Internationale gewerkschaftliche Kontakte und Kooperationen

DC-Konferenz

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild von der Internationalen Konferenz von Daimler-Chrysler-Beschäftigten in Berlin 2006. Mehr dazu in der Broschüre „Solidarität statt Konkurrenz“

Der Arbeitskreis Internationalismus ist Teil eines basisgewerkschaftlichen Netzwerkes. Hier finden sich Dokumente aus diesem Kontext.

Kontakte und Kooperationen entstanden zu KollegInnen aus folgenden Ländern:

Widerstand und internationale Solidarität in Griechenland nach den Wahlen

 Gute Nacht FM

Evridike Bersi, Journalistin aus Athen

Gregor Kritidis, Historiker und Autor

geben ihre Einschätzungen über den Wahlausgang und die Stimmung in Griechenland

Moderation: Kalle Kunkel (Teilnehmer der Solidaritäts-Reisegruppe), Willi Hajek (AK Geschichte)

 

 

 Freitag, 13. Februar 2015, 19 Uhr,

im Familiengarten, Oranienstraße 34, 10999 Berlin (U-Bhf. Kottbusser Tor)

Der kräftige Linksruck in Griechenland ist vor allem auch den zahlreichen Initiativen der Selbsthilfe und den Aktivitäten der Basisgewerkschaften zu verdanken.

Ohne die gelebte Solidarität, beispielsweise in den sozialen Gesundheitszentren, ohne die vielfältigen Formen des Widerstandes wären sicherlich mehr verarmte und enttäuschte WählerInnen den faschistischen Demagogen auf den Leim gegangen.

Mit der Bildung der neuen Regierung werden die vielfältigen Initiativen der sozialen Selbst- und Nachbarschaftshilfe und des politischen Widerstandes nicht überflüssig. Ganz im Gegenteil – ihre politischen und außerparlamentarischen Mobilisierung entscheidet mit darüber, ob SYRIZA dem Druck seiner äußeren und inneren Gegner standhalten kann.

Inwieweit es gelingen kann, den Auseinandersetzungen um die Austeritätspolitik auf griechischer und europäischer Ebene eine neue Dynamik zu verleihen, ist derzeit offen. Welche Möglichkeiten zeichnen sich also ab?

Folgende Fragen sollen u.a. besprochen werden:

  • Die gegenwärtige Situation in Griechenland als Folge der Politik der Troika, die Vorstellungen von Syriza und die neue Situation nach den Wahlen
  • Werden Syriza in Griechenland und Podemos in Spanien zusammen zu einem neuen linken Hoffnungsträger im europäischen Widerstand gegen die Austeritätspolitik?
  • Hat die griechische Widerstandsbewegung reelle Chancen, neue politische und gesellschaftliche Aktions- und Organisationsformen zu entwickeln?

 

Griechenlandsolidarität Berlin
AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West

weitere Infos unter: griechenlandsoli.wordpress.com/ www.facebook.com/griechenlandentscheidet

900 Teilnehmer/innen auf der Griechenland-Soli-Demo

Unter dem Motto: „Griechenland ist nicht allein“ versammelten sich am Samstag, 14. März über 900 Demonstranten vor dem Bundesfinanzministerium.

 

Guenter No longer slaves

 

Das Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin hatte dazu aufgerufen. Günter Triebe, Mitglied der Ortsverwaltungder IG Metall Berlin,  verlas eine Erklärung der Gewerkschaften. In allen Reden wurde die deutsche Austeritätspolitik gegenüber Griechenland, die für die Bevölkerung dort  Entrechtung und Verarmung bedeutet, scharf kritisiert.
Mit griechischer Musik und Sprechchören gegen die Troika und die reichen Profiteure ihrer Politik ging die Demo bis zum Brandenburger Tor zur Abschlusskundgebung.

AUFRUF – Gewerkschaftliche Solidarität gegen Krieg und Not in der Ukraine

Ukraine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die politische Situation in der Ukraine ist alarmierend. Es herrscht Krieg. Die Kämpfe haben
bereits Tausende von Toten gefordert.
Wie lange der aktuelle Waffenstillstand hält, wissen wir nicht. Doch die soziale Not wächst.
Die Wirtschaft steht vor dem Kollaps und das tägliche Überleben der Menschen wird immer
schwieriger. Große Teile von Industrie und Bergbau sind durch den Krieg lahm gelegt
worden. Insbesondere die Versorgung mit Wärme und Energie wird immer wieder
unterbrochen. Unter der neuen Regierung von Arseni Jazenjuk und Petro Poroschenko
galoppiert die Inflation, was dazu führt, dass die Lebenshaltungskosten um ein Vielfaches
gestiegen sind. Die Löhne für Beschäftigte im öffentlichen Dienst wurden gesenkt, viele
wurden entlassen oder in den unbezahlten Urlaub geschickt. Gleichzeitig hat die Regierung
zahlreiche Sozialleistungen radikal gekürzt oder ganz gestrichen. Ausstehende Löhne der
Kohlekumpel werden nicht in vollem Umfang ausgezahlt, Zechen sollen geschlossen werden.
Die ukrainische Regierung folgt mit solchen Maßnahmen den drastischen Sparauflagen von
Europäischer Union und Internationalem Währungsfond, die auch Ländern innerhalb der
Europäischen Union wie Griechenland, Spanien, Portugal oder Irland auferlegt worden sind.

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„Factory Complex“ – Filmpremiere und Gespräch

Der Korea Verband zeigt am 15. Juni 2016 in Berlin gemeinsam mit dem Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin und dem INKOTA netzwerk e.V. den Film „Factory Complex“ erstmalig mit deutschen Untertiteln.

Juni 15, 18:00 – 21:00
Eintritt frei

Factory-Complex-Flyer-Seite-1

Über den Film
Südkoreas Wirtschaftskraft setzt die Welt in Erstaunen. Wie sehr sie jedoch auf der Ausbeutung von Arbeitskräften basierte, wurde bislang kaum wahrgenommen.

Der Videokünstler Im Heung-soon, dessen Mutter in einer Textilfabrik arbeitete, macht sie sichtbar: Arbeiterinnen, die die Grundlage für Südkoreas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht schufen und dafür mit ihrer Gesundheit, oft mit dem Leben bezahlten. Im Heung-soon spannt den Bogen zur globalisierten Konsumwelt von heute, in der es wiederum Frauen sind, die in Textilfabriken, der Elektroindustrie, in Supermärkten, Callcentern oder als Servicekräfte den Laden am Laufen halten, kaum genug zum Leben verdienen und immer freundlich lächeln. Die nüchterne Chronik der Ausbeutung, erzählt in Interviewpassagen, durchwebt er mit surrealistisch-experimentellen Performances. Sie individualisieren den Schmerz derjenigen, die sonst als Masse und Humankapital wahrgenommen werden.

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Veranstaltung „Gewerkschaften und das Referendum in der Türkei“

Der Arbeitskreis Internationalismus unterstützt die VERANSTALTUNG:

„Gewerkschaften und das Referendum in der Türkei“

15. März 2017 um 18 UHR
IG METALL HAUS

Das bevorstehende Referendum in der Türkei rückt immer näher. Es existieren zahlreiche, teilweise kontroverse Positionen. Welche Auswirkungen jedoch hat das Referendum auf türkische Gewerkschaften?

Darüber wollen wir diskutieren. Dazu hat der Migrationsausschuss der IG Metall Berlin Arzu Çerkezoğlu, Generalsekretärin der Gewerkschaft DISK (Türkiye Devrimci İşçi Sendikaları Konfederasyonu) eingeladen. Mit ihr, sowie Vertretern der türkischen Partei Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), wollen wir die möglichen Auswirkungen des Referendums erörtern, die
dieses auf die türkischen Gewerkschaften haben kann.

Dazu lädt der Migrationsausschuss alle interessierten Kolleginnen und Kollegen am 15. März um 18:00 Uhr ins IG Metall Haus, Alwin Brandes Saal, ein. Die Veranstaltung wird in türkischer und deutscher Sprache stattfinden.

http://www.igmetall-berlin.de/aktuelles/meldung/gewerkschaften-und-das-referendum-in-der-tuerkei/

Einladung zur Filmvorstellung „Combat au bout de la nuit – Fighting Through the Night O.m.engl.U.“

Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin und Regenbogenkino laden ein:

Zur langen Filmnacht !

Freitag den 24. März um 19 Uhr im Regenbogenkino // Lausitzer Straße 24, 10999 Berlin Kreuzberg

combatcombataubout
Blick nach Griechenland

Combat au bout de la nuit – Fighting Through the Night O.m.engl.U.

Can16, 285 Min, Doku, R+K+B: Sylvain L’Espérance

Mit Gästen der gewerkschaftlichen Griechenland Soli-Reisegruppe

„Sylvain L’Espérance gelingt es, mit den Augen eines Fremden einen beeindruckenden Bogen über zwei Jahre Krise in Griechenland zu spannen, die er weniger mittels Fakten, als vielmehr mittels großartiger Impressionen einzufangen vermag und dabei erst am Ende einer gewissen Didaktik erliegt, die treffsicher einen Verdacht zu untermauern weiß, den einer der Arbeiter vormals in die Stammtischrunde warf: „Wenn Wahlen wirklich irgendeine Veränderung mit sich bringen könnten, dann würden sie abgeschafft.“

Der Film feierte in der Panorama-Sektion der Berlinale 2017 seine Premiere.

Wir spielen den Film mit einer Pause. Dort gibt es einen Imbis und die Möglichkeit zur Diskussion.

Protest gegen Haftstrafen für indische Gewerkschafter bei Maruti Suzukki

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Aus dem Labournet:

Ob in Delhi, Chennai, Mumbai oder Kolkata – am 05. April 2017 waren in allen größeren Städten Indiens Proteste zu registrieren, meist organisiert von den großen Gewerkschaftsverbänden, oft aber auch von alternativen Zusammenschlüssen, die sich mit den 13 zu lebenslanger Haft verurteilten Gewerkschaftern von Maruti-Suzuki solidarisierten, ihre Freilassung und die Wiederaufnahme der juristischen Bearbeitung der Vorfälle von 2012 forderten – als Alternative zur jahrelangen Justizfarce, die in dem skandalösen Terrorurteil enden sollte, was sie aber keineswegs tut. Aber protestiert und solidarisiert wurde auch weltweit, von Tokio bis San Francisco und Stuttgart bis Manila. Was zu einem führt: Zu guten Voraussetzungen, den Kampf um die Freiheit der Maruti 13 – der immer auch ein Kampf um Gewerkschaftsfreiheit gegen Unternehmerterror ist – erfolgreich zu führen. Siehe dazu mehrere aktuelle Beiträge
http://www.labournet.de/?p=114590

IndustriAll berichtete über die Gründe der Inhaftierung und den Protest der Arbeiter.

http://www.industriall-union.org/life-sentences-for-maruti-suzuki-workers

Das Netzwerk „Internationale Automobilarbeiter-Koordination“ rief zu Solidaritätsaktionen auf:

IAC2019_10.015_DE_Indien_Freiheit-fuer-Suzuki-Maruti-Arbeiter

Selbstorganisation und Widerstand Fotoreportage – Diskussion – Filmvorführung

FL-FotoRe-A5.pdf

Seit gut 9 Jahren befindet sich Griechenland in der «Krise». Das Spardiktat der Troika hält die griechische Gesellschaft seitdem im Würgegriff. Perspektivlosigkeit und soziale Unsicherheit sind zur Normalität für weite Teile der Gesellschaft geworden.

Immer mehr Menschen erkennen, dass ihnen der griechische Staat und die Troika keine würdevolle Perspektive mehr bieten können und organisieren sich unabhängig. Dabei ist der Widerstand gegen die Krise und deren Auswirkungen äußerst vielfältig. Proteste gegen Privatisierungen, Zwangsversteigerungen und den Ausverkauf von Bodenschätzen und die damit einhergehende Umweltzerstörung verzahnen sich mit Besetzungen von leerstehenden Häusern durch Geflüchtete, dem Aufbau solidarischer Kliniken oder Volksküchen und Nachbarschaftszentren.

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„Die Fäden der Macht“ – Film- und Diskussionsveranstaltung mit Gaby Weber

Der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall lädt ein:

Freitag den 25. August 2017 ab 18:00 Uhr im IG Metall-Haus
Alte Jakobstr. 148, Nähe U-Bahnhof Hallesches Tor

Während der Zeit der Militärdiktatur in Argentinien (1976-83) war die dortige Niederlassung des Daimler-Konzerns Tatort von Menschenrechtsverbrechen. Insgesamt siebzehn Gewerkschafter der Mercedes Benz Argentina wurden entführt, in Folterzentren verschleppt oder ermordet. Nur drei überlebten, von vierzehn weiteren fehlt bis heute jede Spur. Gegen die Firmenleitung besteht der Vorwurf mit dem argentinischen Militär, das derzeit auch Hauptabnehmer ihres Unimog war, zusammen gearbeitet zu haben und so ihre unbequemen Gewerkschafter, die zugleich die fähigsten und kämpferischsten Arbeiter waren, an diese verraten und ausgeliefert zu haben.

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