  Immer größer wird die Zahl der Rentner, die bereits in den nächsten Jahren von Altersarmut bedroht sind. Und die junge Generation hat wenig Chancen, 40 oder mehr Versicherungsjahre zu erarbeiten. Viele kommen nicht über das Grundsicherungsniveau hinaus. Rente mit 67, vielleicht auch bald mit 70, das heißt: Immer weniger Menschen arbeiten immer länger und trotzdem entgehen sie der Altersarmut nicht.  Um das zu ändern, ist angeblich kein Geld da. Doch gleichzeitig begleicht der Staat mit unseren Steuergeldern großzügig die Zockerschulden der Großbanken.

Wollen wir uns das schulterzuckend bieten lassen?

 
Es stellen sich viele Fragen.

+ Wie kam es dazu, dass das Rentenniveau so abgesenkt wurde?
+ Wer hat das entschieden und wer hat davon profitiert?
+ Gibt es ein Demographie Problem, das zur Kürzung der Renten zwingt?
+ Wie sieht es in anderen Ländern Europa aus?
+ Welche Konzepte gibt es, um die Rente armutsfest zu machen?
+ Kann man die Rente überhaupt gesund erreichen?
+ Was fordern die Gewerkschaften? Reicht das aus?
+ Wie können die Parteien zum Bundestagswahlkampf unter Druck gesetzt werden?

In einer Diskussionsveranstaltung wollen wir versuchen Antworten auf diese Fragen zu bekommen. 

Auf dem Podium:

Hermann v. Schuckmann (1. Bevollmächtigter VerwSt. Ludwigsfelde der IG Metall)

Tobias Weißert  (Autor von  „Altersarmut durch Rentenreform“)

Rafael Serrano ( IG Metall-Jugend Berlin)

 Veranstalter: 

IG-Metall Jugend Berlin, Junge GEW Berlin,
Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin   

Die Veranstaltung wird unterstützt von: ver.di-Jugend Berlin,. DGB-Jugend Berlin-Brandenburg, IG Metall-Jugend des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen

 

Für das Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit

Frankfurt. In einer Resolution hat der Beirat der IG Metall heute die
Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit durch den
Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration am Samstag am 1. Juni 2013
in Frankfurt verurteilt. Der Beirat ist das höchste Beschlussgremium der
IG Metall zwischen den Gewerkschaftstagen.

Dazu erklärte IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild (zuständig für Hessen,
Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen): "Das demokratisch
garantierte Grundrecht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit ist ein
hohes Gut das geschützt werden muss. Die Einkesselungen von 1.000
Demonstranten über Stunden und die unverhältnismäßige Härte gegenüber
zahlreichen Demonstranten kann und will die IG Metall nicht hinnehmen. Die
Entscheidungsträger müssen für dieses Vorgehen die Verantwortung
übernehmen und gegebenenfalls politische und personelle Konsequenzen
ziehen. Das nach der Verbotsorgie gegen Blockupy im vergangenen Jahr auch
2013 die Proteste erst juristisch durchgesetzt werden müssen und
anschließend durch die Exekutive verhindert werden, rückt das
Demokratieverständnis der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen in ein
fatales Licht. Die IG Metall setzt sich für ein soziales und
demokratisches Europa ein und fordert eine faire und auf Argumente
gestützte Auseinandersetzung mit der Blockupy-Bewegung. Die falsche
Politik der Regierung Merkel, die im Süden Europas große Teile der
Bevölkerung in Armut stürzt, ist das Problem und nicht der Protest
dagegen."

Die IG Metall-Bezirksleitung Mitte wird Ministerpräsident Volker Bouffier
und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann in einem Brief zu einer
gründlichen Untersuchung der Vorfälle bei der Blockupy-Demonstration
auffordern. Sie erwartet von ihnen eine öffentliche Aufarbeitung und
gegebenenfalls politische Konsequenzen bei den verantwortlichen
Entscheidungsträgern.

Medieninformation IG Metall Bezirk Mitte
(zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen)

4. Juni 2013
39/2013

IG Metall-Bezirksleitung Mitte
Pressestelle
Wilhelm-Leuschner-Str. 93, 60329 Frankfurt
Telefon: (069) 6693 3303
Mobil:   (0170) 3333 718
E-Mail:  presse.bezirkmitte@igmetall.de
Internet: www.igmetall-bezirk-mitte.de

 

Presseinformation

ver.di protestiert beim hessischen Innenminister gegen das Vorgehen der Polizeikräfte gegen Journalistinnen und Journalisten in Frankfurt

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Hessen hat in einem Brief an den Hessischen Innenminister gegen die massive Behinderung der Arbeit von Journalistinnen und Journalisten beim Polizeieinsatz vom vergangenen Wochenende in Frankfurt protestiert. Bei der Demonstration des Blockupy-Bündnisses am 1. Juni 2013 waren Berichterstatter und Fotografen erheblichen Repressalien durch Polizeibeamte ausgesetzt, einige wurden dabei sogar verletzt und mussten in krankenhausärztliche Behandlung. Die dju sieht in den Vorfällen die schwerwiegendste Verletzung der Pressefreiheit in Hessen seit vielen Jahren.

Die dju Hessen fordert eine Prüfung, inwieweit disziplinarrechtliche Verfahren und auch strafrechtliche Ermittlungen gegen Polizisten und Einsatzleitungen eingeleitet werden müssen. Außerdem verlangt sie die Rückgabe von beschlagnahmten Arbeitsmaterialen, die Leistung von Schadenersatz für erlittene gesundheitliche und materielle Schäden und die Löschung von persönlichen Daten der Journalistinnen und Journalisten, die von der Polizei aufgenommen worden waren.

Die dju in ver.di sammelt weitere Hinweise von Journalistinnen und Journalisten, die in Ausübung ihres Berufs von den polizeilichen Maßnahmen betroffen waren. Betroffene könnten sich unter dju-info@verdi.de melden

Für Rückfragen:
Manfred Moos, Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie im ver.di-Landesbezirk Hessen, Telefon 069/2569-1525 und
Andreas Köhn, ver.di-Fachbereichsleiter in Berlin-Brandenburg, mobil: 0170/24 35 032.

Weitere Infos im Internet:

https://medien-kunst-industrie-hessen.verdi.de und https://dju.verdi.de

 

 

 

Griechenland

Volltreffer: Demokratie marktkonform versenkt!

Veranstaltung am 30. April 2013

18.00 Uhr in der ver.di Bundesverwaltung
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin (Ostbahnhof)

 

Eine Delegation grichischer Kolleg/innn aus verschiedenen Branchen berichtet über die Situation vor Ort und den Widerstand gegen das Diktat der EU-Troika.

 

Veranstalter: Real Democrazy Now, ver.di Berlin FB 8, Arbeitskreis Internationalismus, Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegungen, Griechenland Solidaritätskomitee

 

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Spardiktate, Nationalismus und Widerstand
in Griechenland

Veranstaltung am 13. November 2012

18.00 Uhr im Haus der IG Metall Berlin, Alte-Jakob-Straße 149
U-Bhf. Hallesches Tor



Eine Gruppe von KollegInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Serbien und Spanien hat im September Griechenland besucht, um sich vor Ort ein Bild vom Lohn- und Sozialraub, von der Verelendung und dem Widerstand dagegen zu machen. Mit dabei waren auch fünf Kollegen aus Berlin. Seit dem Beginn der Eurokrise werden Medien und Politiker nicht müde, uns Geschichten über „die Griechen“ aufzutischen, die über ihre Verhältnisse gelebt hätten und nun ohne Gegenleistung „unser“ Geld wollten. Derartige Klischees machten uns misstrauisch. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um von griechischen Ärzten und Eisenbahnern, Aluminimumarbeitern und Angestellten, alten Antifaschisten und jungen Aktivisten in Komitees der Nachbarschaftshilfe und von Basisgewerkschaftern zu erfahren, wie die Situation der einfachen Menschen ist.

Hier ist der Einladungsflyer

 

 

 

Veranstaltung mit Kim Jinsuk und Hwang Yi La

Im November 2011 steigt die Arbeiterin Kim Jinsuk in Siegerpose vom Kran 85 auf der Hanjin.Werft in Südkorea. 309 Tage hielt sie ihn besetzt und verhalf damit den streikenden Arbeiter_innen zum Erfolg im Kampf um ihre Arbeitsplätze.

24. Mai 2012 um 17 Uhr im Haus der IG Metall, Alte Jakobstr. 149

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Griechenland - Demokratie unter Beschuss

Solidaritätsveranstaltung mit streikenden griechischen Stahlarbeitern und Zeitungsleuten, die ihren Betrieb überommen haben

13. März 2012 um 18 Uhr im Haus der IG Metall

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Kolumbien:

ECCHR prozessiert gegen NESTLÉ

Es geht um die strafrechtliche Verantwortung des Konzerns für schwere Menschenrechtsverletzungen Veranstaltung von ECCHR und FDCL am Freitag den 9. März 2012 um 19 Uhr bei der ECCHR
(Zossener Str. 55-58, Aufgang D, 10961 Berlin)

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Presseberichte

"Der Präzedenzfall" Der Tagesspiegel (Berlin)

"Die Ermordung des Gewerkschafters Luciana Romero" WoZ (Schweiz)

 

Der Arbeitskreis Internationalismus läd ein:

Carlos Olaya (Sinaltrainal) zu Gast beim Arbeitskreis Internationalismus

Wir erwarten Carlos am Montag den 12. März 2012 um 17 Uhr in Raum 112 im Haus der IG Metall. Im Mittelpunkt steht die Situation in Kolumbein, der geplante Prozess gegen Nestlé und die weitere gewerkschaftliche Kooperation.

 

Gewerkschaften und NGOs erneut Opfer von Morddrohungen durch paramilitärische Gruppen November 2011

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Todesschwadrone drohen mit Auslöschung der Familien von Gewerkschaftern

Erklärung der Paramilitärs der Gruppe Aquilas Negras in Kolumbien (2010)

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Rechter Terror in Kolumbien

EU-Regierungen spielen Blindekuh

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Ein Hilferuf aus Mexiko

Blanca Velezquez vom Centro Apoyo al Trabajador (CAT), berichtet über die Ausbeutung von Arbeiter/innen in den Freihandelszonen und den Kampf von Konzernen und staatlicher Organe gegen die Bildung freier Gewerkschaften

 

 

Veranstaltung mit der mexicanischen Menschenrechtsverteidigerin Blanca Velazquez

am 24.11.2011 um 18:30 Uhr

im IG Metall Haus, Raum 112
Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin,
U-Bhf. Hallesches Tor

mehr Infos unter ... Dokument

 

IG Metall für Förderung des Rüstungsexports?

Ein Artikel im Online-Portal "German Foreign Politics" sorgte für heftige Debatten. Wir dokumentieren:

"Deutsche Systemführerschaft" (German Foreign Politics) ... zum Dokument

Der Kurzreport des IGM-Vorstands zu "Perspektiven der deutschen militärischen Schiffbaukapazitäten im europäischen Kontext" ... zum Dokument

Die Erklärung des "Arbeitskreises Wehrtechnik und Arbeitsplätze in der IG Metall"... zum Dokument

Studie von Hartmut Küchle "Die Neustrukturierung des deutschen Rüstungsmarktes als industriepolitische Aufgabe" ... zum Dokument

Der Antrag 1.033 der VerwSt Gevelsberg-Hattingen und die Empfehlung der Antragsberatungskomission ... zum Dokument

Flugblatt des Arbeitskreis Internationalismus an die Delegierten des 22. GT der IG Metall ... zum Dokument

Interview mit Klaus Murawski über die Ergebnisse des 22. Gewerkschaftstages der IG Metall ... zum Dokument

 

50 Jahre Migration – 50 Jahre Kampf um soziale Würde/ Klassenkampf

Welche Perspektiven und Formen der Kooperation gibt es heute? - 2. Oktober 2011

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Soziale Bewegungen und Gewerkschaften im Krisenland Spanien

Veranstaltung mit Miguel Vazquez, Betriebsrat bei Otis in Madrid - 14. Oktober 2011

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... was uns gefiel

"Wo kämen wir hin, wenn wir jeden Schurken mit Krieg überziehen? Wo war der Sicherheitsrat, als Bush Irak überfiel mit zigtausenden von Toten? Wer den US-Präsidenten angreift, ist ein Terrorist und greift die Menschheit an. Wer Gaddafi angreift, aber rettet die Menschheit? Erst päppelt man den Schurken, rüstet ihn auf über Jahrzehnte, sichert sich sein Öl und benutzt ihn zur Abwehr der Flüchtlinge. Passt er nicht mehr ins Konzept und sinken die Umfragewerte zu Hause, greift man zur Waffe und lässt die Kriegsintellektuellen ihr Lied singen. Man schlägt alle Vermittlungs- und Verhandlungsangebote aus, erklärt, es gibt keine Alternative, und setzt auf Bomben und Raketen, um den alten Verbündeten zu liquidieren. Wie verlogen ist diese Politik? Wer sind die Schurken? Kann man sich sein Öl und Gas nicht mit zivilisierten Mitteln sichern? Haben die blutigen Massaker, die vielen Toten in Afghanistan und Irak den Menschenrechten genutzt? Wer die Menschenrechte mit Krieg retten will, hinterlässt immer ein Schlachtfeld. Eines, auf dem es keine Menschenrechte mehr gibt".

NORMAN PAECH, Völkerrechtler, aus der TAZ v. 26/27. März 2011

 

Das "Labournet.tv" geht ans Netz

Matinee am 30. Januar 2011 im fsk-Kino Berlin

... mehr Infos

 

Politischer Tourismus statt Internationalismus?

Unser Kollege Alexander Born führte ein Interview mit Roberto Madriz von der FNL in Guatemala über die Beziehungen der Gewerkschaften des Nordens und Südens .... mehr Info