Korea Madang: Schwimmen oder Untergehen? Wirtschaftskrise und Arbeitskonflikte im südkoreanischen Schiffbau

Der Korea Verband veranstaltet am 1.10. einen Korea Madang mit Elisabeth Schober zur Wirtschaftskrise und Arbeitskämpfen im Schiffbausektor Südkoreas.

1. Oktober 19  bis 20:30 Uhr,  Quitzowstr. 103, 10551 Berlin

Korea Madang: Schwimmen oder Untergehen? Wirtschaftskrise und Arbeitskonflikte im südkoreanischen Schiffbau!

Die Unternehmer verfolgen zwei Strategien :

1) massive Lohnabwertung innerhalb Koreas, auch mittels staatlich unterstützter “Umstrukturierungsprogramme”, was zur weitreichenden Prekarisierung von Arbeiter*nnen und unregelmäßig stattfindenden Arbeitskämpfen führt, und

2) ausländische Direktinvestitionen durch koreanische Firmen in den nahe gelegenen Billiglohnländern.

Es wird konkret gezeigt ,wie Arbeiter*innen in Südkorea und auf den Philippinen, wo eine koreanische Firma jüngst massiv in den Bau von Containerschiffen investiert hat, auf die Spannungen in diesem wichtigen Wirtschaftszweig reagiert haben.

Lehrreich für  Gewerkschafter !

Alle zur bundesweiten Demonstration „#unteilbar“ am 13. November in Berlin

Der AKI gehört zu den lokalen Erstunterzeichnern und ruft auf zur Teilnahme. Einen Treffpunkt für alle, die mit uns demonstrieren wollen, werden wir noch bekannt geben.

Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene und freie Gesellschaft

13. Oktober 2018 | Berlin, Alexanderplatz | Auftakt 12 Uhr | Demo ab 13 Uhr

 

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.

Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.

Während der Staat sogenannte Sicherheitsgesetze verschärft, die Überwachung ausbaut und so Stärke markiert, ist das Sozialsystem von Schwäche gekennzeichnet: Millionen leiden darunter, dass viel zu wenig investiert wird, etwa in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung. Unzählige Menschen werden jährlich aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Umverteilung von unten nach oben wurde seit der Agenda 2010 massiv vorangetrieben. Steuerlich begünstigte Milliardengewinne der Wirtschaft stehen einem der größten Niedriglohnsektoren Europas und der Verarmung benachteiligter Menschen gegenüber.

Nicht mit uns – Wir halten dagegen!

Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*- Feindlichkeit entschieden entgegen.

Wir sind jetzt schon viele, die sich einsetzen:

Ob an den Außengrenzen Europas, ob vor Ort in Organisationen von Geflüchteten und in Willkommensinitiativen, ob in queer-feministischen, antirassistischen Bewegungen, in Migrant*innenorganisationen, in Gewerkschaften, in Verbänden, NGOs, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Nachbarschaften, ob in dem Engagement gegen Wohnungsnot, Verdrängung, Pflegenotstand, gegen Überwachung und Gesetzesverschärfungen oder gegen die Entrechtung von Geflüchteten – an vielen Orten sind Menschen aktiv, die sich zur Wehr setzen gegen Diskriminierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung.

Gemeinsam werden wir die solidarische Gesellschaft sichtbar machen! Am 13. Oktober wird von Berlin ein klares Signal ausgehen.

#unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung Demonstration: 13. Oktober 2018 – 13:00 Uhr Berlin

Für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit!
Für ein solidarisches und soziales Miteinander statt Ausgrenzung und Rassismus!
Für das Recht auf Schutz und Asyl – Gegen die Abschottung Europas!
Für eine freie und vielfältige Gesellschaft!
Solidarität kennt keine Grenzen!

#unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Dokufilm „Vom hohen Preis des Goldes …“

Der Arbeitskreis Internationalismus läd ein zur Veranstaltung Im GRIECHISCHEN SALON:

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WANN | Donnerstag, 13. September 2018, 19:30 Uhr

WO | Regenbogenkino in der Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Seit Jahren gibt es in der Region Chalkidiki einen heftigen Konflikt um eines der größten Bergbau-Projekte Europas. Inmitten der Wirtschaftskrise vollzieht sich hier die Transformation Griechenlands zu einem extraktivistischen* Staat, gefördert durch die griechische Regierung und die Rohstoffpolitik der EU.

Doch der gesellschaftliche Widerstand ist groß. Insbesondere am Bau einer Goldmine in den alten Wäldern von Skouries eskalierte die Auseinandersetzung zwischen den AktivistInnen, dem internationalen Investor, der griechischen Regierung und den Bergarbeitern.Skouries_Flyer_Version.jpg

Der Film dokumentiert den demokratischen Kampf der Bevölkerung gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch hochriskanten Goldabbau. Die Oppositionsbewegung gegen die Ressourcenausbeutung wurde schnell zur Zielscheibe massiver staatlicher Repressionen. Jetzt stehen 450 Menschen vor Gericht.

Mitglieder des Komitees gegen den Goldabbau in Skouries und ein Vertreter von „Ende Gelände“ – einer Umwelt-Initiative, die sich in Deeutschland gegen den Braunkohlebergbau wehrt – diskutieren mit uns Perspektiven des Kampfes gegen Umweltzerstörung und Klimawandel.

 

Eintritt: 6,- Euro, 5,- (StudentInnen) bzw. 4,- Euro (Hartz 4-EmpfängerInnen)

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik,  attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

*Extraktivismus: Eine auf Rohstoff-Export und häufig auf Raubbau begründete Nationalökonomie.

Protest gegen die Verhaftung chinesischer Gewerkschaftsaktivist/innen

Auch der Arbeitskreis Internationalismus beteiligte sich an der von labournet.tv organisierten Protestaktion vor der chinesischen Botschaft am 28. August 2018. Am Ende der Kundgebung wurde ein Protestbrief in den Briefkasten der Botschaft gesteckt. Prinzipiell scheuen die Mitarbeiter der Botschaft  bei solchen Aktionen Geischt zu zeigen und Protestbotschaften entgegenzunehmen.

 

Shenzen, August 2018 – Im Zusammenhang mit dem Versuch von Arbeiter_innen, in der Schweißgerätefabrik Jasic eine Gewerkschaft aufzubauen, hat sich eine sehr zugespitzte Situation von Repression und eine ungewöhnliche Solidaritätsbewegung für die kämpfenden Arbeiter_innen entwickelt.

Im Juli waren sieben Arbeiter entlassen worden, weil sie versucht hatten eine Gewerkschaft aufzubauen. Die Proteste gegen die Entlassungen gingen den ganzen Monat über weiter und am 27. Juli wurden schließlich 29 Arbeiter_innen, Familienangehörige und Unterstützer_innen mit viel körperlicher Gewalt festgenommen und abgeführt.

Seit diesen Verhaftungen haben Gruppen von mutigen Protestierenden vor der Polizeistation die Freilassung ihrer Kolleg_innen verlangt. Tausende Universitätsstudent_innen haben einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie sich mit den Jasic Arbeiter_innen solidarisieren.

Die Repression hat schließlich staatsterroristische Züge angenommen, als am 11. August 2018 die Aktivistin Shen Mengyu entführt wurde. Sie ist in dem Video zu sehen, wie sie ein Rede hält. Nachdem sie ihr Mathematikstudium abgeschlossen hatte, entschied sich Shen Mengyu dafür Fabrikarbeiterin zu werden. Sie arbeitete bei einem Honda Zulieferer in Guangzhou und wurde dort zur Arbeiter_innendelegierten gewählt und daraufhin gefeuert. Danach begann sie mit aller Kraft, den Kampf der Jasic Arbeiter_innen zu unterstützen. Hier eine bewegende Stellungnahme von Mengyu, in der sie erklärt, weshalb sie nach ihrem Studium der Mathematik angefangen hat in der Fabrik zu arbeiten, und die brutalen Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter_inen anprangert.

Am 11. August wurde Mengyu von drei unbekannten Männern gezwungen in ein Auto zu steigen und entführt. Zwei Studenten, die diesen Vorgang beobachtet hatten gingen zur Polizei, die jedoch wichtige Details der Aussage nicht zur Kennnis nahm. Über Mengyus Verbleiben ist immer noch nichts bekannt. Mehrere andere Aktivist_innen und Stundent_innen, die die Jasic Arbeiter_innen unterstützt hatten, sind ebenfalls entführt worden.

Von den 29 Festgenommenen wurden 15 am 12. August entlassen. Sie berichten, dass sie während ihrer Haft mißhandelt und bedroht wurden.
Der Kampf um die Freilassung der verbleibenden 14 geht weiter, ebenso wie der Kampf der Arbeiter_innen für eine echte und repräsentative Gewerkschaft.

Der chinesische Gewerkschaftsdachverband (ACFTU) ist dabei eine gelbe Gewerkschaft in der Jasic Fabrik aufzubauen, und hat das Ansinnen der Arbeiter_innen, ihre eigene Gewerkschaft aufzubauen abgelehnt. Der Kampf in der Jasic Fabrik wird deshalb so heftig ausgetragen, weil die Arbeiter_innen politische und nicht bloß ökonomische Forderung haben. Sie fordern von einer Gewerkschaft repräsentiert zu werden, die in den Augen des Dachverbandes ACFTU ungeeingnet ist.

Die Unterstützungsbewegung für die Jasic Arbeiter_innen wächst weiter. Immer mehr Studierende reisen nach Shenzen, um ihre Solidarität zu zeigen und es hat sich eine feste Solidaritätsgruppe gegründet.

Hier gibt es Textvorlagen für Protestmails:
http://www.labournet.de/interventionen/solidaritaet/musterprotestbriefe-an-die-chinesische-regierung-und-den-allchinesischen-gewerkschaftsbund-wegen-der-repression-gegen-die-basis-gewerkschafter-von-jasic-in-shenzhen/

Quelle: labournet.tv

Hier gibt es auch ein kurzes Video über die chinesischen Kolleg/innen:
Video von labournet.tv

 

Migrantischer Gewerkschafter in Italien von Rechten erschossen

Die Berliner Gruppe der italienischen Organiation „Potere al Populo“ hat am Freitag vor verschiedenen Filialen von großen Lebensmittelketten in Neukölln ein Flugblatt verteilt, in dem die Kolleg/innen schreiben:

„Wir sind hier, um Ihnen mitzuteilen, dass es Menschen gibt, die auf den Feldern in Italien – und ganz Südeuropa – für 3,5 Euro/Stunde arbeiten, so dass Supermärkte wie Aldi, Lidl, Rewe, Netto und weitere Supermärkte (einschließlich Bio-Supermärkte) unter anderem hier in Deutschland ihren Kunden billiges Obst und Gemüse anbieten können. Diese Menschen werden jetzt nicht nur seit Jahren unter Bedingungen der Halbsklaverei ausgebeutet, sondern sie werden auch durch Schüsse getötet. Dies geschah letzten Samstag in den Feldern von Kalabrien im süden Italiens. Soumayla Sacko, Plantagen-Arbeiter und Gewerkschaftsaktivist wurde durch einen Kopfschuss aus knapp 60 Meter Entfernung erschossen, ein weiterer Arbeiter wurde durch die Schüsse verletzt. Die Hand, die Soumayla tötete, wurde von der neuen italienischen rechtsgerichteten Regierung bewaffnet, die Migranten (unabhängig von ihrem Status) den Krieg erklärt hat.“

Hier weitere Infos des Flugblatts:

Volantino_Sabato 9 giugno_deutsch

Veranstaltung zu innerkoreanischem Dialog

2017 eskalierten die Drohgebärden Nordkoreas und der USA, nachdem Nordkorea erfolgreich Interkontinentalraketen getestet hatte. Ein militärischer Konflikt mit weltweiten Auswirkungen schien unmittelbar bevorzustehen. Doch mit den olympischen Winterspielen in Südkorea 2018 kam die erhoffte Wende. Alle Zeichen standen auf Dialog und Wiederannäherung. Am 27. April kamen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-In erstmals für ein Gipfeltreffen zusammen.

Die Hoffnung auf eine weitere Annäherung wurde durch die US-südkoreanischen Militärmanöver getrübt. Daraufhin hatte Nordkorea weitere Gespräche mit Südkorea auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun sagte auch Trump das geplante Treffen mit Kim Jong-Un ab, obwohl sich Nordkorea an die Abmachungen hielt und sein Atomtestgelände geschlossen hat. Ist die Zeit der Gespräche schon wieder vorbei? Wie können Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel dennoch realisiert werden? Hierzu wollen wir gemeinsam mit Prof. Dr. Kim Jinhyang diskutieren, ein renommierter Praktiker für innerkoreanische Beziehungen.

Vortrag:Prof. Dr. Kim Jin-Hyang, mit Übersetzung vom Koreanischen ins Deutsche

Begrüßung und Moderation: Yann Werner Prell, Korea Verband

Dolmetscherin: Nataly Jung-Hwa Han, Korea Verband

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Zeit: Mittwoch, den 6. Juni 2018, um 19.00 Uhr (Eintritt frei)

Anmeldung erbeten: Per Mail an mail@koreaverband.de

Die Veranstaltung wird organisiert von:
416 Global Networks – Europa und dem Korea Verband
In Kooperation mit der Werkstatt der Kulturen, dem International Peace Bureau, NatWiss und dem AK Internationalismus der IG Metall.

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Stiftung Umverteilen für eine solidarische Welt.

Stadt Gladbeck will Auftritt der türkischen Musikgruppe Grup Yorum verbieten

Das Auftrittsverbot von „ Grup Yorum“ ist Ausdruck der fortgesetzten Einschränkung demokratischer Rechte und Kultur in unserem Land

2016 konnte die Gruppe noch unbehelligt bei der Rosa Luxemburgkonferenz auftreten. aber schon im Juni 21016 wurde der Auftritt der Band auf einem Fest der Alevitischen Gemeinde in Gladbeck verboten. Bei einem antirassistischen Fest in Fulda sollte die Gruppe Grup Yorum als Zugpferd auftreten. Doch die Stadt verhängte ein Auftrittsverbot, begründet damit, dass Grup Yorum »vom Verfassungsschutz kritisch eingestuft« werde.

Erneut wird jetzt ein Auftritt der Band auf dem „rebellischen Musikfestival“ verboten, das am Pfingsten in Thüringen stattfinden soll und den Veranstaltern mit dem Abbruch des Festivals gedroht.
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Griechenland: SItuation der Flüchtlinge / Widerstand und kollektive Alternativen

Der Arbeitskreis Internationalismus ruft als Mitveranstalter zur Teilnahem an der folgenden Veranstaltung auf, die im Rahmen des Besuches einer Delegation von griechischen Gewerkschafter/innen und sozialen Aktivist/innen des Solidaritätsprojekts in Berlin geplant ist:

 

 

Höcke auf Gewerkschaftsdemo in Eisenach unerwünscht

Als Siemens-Beschäftigte im November 2017 in Erfurt einen Schweigemarsch gegen befürchtete Massenentlassungen durchführten, hatte auch der AfD-Landesvorsitzende Höcke im Kopfblock dieser Demo teilgenommen, ohne daran gehindert worden zu sein. Die Wiederholung einer solcher Instrumentalisierung auf der Demo der Opelaner gegen die Erpressungspolitik ihrer Geschäftsleitung  am 24. April in Eisenach scheiterte nun. Die IG Metall-Kolleginnen und Kollegen gaben ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er hier nicht nicht erwünscht ist und drängten ihn und sein AfD-Häufchen aus der Demonstration.
Hier ein You-Tube-Kurzvideo zur Opeldemo in Thüringen:
Höcke unerwünscht

 

 

 

Kampf der Altersarmut!

Aktualisierter Beitrag (Stand 18. April 2018)

 

 

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