Start von labournet.tv

Am 30. Januar gibt es für alle, die sich für vergangene und aktuelle Kämpfe der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung  interessieren und nach geeigneten Filmen zu diesen Themen suchen, ein erfreuliches Ereignis. Gefördert von der „Stiftung Menschenwürde und Kommunikation in der Arbeitswelt“ wird an diesem Tag das Portal „labournet.tv“ ans Netz gehen. Das Online-Archiv mit Filmen über Arbeitskämpfe und Arbeitsbedingungen aus allen Teilen der Welt startet mit ungefähr 250 Filmen und Videoclips, nach denen über Länder und Rubriken recherchiert werden kann. Redaktionelle Verantwortung für das Portal hat die Filmemacherin Bärbel Schönafinger. Das Cineastenteam, das eng mit der Redaktion von Labournet Germany kooperieren wird, will durch seine Arbeit dazu beitragen, dass der historische Erfahrungsschatz der Arbeiterbewegung und ihre Kultur bewahrt wird. Doch besonderes Augenmerk soll den laufenden Auseinandersetzungen gelten. Darüber wird Filmmaterial gesichtet und falls nötig auf Deutsch untertitelt. So gibt es beispsw. UnterstützerInnen und Solidaritätsgruppen für kämpfende Belegschaften oder bedrohte GewerkschafterInnen wie in Kolumbien. Für ihre Arbeit ist es wichtig, Filme zu haben, um damit einen umfassenderen Eindruck der Situation zu vermitteln als es mit Texten möglich ist. Über das Internet können unsichtbar gemachte Erfahrungen werden sichtbar gemacht werden.

Die Redaktion versucht für geeignete Filme die Veröffentlichungsrechte zu erhalten. Da dies für viele kommerziell produzierte Filme nicht möglich ist, werden Nutzer darüber informiert, wo und wie diese Films zu beziehen sind. Genutzt werden kann auch der große Pool von aktivistisch produzierten Filmen, deren AutorInnen oft froh sind, wenn ihr Film eine möglichst breite Verbreitung findet. Diese Filme kann  in voller Länge gezeigt werden. Drittens gibt es die um  alte und vergessene Filme, die im Moment nirgends zu sehen und zu erwerben sind. Die Redaktion wird sich an die FilmemacherInnen wenden und anfragen, ob die Filme auf labournet.tv gezeigt werden dürfen.

Zur Eröffnungsmatinee am 30. Januar wird unter Beisein von zwei der gekündigten Arbeitern der Dokumentarfilm von Bruno Frederico „107 Sekunden – Arbeiter des Südens“ gezeigt. Der Film dokumentiert den eskalierten Konflikt zwischen dem Management des FIAT-Konzerns und den Belegschaften des Unternehmens, dessen Ausgang für die europäische Gewerkschaftsbewegung große Bedeutung haben wird.  

Veranstalter:

kanalB/vontent e.V. und Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin

 

Sonntag, den 30. Januar 2010 um 11 Uhr

fsk Kino, Segitzdamm 2, Berlin-Kreuzberg