Antifaschismus und Antirassismus

Antifaschismus und Antirassismus …

 

 

Aufruf zur Demo am 20. Juni

Aufruf

Europa. Anders. Machen.
demokratisch – solidarisch –  grenzenlos

Es soll eine große Demonstration am Samstag, 20.Juni
13 Uhr, Oranienplatz Berlin-Kreuzberg geben.

In Europa hat man heute allen Grund, entsetzt zu sein. Europas
demokratisches und soziales Versprechen ist zu einer Farce
verkommen. Angesichts des Massensterbens im Mittelmeer und des
brutalen Kürzungszwangs im europäischen Süden ist die
Schmerzgrenze längst überschritten: Statt der einst gepriesenen
europäischen Werte von Vernunft, Gerechtigkeit, Freiheit und
Demokratie herrscht der technokratische Wahnsinn. Am 20. Juni, dem
internationalen Weltflüchtlingstag und dem Beginn der weltweiten
Griechenland-Solidaritätswoche, wollen wir daher öffentlich auf
den Straßen Berlins ausrufen: Dieses Europa agiert nicht in
unserem Name.

Der Arbeitskreis internationalismus unterstützt den Aufruf.

Link zum gesamten Aufruftext:

http://europa-anders-machen.net/aufruf

Nicht mit uns

11351238_442550319240512_422695274039431599_n„Fähren statt Lager“ – Rechte und Perspektiven für Flüchtlinge

Solidarität statt Unterwerfungsdiktate  – für ein Ende der Poltik
der Entrechtung und Verarmung der griechischen Bevölkerung
durch die „Institutionen“

Demonstation am Samstag den 20. Juni
13 Uhr O-Platz

Wir sehen uns am Samstag

Veranstaltung: “Krieg der Erinnerungen in der Ukraine und in Deutschland”

kde_ukrErinnerung an den Holocaust vs. Rehabilitierung nationalistischer Kollaborateure?

3. Juli 2015, 19 Uhr, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, Berlin, Saal B, 2. Etage

Der „Krieg der Erinnerungen“ tobt in der Ukraine heftiger denn je.

Die Geschichte des Landes wird zunehmend aus ethnisch-nationalistischer Sicht dargestellt. In die behauptete Traditionslinie eines hundertjährigen Kampfes um nationale Unabhängigkeit werden auch nationalistische Milizen, Kollaborateure des Nazi-Reiches und Freiwillige der Waffen-SS eingereiht.

Die Erinnerung an den Holocaust, der schon zu Sowjetzeiten als Marginalie behandelt wurde, droht verloren zu gehen. Jedes dritte Holocaust-Opfer stammte aus der Ukraine – aber noch immer gibt es kein zentrales Mahnmal, kaum Literatur. Stattdessen gibt es in Politik und Gesellschaft eine Rehabilitierung jener, die als Komplizen am Holocaust beteiligt waren.

Auch in Deutschland haben „antitotalitäre“ Deutungsmuster sowie die Gleichsetzung von kommunistischer Herrschaft und Nazireich Konjunktur. Auch hier droht durcheinanderzugeraten, wer während der NS-Herrschaft Täter, wer Opfer war.

Unsere Referentinnen und Referenten berichten über die unterschiedlichen Formen der Erinnerung an den Holocaust, über ihren Kampf gegen das Vergessen und gegen die Rehabilitierung der Täter.

Auf dem Podium:

Boris Zabarko, Kiew. Historiker und Vorsitzender der Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischer Konzentrationslager.

Günter Morsch, Oranienburg. Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Grzegorz Rossolinski-Liebe, Berlin. Historiker, Experte zur Geschichte der Organisation Ukrainischer Nationalisten/Ukrainische Aufständische Armee (OUN-UPA).

Koveranstalterin: VVN-BdA Berlin. Gefördert von der Stiftung Erinnerung-Verantwortung-Zukunft (EVZ) und der Bertha-von-Suttner-Stiftung.

Rassismus in der Ukraine

Wir spiegeln hier den erschütternden Bericht eines Afrikaners aus der Ukraine, deren demokratische Vorzüge mit dem Blick auf Russland in vielen unserer Medien  gerne betont werden.  Quelle: Website von The VOICE Refugee Forum Germany – Flüchtlinge und Asyl in Deutschland  

Zeugnis eines afrikanischen Überlebenden und Opfers von täglichem Rassismus, organisiertem Verbrechen und Mafiastrukturen in der Ukraine

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Dokumentation zu Rassismus und Diskriminierung gegenüber Louis Oseloka Abutu und seiner Familie und zu seinem Kampf in der Nigerianischen Community gegen Rassismus in der Ukraine

„Als ich eines Abends gegen Ende April 2014 nach der Arbeit nach Hause kam, fühlte ich mich traumatisiert angesichts der andauernde Erniedrigung und Einschüchterung durch rassistische Gewalt und Schikane in der Ukraine. Insbesondere die Gefahr durch den ukrainischen Militärgeheimdienst „Defense Intelligence Agency“ verhaftet zu werden, war sehr groß. Es kam mir oft in den Sinn, dass es für mich, nachdem ich die Armee als Deserteur verlassen hatte, das Beste wäre, das Land zu verlassen. Dies war in der Tat eine äußerst schwerwiegende Entscheidung für mich, dass ich der rassistischen Verfolgung oder dem Tod durch das Regime entkommen musste und zusammen mit meiner Familie in Deutschland Schutz suchen musste, wenn ich sicher sein wollte zu überleben.“

Mein Name ist Luis Oseloka Abutu. Ich bin in Onitsha, Anambra State, Nigeria geboren. Im Jahr 1997 verließ ich Nigeria und ging in die Ukraine. Dort trat ich der BILIE-Bewegung (Indigene Bevölkerung des Biafra-Landes im Exil) bei und wurde vor einigen Jahren ihr Repräsentant für Osteuropa.

Ich besitze die ukrainische Staatsbürgerschaft. 17 Jahre lang habe ich in der Ukraine gelebt. Seit meiner Ankunft bin ich Rassismus durch die normale Bevölkerung, die Mafia und durch staatliche Behörden ausgesetzt gewesen – wie jeder andere Schwarze Mensch in der Ukraine auch.

Rassismus gegenüber Schwarzen ist ein allgemeines Problem in der Ukraine, wie zahlreiche Dokumente beweisen. Viele meiner Schwarzen Freunde, die wie ich viele Jahre dort gelebt hatten, haben das Land mittlerweile verlassen.

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Breiter Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Berlin

Angemeldet waren 500 Menschen, erwartet wurden über 3000,  dann stieg die Teilnehmerzahl auf  mehr als 10 000 und nach der letzten Schätzung der Veranstalter sogar auf bis zu  12 000: Berlin Nazifrei hatte aufgerufen, am Samstag, 7. Mai, gegen den Aufmarsch von Neonazis zu protestieren und „Für ein solidarisches Berlin“ zu demonstrieren. Ein breites lokales Bündnis von  demokratischen Gruppen und Parteien, Gewerkschaften, Linken und Autonomen machte deutlich, dass Nazis und rassistisches Gedankengut aus Sicht der Mehrheit der Berliner keinen Platz in ihrer Stadt haben.

Mehr im Blog „Beobachter News“

Beobachter News-Artikel v. 10.5.2016

Ausstellung „Zeit des Schreckens“

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Einladung zur Vernissage

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 27. Oktober, um 18 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

ZEIT DES SCHRECKENS
Kriegsverbrechen der Wehrmacht auf Kreta

27. Oktober bis 16. Dezember 2016

MedienGalerie
ver.di Berlin-Brandenburg
Dudenstraße 10, 10965 Berlin
U-Bhf Platz der Luftbrücke, Bus 104

Ausstellung der Initiative Deutschlands unbeglichene Schuld(en), Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e.V., Werketage e.V.

Solidaritätserklärung des AKI mit dem Verlagshaus Evrensel

Die Situation für vom Staatsregime der Türkei unabhängige Journalisten , Wissenschaftler, Kulturschaffende und Verlage wird immer unerträglicher. Solidarität mit dem Verlagshaus Evrensel !

 
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In den letzten 4 Monaten sind dutzende Fernsehsender, Zeitungen, Radios, Nachrichtenagenturen und Verlage verboten worden. Hunderte Journalisten sind festgenommen, verhaftet und ihre offiziell anerkannten „gelbe Presseausweise“ annulliert worden, gleichzeitig haben sie Ausreiseverbot bekommen. Zudem sind bekannte Autorinnen bzw. Wissenschaftlerinnen wie Aslı Erdogan und Necmiye Alpay, die sich für Frieden und Demokratie einsetzen, in Haft genommen worden. Berichte über Misshandlung und Folter in den Gefängnissen breiten sich aus. Es gibt weder handfeste Beweise oder rechtlich transparente Verfahren, sondern es wird anhand willkürlicher Anschuldigungen über angeblichem „Bezug zu Putschisten und terroristischen Organisationen“ verhaftet und verurteilt.

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Veranstaltungshinweis: Was tun gegen Rechts?

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Frank VincentzEigenes Werk –Mahnmal Solinger Bürger und Bürgerinnen in Solingen

Am Mittwoch, 18.01.2017 | 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr DGB Haus –Berlin, Keithstraße 1+3

Was tun gegen Rechts? / Faschismus – Kapitalismus – Gewerkschaften

Das Tempo, mit der rechte Ideologien, Bewegungen und Parteien in Deutschland wieder an Einfluss gewinnen, die Menschenverachtung und Brutalität, die sie ganz offen an den Tag legen, ist erschreckend. Dabei ist die Nachricht, dass Gewerkschaftsmitglieder überproportional AfD wählen, ein Schlag ins Gesicht aller linken Gewerkschaftsaktiven. Denn Gewerkschaften leisten bis heute eine wichtige Arbeit gegen rechts. Wie konnte es zu dieser rechten Offensive kommen? Wie nicht verzweifeln angesichts ähnlicher Entwicklungen in vielen anderen Ländern? Ein Blick in die Vergangenheit, eine Befragung und Auswertung früherer Versuche und Kämpfe kann helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden:  Wir wollen uns mit den Analysen und Ideen eines Menschen beschäftigen, der sich in den 1920er und 30er Jahren mit dem Aufstieg des deutschen Faschismus beschäftigt hat: Walter Benjamin. Weniger bekannt ist, dass Benjamin sich in der gleichen Zeit der Arbeiterbewegung in einer intensiven Auseinandersetzung sehr angenähert hat.  Zusätzlich wollen wir uns konkrete Beispiele anschauen: Welche Rolle spielt verkürzte Kapitalismuskritik z. B. in Form von Geld- und Zinskritik damals und heute.  Außerdem wollen wir uns mit dem Februarstreik 1941 gegen die antisemitischen Maßnahmen und Deportationen von Jüdinnen und Juden beschäftigen. Es geht darum, aus Erfahrungen und Deutungen der Vergangenheit zu lernen, und auch Mut, Optimismus und Handlungsperspektiven zu gewinnen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Für Getränke und Snacks wird gesorgt. Um besser planen zu können, freuen wir uns über Eure Anmeldung bei katharina.bergmann@dgb.de.

Referenten:

Frank Voigt promoviert über Walter Benjamins Verhältnis zur Arbeiterbewegung. Er ist Mitglied der GEW, Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Ludwig-Rosenberg- Kolleg am Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum assoziiert.

Christoph Gollasch promoviert im Ludwig-Rosenberg-Kolleg zu Arbeiterbewegung und Judentum über linke Rezeption der Geld und Zinskritik von Silvio Gesell und arbeitet als historisch politischer Bildner am Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain und der Gedenkstätte Ravensbrück.

Johanna Lauber hat an der Global Labour University studiert, promoviert über die Kooperation von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in den Europäischen Sozialforen mit Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung und ist in der GEW aktiv.

Nein zum globalen Trumpismus!

global-trumpismus-neinIm Rahmen internationaler Proteste zur Amtseinführung von  Trump finden kommenden Freitag auch Aktionen in Berlin statt. Ein breites Bündnis ruft zur Teilnahme auf, siehe Link. Aktuell sollen auch Verdi und GEW mitmachen. Nach der letzten Pressekonferenz und der Bekanntgabe seiner Mitstreiter sollte wohl klar sein, dass eine Clinton von Übel gewesen wäre, aber ein Trump in vielem noch eine Schippe drauflegt und sich weltweit eine „große Koalition“ von extrem Rechten mit ihm auf dem Vormarsch befinden. Ich bitte darum, den Aufruf auf unsere Webpage zu stellen, mit einzuladen und eine persönliche  Teilnahme zu überlegen.

Hier der Link mit dem Deutschen Text zum Aufruf des Bündnisses:

Aufruf des Bündnisses 20.1