Andere Länder

Karte_Bamako_Kayes

Senegal – Afrika mit der Gewerkschaft

Die diesjährige Globalisierungsreihe des DGB führte mich nach Afrika. Obwohl der Senegal nur ca. 6 Flugstunden von uns entfernt ist, gehen die Uhren „schwarz Afrika“ ganz anders. Wir hatten viele Termine, die selten pünktlich anfingen, einen auch beim dortigen Gewerkschaftsverband „UNSAS“, den es seit 1990 gibt. Dort antwortete man auch mal mit Zahlen auf unsere Fragen, was es sonst leider nicht gab. So erfuhren wir das ein Arbeiter etwa 400 000 CFA-Franc = 615 € pro Monat bekommt. Ja man kann davon leben, aber der Lebensstandart ist mit unseren überhaupt nicht vergleichbar. Weiterlesen

Solidaritätsgrüße nach Griechenland

Die Situation in Griechenland lässt die Gesellschaften in Europa kalt.  Es gibt Aktionen der Solidarität und Unterstützungserklärungen. Wir dokumentieren hier einige.

Solidariedade com o Povo Grego!
Oxi! Oxi! Oxi!
Não! Não! Não!
Não a uma União Europeia desumanizada que só serve o Grande Capital!
Sim a uma Europa dos Povos, da Solidariedade e Entreajuda!

Manifestação de Apoio ao Povo GregoConcentração Solidariedade Povo Grego

 

 

 

 

Und hier eine Unterstützungserklärung aus Asien:

Statement of Solidarity with the People and Government of Greece FINAL

EUROGENDFOR

Erstmals wird jetzt die EU-Privatarmee auf einen Einsatz vorbereitet, die sich für den Abmarsch nach Griechenland bereit macht. Kaum ein Europäer kennt diese Geheimtruppe, die auf den Namen EUROGENDFOR hört. Was es damit auf sich hat, verrät der folgende Bericht:

Bericht bei uhupardo

 

 

DGB + Mitgliedsgewerkschaften unterstützen Demo gegen TTIP am 10. Oktober 2015

17.07.2015

Der DGB ist im Juni dem Trägerkreis beigetreten, der die geplante Demonstration „TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ am 10. Oktober 2015 in Berlin organisiert.

Mehr unter:

DGB gegen TTIP

TiSA-Verhandlungen – Uruguay steigt aus

Ausstiegs-Entscheidung fiel nach einer mehrmonatigen Debatte

Von Harald Neuber
Die linksgerichtete Regierungskoalition Frente Amplio (Breite Front) im südamerikanischen Uruguay hat Anfang September die Verhandlungen über ein globales Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen, kurz TiSA, nach einer mehrmonatigen Risikoabschätzung abgebrochen. TiSA wird derzeit zwischen rund 50 Staaten weltweit, darunter sämtliche EU-Staaten und die USA, hinter verschlossenen Türen verhandelt. Mit dem Ausstieg hat Uruguay das Vorhaben und vergleichbare neoliberale Freihandelsverträge insgesamt in Frage gestellt.

Weiterlesen

Geduld mit Tsipras ist erschöpft

Eine Welle von Streiks und Protesten rollt durch Griechenland. Nicht nur die Matrosen bleiben an Land. Am Dienstagabend legten die Beschäftigten der Athener U-Bahn, der Straßenbahn und der Stadtbahn die Arbeit nieder. Sie wehren sich gegen die geplante Zusammenlegung der drei Bahngesellschaften, die zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen könnte.

Weiterlesen

Die südkoreanische Regierung hat den Gewerkschaften des Landes den Krieg erklärt.

Eine Kampagne von LabourStart

SK 2887

 

Die südkoreanischen Gewerkschaften hatten friedlich gegen eine geplante Arbeitsrechtsreform protestiert, als die Polizei ihre Demonstration  blockierte und mit Wasserwerfern angriff, wobei 51 Gewerkschafter_innen verhaftet wurden. Ein Kollege, der vom Wasserwerfer getroffen wurde, liegt seitdem im Koma.

Vor einigen Tagen hat die Polizei acht Büros der Koreanischen Konföderation der Gewerkschaften (KCTU) und ihrer Mitgliedsgewerkschaften und Regionalbüros durchsucht. Es wurden Computer, externe Festplatten und Sitzungsunterlagen beschlagnahmt.

Darüber hinaus wurde eine Haftbefehl für Sang-gyun Han, den Vorsitzenden der KCTU, erlassen. Er befindet sich momentan sozusagen im Kirchenasyl im buddhistischen Jogyesa-Tempel.

Die internationale Arbeiter_innenbewegung, darunter der Internationale Gewerkschaftsbund und die globale Gewerkschaftsbranchenverbände, haben zu einer massiven Online-Protest-Kampagne aufgerufen.

Wir müssen möglichst schnell tausende vn Gewerkschafter_innen weltweit mobilisieren, um diese brutale Repression zu verurteilen.

Bitte nehmt Euch einen Moment Zeit, um einen Nachricht an die Koreanische Regierung zu schicken, und diesen Aufruf weiterzuverbreiten.

Zur Kampagne

 

Vielen Dank!

Eric Lee

ThyssenKrupp zerstört ganze Dörfer

kampagnenlogo_stop_mad_mining

Wasserknappheit statt fruchtbarer Felder, Arbeitslosigkeit statt einträglicher Familienbetriebe: mehr als 1000 Familien wurden in Mosambik zwangsumgesiedelt — und ihre Heimat zur Kohlemine für ThyssenKrupp. Eine faire Entschädigung für all das Leid? Fehlanzeige! ThyssenKrupp behauptet einfach, von diesen Mißständen nichts zu wissen. Der Stahl- und Rüstungskonzern lässt zu, dass seine Zulieferer Menschenrechte verletzen — damit er weiter billige Kohle für sein dreckiges Geschäft beziehen kann. Lassen wir ThyssenKrupp diese Tatenlosigkeit nicht durchgehen. Sorgen wir für öffentlichen Wirbel, damit der Konzern endlich reagiert.

SumOfUS hat dazu eine Petition gestartet. Mehr dazu hier:
Petition von SumOfUs

 

 

Abschiebung trotz Lebensgefahr

Ahmad Pouda
Kein Erbarmen kannten die bayerischen Behörden: Der ehrenamtliche IG Metall-Flüchtlingsbetreuer Ahmad Pouya musste im Januar Deutschland in Richtung Afghanistan verlassen. In seiner Heimat bedrohen ihn die Taliban wegen seiner politischen Lieder mit dem Tod.
Der 33-jährige ist an geheimem Ort untergetaucht und will versuchen, mit einem Künstlervisum nach Deutschland zurückzukehren. Die IG Metall unterstützt ihn dabei. Pouya, der seit sechs Jahren in Deutschland lebte, hat sich ehrenamtlich in der IG Metall-Flüchtlingsberatungsstelle „Der Laden“ engagiert. Mit seinem Flüchtlingschor ist er im Fernsehen und beim Bundespräsidenten aufgetreten, zudem war er Hauptdarsteller im Flüchtlingsdrama „Zaide“ an der Münchner Oper.

Bereits vor seiner Flucht haben die Taliban einen Anschlag auf Pouya verübt, da er als Arzt für eine französische Hilfsorganisation tätig war. Für die bayerischen Behörden zählte dies nicht: Die im Dezember ausgesetzte Abschiebung sollte im Januar vollzogen werden. Pouya reiste vorher „freiwillig“ aus. Das IG Metall-Flüchtlingsbüro „Der Laden“ sammelt Spenden, um Pouya zu helfen, sein Leben zu retten:

derladen@igmetall.de

aus: einblick März 2017