Veranstaltung: Schutz von Arbeitnehmerrechten im Globalen Süden? Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen!

Podiumsdiskussion am 22.4.2020 18.00 Uhr im Verdi-Haus 18-20 Uhr

Welche Verantwortung tragen deutsche Unternehmen und Verbraucher,

  • wenn in Indien TeepflückerInnen unterhalb des gesetzlichen Mindestlohnes bezahlt werden und davon nicht leben können?
  • in Textilfabriken in Bangladesh oder Pakistan Sicherheitsstandards für Brandschutz, Gebäudesicherheit und Chemikaliensicherheit nicht eingehalten werden und hunderte von ArbeiterInnnen ums Leben kommen?
  • wenn in Bangladesh Arbeiter wegen Aktivitäten für die Gewerkschaft entlassen werden?
  • wenn in Südafrika in einer Platinmine streikende Arbeiter erschossen werden?

Wie wirken sich Renditeerwartung und Kostendruck auf Produzenten in Ländern des globalen Südens aus? Was bedeutet das für Arbeitsschutz, Umweltschutz und Sozialstandard?

Führt die Nichteinhaltung von Schutzvorschriften zugunsten von Arbeitnehmern im globalen Süden zu weiteren Lohndruck zulasten der Beschäftigten in den Industrieländern?

Haben Unternehmen, die sich nicht an menschenrechtliche Standards halten, einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen, die die Standards einhalten?

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Veranstaltung mit „Lula am Dienstag, den 11. März, in Berlin

Unter dem Titel „Verteidigung der Demokratie in Brasilien“ läd die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin ein zu einer Veranstaltung mit dem Gewerkschafter und ehemaligen Präsidenten Brasiliens, Luiz Inácio Lula de Silva. In der Einladung heißt es: „Auf Grund eines instrumentalisierten Justizprozesses, mit dem seine Präsidentschaftskandidatur 2018 verhindert wurde, saß Lula mehr als 500 Tage im Gefängnis. Unter der seit über einem Jahr amtierenden, rechtsextremen Regierung sind Menschenrechte sowie soziale und kulturelle Rechte der Brasilianer_innen ernsthaft bedroht. Die Demokratie und soziale Errungenschaften stehen auf dem Spiel.“

Dienstag, 10.3.2020

von 19.00 bis 21.30 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin (500 Plätze)

ohne Anmeldung

Simultan-Dolmetschung Portugiesisch -> Deutsch

Veranstalter:

  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • IG Metall
  • LAF – Lateinamerika-Forum Berlin e.V. – Foro de las Américas Berlín e. V.
  • FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika e. V.
  • Brasilien Initiative Berlin
  • KoBra – Kooperation Brasilien e. V.

Unterstützt durch:

  • Comitê Lula Livre de Berlim
  • Deutsche Initiative Lula Livre
  • Articulação de Mulheres Negras de Berlim
  • FIBRA – Frente Internacional de Brasileiros pela Democracia no Brasil e contra o Golpe

An die streikenden Kolleginnen und Kollegen in Frankreich !

Delegiertenversammlung der IGM Berlin am 3.März 2020 verabschiedet einstimmig Solidaritätserklärung an die streikenden Kolleg*innen in Frankreich !

 

250€ wurden anschliessend für den Solidaritätsfond gesammelt und überwiesen.  Der Brief mit der Solidaritätserklärung  ging an die Gewerkschaften Sud und CGT sowie an die internationale Abteilung beim IG Metall Vorstand.

Wir rufen alle akitven Gewerkschaftler in Deutschland auf, dem Beispiel zu folgen!

Hier der Text der Resolution:

„An die streikenden Kolleginnen und Kollegen in Frankreich!

Wir, die versammelten Kolleginnen und Kollegen der Delegiertenversammlung der IG Metall Berlin vom 3. März 2020 senden euch solidarische Grüße.
Wir unterstützen euren Streik und die Aktionen für den Erhalt eures umlagefinanzierten Rentensystems!
Wir verurteilen die Polizeigewalt gegen die Streikenden!

Wir haben in Deutschland vorerst den Kampf gegen die Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre verloren, werden aber weiter dagegen kämpfen. Deshalb stehen wir solidarisch an eurer Seite im Kampf gegen die Heraufsetzung des Eintrittsalters!

Wir erklären uns solidarisch mit dem Kampf gegen ein Gesetzesvorhaben, welches private Vorsorge als Ersatz für die gesetzliche Rente auch bei euch einführen will. Damit werden Rentenbeiträge umgeleitet in die Versicherungskonzerne und steigern deren Gewinne. Renten sinken und die Altersarmut steigt -so die Erfahrung bei uns inDeutschland, wo das Private-Vorsorge-Gesetz seit fast 20 Jahren wirkt.

Nur eine umlagefinanzierte Rente und Mindestrenten die zum Leben reichen, können vor Altersarmut schützen. Ein Erfolg eures Kampfes hat so auch Bedeutung für uns und die Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa.

Wir verurteilen die Anwendung des Verfassungsartikels 49.3 durch euren Präsidenten Macron der den demokratischen Prozess im Parlament übergeht und die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen stellen will.

Wir werden Geld sammeln und an eure Streikkasse überwiesen.

Mit solidarischen Grüßen
IG Metall Berlin
Alte Jakobstraße 14910 “

Antifaschismus ist Gemeinnützig

Was ist denn mehr gemeinnützig als das demokratische Gemeinwesen gegen seine Zerstörung und seine schlimmsten Feinde, die Faschisten, zu verteidigen?

Berliner Gewerkschaften rufen zur Solidarität mit der VVN-BdA auf!
Veranstaltung an 17.1., 17 Uhr im IGM Haus,  Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin, Deutschland

Es wird Zeit in die Offensive zu gehen. Antifaschismus und Eintreten für eine wehrhafte Demokratie müssen ebenso wie das Eintreten für Frieden, Umwelt und soziale Gerechtigkeit endlich voll als gemeinnützig anerkannt werden. Sie gehören explizit in die AO für Gemeinnützigkeit aufgenommen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass das selbstlose Eintreten für diese grundlegenden Ziele steuerlich nicht schlechter gestellt wird als zum Beispiel das Züchten von Kaninchen oder der Lobbyismus für Unternehmertum und reine Profitvorhaben.

Aber im Bundesfinanzministeriun wird das genaue Gegenteil geplant. Und nicht nur das. Auch vollkommen formal „unpolitischen“ Vereinen soll die steuerliche Förderung eingeschränkt werden, wenn ihr selbstloser Zweckbetrieb in konkreter Konkurrenz zu profitorientierten Unternehmen steht.

Wer in Sonntagsreden zivilgesellschaftlicheschaftliches Engagement, selbstlosen Einsatz für die Gemeinschaft anpreist und wehrhafte Demokratie einklagt, in der praktischen Steuerpolitik diese aber abstraft und ausblutet, stattdessen Hass duldet und Gier fördert, der ist durch und durch unglaubwürdig und gehört einschließlich der ihn tragenden Parteien abgewählt.

Allen Parteien, die diesen Kurs der Doppelmoral fahren, sei hiermit angekündigt: Wir werden das Thema nicht ruhen lassen. Die Aussetzung des Bescheids gegen die VVN-BdA reicht bei weitem nicht aus!

Hier der Link zur Veranstaltung auf Facebook :

https://web.facebook.com/events/2746832998714336

*Z – Anatomie eines politischen Mordes* – Filmvorführung des berühmten Polit-Thrillers

*_Der Film_*

*Frankreich, Algerien 1969, 127 min. / Regie:* Constantin Costa-Gavras  /Musik:* Mikis Theodorakis / *Drehbuch:* Constantin Costa-Gavras, Jorge Semprún
*Darsteller*innen:* Jean-Louis Trintignant, Irene Papas, Ives Montand u.a. / *Romanvorlage:* „Z“ von Vassilis Vassilikos

*Die Handlung:*
Der linke, pazifistische Politiker „Z“ wird bei einer Veranstaltung ermordet. Wer sind die Schuldigen? Die Ermittlungen stoßen auf Widerstand von offizieller Seite – doch ein mutiger Staatsanwalt bleibt dran und findet bald heraus, dass höchste politische Kreise in den Fall verwickelt sind…

Schauplatz ist ein fiktiver Staat, doch jedem Leser und jeder Zuschauerin von „Z“ war sofort klar, dass sich Buch und Film mit den realen politischen Ereignissen im Griechenland der 60er Jahre befassten: mit der Ermordung des Oppositionspolitikers Lambrakis im Jahr 1963 und mit den Hintergründen des Obristen-Putsches.
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Bekannter Arbeiteraktivist in Guangzhou inhaftiert

In der südlichen Stadt Guangzhou wurde am Dienstagnachmittag, dem 17. Dezember, ein junger Arbeiteraktivist, der am besten dafür bekannt ist, Hygienearbeitern bei der Verteidigung ihrer Rechte zu helfen, von der Polizei abgeführt.

Chen Weixiang, bekannt als „Xiangzi“, betrieb einen öffentlichen WeChat-Account namens „Heart Sanitation“ (心 心), der Nachrichten über die Kämpfe der Sanitärarbeiter veröffentlichte und Informationen über ihre gesetzlichen Rechte lieferte. Nur drei Tage vor Chens Inhaftierung veröffentlichte die Plattform beispielsweise einen Artikel über 130 Sanitärarbeiter im Stadtteil University Town in Guangzhou, denen 1,8 Millionen Yuan Lohnrückstände zustehen.

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Unterschriftensammlung „Antifaschismus ist gemeinnützig“!

Unser Einsatz für eine solidarische Gesellschaft ist unteilbar!

Öffentliche Erklärung zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA und andere Organisationen.

Wir verurteilen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) durch das Berliner Finanzamt aufs Schärfste. Wir sind beschämt, dass die Auschwitz-Überlebende und heutige Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Esther Bejarano diese Entscheidung erleben muss.

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Auch die IG Metall Berlin hat diese Erklärung in der Zwischenzeit unterschrieben.

Hier kann man unterschreiben: