Italien

Info-Veranstaltung mit dem entlassenen FIAT-Kollegen Marco Pignatelli und dem Regisseur

des Films „107 Sekunden – Arbeiter des Südens“ Bruno Frederici Weiterlesen

Migrantischer Gewerkschafter in Italien von Rechten erschossen

Die Berliner Gruppe der italienischen Organiation „Potere al Populo“ hat am Freitag vor verschiedenen Filialen von großen Lebensmittelketten in Neukölln ein Flugblatt verteilt, in dem die Kolleg/innen schreiben:

„Wir sind hier, um Ihnen mitzuteilen, dass es Menschen gibt, die auf den Feldern in Italien – und ganz Südeuropa – für 3,5 Euro/Stunde arbeiten, so dass Supermärkte wie Aldi, Lidl, Rewe, Netto und weitere Supermärkte (einschließlich Bio-Supermärkte) unter anderem hier in Deutschland ihren Kunden billiges Obst und Gemüse anbieten können. Diese Menschen werden jetzt nicht nur seit Jahren unter Bedingungen der Halbsklaverei ausgebeutet, sondern sie werden auch durch Schüsse getötet. Dies geschah letzten Samstag in den Feldern von Kalabrien im süden Italiens. Soumayla Sacko, Plantagen-Arbeiter und Gewerkschaftsaktivist wurde durch einen Kopfschuss aus knapp 60 Meter Entfernung erschossen, ein weiterer Arbeiter wurde durch die Schüsse verletzt. Die Hand, die Soumayla tötete, wurde von der neuen italienischen rechtsgerichteten Regierung bewaffnet, die Migranten (unabhängig von ihrem Status) den Krieg erklärt hat.“

Hier weitere Infos des Flugblatts:

Volantino_Sabato 9 giugno_deutsch

Soforthilfe für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gesellschaften und Mitgliedsländer der Europäischen Union!

6.4.2020

In Italien, Spanien und Frankreich sind mehrere zehntausend Menschen schwer am Corona-Virus erkrankt. Ihr Überleben ist von einer gut ausgestatteten Krankenhausversorgung mit ausreichenden intensivmedizinischen Einrichtungen abhängig.

Das Gesundheits- und Krankenhauswesen dieser Länder wurde während und nach der Euro-Krise massiv eingeschränkt. Es ist infolgedessen nicht mehr in der Lage, diesen schwer erkrankten Menschen angemessen beizustehen.

Wir fordern deshalb die leitenden Instanzen der Europäischen Union, der Eurozone und die Regierungen ihrer weniger betroffenen Länder Deutschland, Niederlande und Österreich sowie des De Facto-Mitgliedslands Schweiz auf, diesen Menschen und den um ihr Überleben kämpfenden Beschäftigten der italienischen, spanischen und französischen Krankenhäuser beizustehen.

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