Freihandel ja – Menschenrechte nein?

Zum Handelsabkommen der EU mit Kolumbien und der Andengemeinschaft

Mittwoch, 13.05.2009 / 19.00 Uhr

ReferentInnen:
* Luciano Sanin (Kolumbianische Gewerkschaftsschule ENS, Medellín)
* Aura Rodriguez (Plattform Menschenrechte, Demokratie & Entwicklung, Bogotá)
* Peter Fuchs (WEED, Berlin)

Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, Berlin. Versammlungsraum, Aufgang III
Spanisch mit deutscher Übersetzung Mehr erfahren

Widerstand gegen die EU-Freihandels-offensive in Lateinamerika

mit Senator Jorge Robledo (Kolumbien) und William Rodriguez (Nicaragua)

Moderation: Heike Hänsel, MdB DIE LINKE Mehr erfahren

rostro de la resistencia – das Antlitz des Widerstands

Eine Ausstellung des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika FDCL e.V. und der Kolumbienkampagne Berlin

Ort: ver.di MedienGalerie im Haus der Buchdrucker
Dudenstr. 10 – 10965 Berlin-Kreuzberg

Ausstellungszeit: 16.4. – 22.5.2009 Mehr erfahren

IG Metall protestiert beim Präsidenten Kolumbiens Uribe gegen Morddrohungen

Aufgrund der kontinuierlichen Morddrohungen an kolumbianischen GewerkschafterInnen und europäischen AktivistInnen. richtete Berthold Huber, erster Vorsitzender der IG Metall, folgenden Protestbrief an den kolumbianischen Präsidenten – Álvaro UribeDer Brief wurde direkt an den Präsidenten und an die kolumbianische Botschaft per E-Mail gesendet. Weiterlesen

Coca Cola, die Paramilitärs und die Solidaritätskampagne

Eine Chronologie

30. Juli 1990 Avelino Achicanoy Erazo, Arbeiter beim Abfüllunternehmen Nariñense S.A. Coca Cola, wird in Pasto während eines Streikes der Gewerkschaft Sinaltrainal ermordet.

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Protest gegen kolumbianische Wirtschaftsmesse

Gewerkschafter und Menschenrechtsgruppen demonstrieren vor dem Berliner Kino Babylon

Von M. Daniljuk

Berlin. Bei der Eröffnung der Wirtschaftsinitiative ExpoKolumbien protestierten heute in Berlin soziale Organisationen und Menschenrechtsgruppen. Das Wirtschaftsforum verfolgt das Ziel, Kolumbien als „einen attraktiven Markt für Infrastruktur, Gesundheitswesen und Agrarindustrie“ zu präsentieren. Mittelständische deutsche Unternehmen sollen als potentielle Investoren über die „günstigen Investitionsbedingungen“ informiert werden. Begleitet wird das Wirtschaftsforum von einem Kulturprogramm. So startete heute im Berliner Programmkino Babylon eine Filmreihe zum kolumbianischen Film. Weiterlesen

Protestaktion vor dem Babylon am 25.10.09

Ca 40-50 Leute waren gekommen, um durch Kurzreden und Videobeiträge, Flugblätter und Flyer die ZuschauerInnen über die realen Verhältnisse in Kolumbien zu informieren.Das Informationsmaterial wurde fast vollständig verteilt.

aus der Pressemitteilung:

Das Musterland Kolumbien hat Dreck am Stecken
Protestaktion und Videokundgebung vor dem Kino Babylon Mitte am Sonntag, 25.10.2009, anlässlich der „Expo Kolumbien“ Weiterlesen

Alle drei Tage ein politischer Mord

Kolumbianische Gewerkschaften kritisieren Verhandlungen der EU über ein Freihandelsabkommen mit Bogotá.

Ein Gespräch mit Rodolfo Vecino Acevedo

Von Harald Neuber

Rodolfo Vecino Acevedo ist Rechtsanwalt bei der Gewerkschaft der Erdölarbeiter (USO) in Kolumbien

Herr Vecino, bis zum Jahresende will die Europäische Union einen Freihandelsvertrag mit der kolumbianischen Regierung abschließen. Sie bereisen derzeit mehrere EU-Mitgliedsstaaten, um diesen Abschluss zu verhindern. Weshalb? Weiterlesen

»Einheiten des Militärs in Konzernanlagen stationiert«

In Kolumbien arbeiten Multis, Paramilitärs und Armee Hand in Hand. 21 ermordete Gewerkschaftsführer. Gespräch mit Rodolfo Vecino Acevedo

Interview: André Scheer

Rodolfo Vecino Acevedo ist Mitglied des nationalen Vorstands der kolumbianischen Erdölarbeitergewerkschaft USO
Kolumbien gilt seit Jahren als das für Gewerkschafter gefährlichste Land der Welt. Wie ist die aktuelle Situation?
Nach wie vor werden hier Kolleginnen und Kollegen ermordet. Erst kürzlich wurde ein Aktivist der Indígena-Bewegung umgebracht, im September starb in Córdoba ein Funktionär der Lehrergewerkschaft. Seit Jahresbeginn wurden bislang 21 Führungsmitglieder der sozialen Organisationen und der Gewerkschaften ermordet. Damit ist die Zahl der seit dem Amtsantritt von Álvaro Uribe Velez als Präsident 2002 ermordeten Aktivisten auf rund 470 angestiegen.

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Freihandel versus Menschenrechte?

Infoveranstaltung mit Rodolfo Vecino Acevedo von der kolumbianischen Gewerkschaft USO

Zeit: Montag, den 12. Oktober um 19 Uhr
Ort: im Raum 112 (1.Stock) im Haus der IG Metall*,
Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin (U-Hallesches Tor)

Vom „Modell Kolumbien“ sprach Carlo Olaya, Vorstandsmitglied der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL, auf der 2008 von LaborB organisierten Konferenz „Visions of Labour“. Das modellhafte sah er in einem Herrschaftssystem, das eine formelle demokratische Fassade aufrecht erhält, jedoch gleichzeitig Gewerkschaften und soziale Bewegungen mit terroristischen Mitteln bekämpft. Gelänge es nicht, – so fuhr der Gewerkschafter fort – dieses Modell zum Scheitern zu bringen, könne es zum Exportschlager werden und auch in anderen Ländern zur Anwendung kommen. Mehr erfahren