Nicaragua

Delegationsbesuch II

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Kooperation mit GewerkschafterInnen aus Nicaragua geht zurück bis zur Teilnahme an den Brigaden zur Unterstützung des befreiten Nicaragua in den 80er Jahren. Im Mittelpunkt stand dann bis Ende der 90er Jahre der Austausch mit dem MEC, einem Frauenprojekt, das aus den sandinistischen Gewerkschaften entstanden ist.

Das Jahr nach dem Hurrikan „Mitch“

Bericht über eine Reise nach León, Nicaragua

Dia-Vortrag und Diskussion

Veranstalterin: Frauen-AG des Arbeitskreises Internationalismus der IGM Verwaltungsstelle Berlin

Wann: Montag, 8. November 1999, um 18:00 Uhr

Wo: IGM-Haus, Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin (U-Bhf. Hallesches Tor), Großer Saal im 5. Stock

Gast: Christian Ströbele (MdB Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Bundestagsausschuß für wirtschaftliche Zusammenarbeit; angefragt) Mehr erfahren

„Mitch“ dreht ab – doch die Katastrophe bleibt!

Mittelamerika braucht unsere Solidarität auch noch morgen noch!

Informationsveranstaltung:

Samstag, 19.12.1998, 19 Uhr, Ort: TU-Mathegebäude, Hörsaal H1, Straße des 17.Juni 136 (gegenüber TU-Hauptgebäude) U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz

Themen:

  • Einführung: VertreterIn der Soidaritäts-Initiativen
  • Länderberichte: Charlie Whitaker (Nicaragua), Erika Harzer (Honduras)
  • Schuldenerlaß: Angela Baehr (INKOTA Netzwerk e.V. Berlin)

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Konzept „Austausch ist keine Einbahnstrasse“ – intercambio 2

Der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Verwaltungsstelle Berlin setzt sich zusammen aus abhängig Beschäftigten, StudentInnen, Auszubildenden und Arbeitslosen verschiedenen Alters. Aus einer IGM-Jugendarbeitsgruppe heraus gründeten wir 1993 diesen Arbeitskreis, um die Internationalismus-Arbeit über den gewerkschaftlichen Jugendbereich hinaus in der Gesamtorganisation zu integrieren. Viele von uns beschäftigen sich schon seit über 10 Jahren in verschiedener Weise mit dem Thema „Internationale Solidarität“. Wir arbeiten innerhalb der IG Metall, weil wir wollen, dass gerade in Gewerkschaften mehr inhaltliche Auseinandersetzung über internationale Zusammenhänge und den Nord-Süd-Konflikt stattfindet und Strategien gegen das wachsende Nord-Süd-Gefälle entwickelt werden. Weiterlesen

Clean Clothes Campaign (CCC) verurteilt Gewalt in Freien Produktionszonen in Nicaragua

maquiladoresnica

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert die sofortige Freilassung von 13  ArbeiterInnen in Nicaragua. Diese forderten bessere Arbeitsbedingungen, wie sauberes Trinkwasser, realistische Stückzahlen als Zielvorgaben für das Tagesproduktionssoll und die Wiedereinstellung von zwei entlassenen Gewerkschaftern. Die angeklagten ArbeiterInnen aus Tipitapa sollen nun zu 3,5 bzw. 7 Jahren Gefängnis verurteilt werden. Heute, am Montag Nachmittag (28.11.2016) wird das Urteil gesprochen.

Bitte unterstützen Sie diese Eilaktion und senden Sie diesen Brief (esta carta) an die deutsche Botschaft in Nicaragua!

Hier gibt es mehr Informationen zu dem Fall:

CCC-Website

Für ein freies und sozial gerechtes Nicaragua. Erklärung aus der deutschen Solidaritätsbewegung, September 2018

In Nicaragua revoltieren seit April 2018 große Teile der Bevölkerung gegen die Regierung des Präsidenten Daniel Ortega. Er und seine Ehefrau Rosario Murillo, die seit Januar 2017 auch Vizepräsidentin ist, beantworten die Revolte mit brutaler Gewalt, die kaum jemand für möglich gehalten hat. Der Staat mordet, inhaftiert, verfolgt.

Geplante soziale Einschnitte bei der Rentenversicherung waren der letzte Anlass für die Revolte. Student*innen ergriffen die Initiative, Bäuer*innen, kleine Gewerbetreibende, die Frauenbewegung und Bewohner*innen städtischer Armenviertel schlossen sich an. Die Protestbewegung ist breit und vielfältig. Auch die Unternehmerverbände stellten sich auf die Seite der Opposition, die katholische Kirche versucht zwischen Protestbewegung und Regierung zu vermitteln.

Es ist wie ein Alptraum aus vergangener Zeit: Die Polizei wird als bewaffneter Stoßtrupp gegen die Bevölkerung eingesetzt. Paramilitärs, Heckenschützen und gekaufte Schläger führen „Säuberungen“ im Staatsauftrag durch. Gezielte Kopfschüsse, Verhaftungen und Verfolgung. Verwundeten wird die Notversorgung in Krankenhäusern verweigert, Maskierte durchkämmen Viertel und Häuser. Mehrere hundert meist junge Menschen wurden getötet, tausende verletzt, viele wurden entführt, gefoltert und bleiben verschwunden. Zehntausende werden ins Exil getrieben. Die Regierung verteufelt die Protestierenden als Terroristen und kriminalisiert sie mit einem eigens beschlossenen Antiterrorgesetz. Nicaraguanische und internationale Menschenrechtsorganisationen klagen die Regierung schwerster Menschenrechtsverletzungen an. Durch die Auswirkungen der aktuellen politischen Situation auf die wirtschaftliche Aktivität sind zudem viele Menschen in existentielle Not geraten.

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Veranstaltung: Nicaragua – Mögliche Auswege aus der Sackgasse?

Diskussionsveranstaltung mit Mónica Baltodano, Julio López und Amaru Ruiz.

Sonntag, 14. Oktober, 18 Uhr, Aquarium am Südblock (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin)

Mindestens 317 Todesopfer, hunderte politische Gefangene und Verschwundene, immer neue Berichte von Folter: Seit April 2018 kommt Nicaragua nicht zur Ruhe. Bei fortlaufenden Massenprotesten fordert die Bevölkerung eine Demokratisierung des Landes, eine unabhängige Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen der letzten Monate sowie den Rücktritt der Regierung Ortegas. Bisher ohne Erfolg. Die Polizei und paramilitärische Gruppen unterdrücken die Protestbewegung massiv und setzen dabei auf brutale Gewalt. Der Versuch einer friedlichen Lösung durch einen Nationalen Dialog scheiterte. Die Gesellschaft ist zutiefst gespalten und auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der soziopolitischen Krise haben gravierende Ausmaße angenommen.

Wie kann es nun weitergehen? Welche Strategien verfolgen die unterschiedlichen Akteure der Protestbewegung und welche politischen Perspektiven gibt es für das Land? Welchen Beitrag könnten internationale Solidaritätsbewegungen für einen Ausweg aus der Krise leisten?

Unsere nicaraguanischen Gäste geben Einblicke in die aktuellen Entwicklungen. Zu Gast sind:

Mónica Baltodano: Ehemalige sandinistische Kommandantin und Teil des Führungskaders der FSLN. Von 1997-2002 saß sie für die FSLN im Parlament. 2005 bricht sie mit der FSLN und gründet die Sandinistische Erneuerungsbewegung (MRS), für die sie von 2007 bis 2012 Abgeordnete ist. Aufgrund von öffentlichen Äußerungen gegen das Regime Ortegas wurde sie mehrfach bedroht.

Julio López: Ist einer der historischen Führer der FSLN und war u.a. bei der Endoffensive gegen Diktator Somoza in Managua dabei. Er ist Politikwissenschaftler und war in den achtziger Jahren Verantwortlicher der FSLN für internationale Beziehungen. Heute leitet er die Stiftung Popol Na, die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen durchführt.

Amaru Ruiz: Ist Vorsitzender der Fundación del Río, die sich für den Schutz der natürlichen Ressourcen Nicaraguas einsetzt. Ein Auslöser der Proteste im vergangenen April war ihr Engagement gegen die Nicht-Reaktion der Regierung auf einen verheerenden Brand im Naturreservat Indio Maíz.

Unsere Moderatorin, Erika Harzer, hat Langezeit in Nicaragua gelebt und ist Autorin für Radiofeature, Dokumentarfilme und Printreportagen.

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (Spanisch-Deutsch) und ist eine Kooperationsveranstaltung von: Nicaragua-Solidarität Berlin, INKOTA-netzwerk e.V. und SOSNicaragua-Alemania

Freiheit für die politischen Gefangenen in Nicaragua! * Montag, 10. Dezember 2018 um 17 Uhr Wittenbergplatz *

Einladung zur Mahnwache

In Nicaragua protestieren seit April 2018 große Teile der Bevölkerung gegen die Regierung des Präsidenten Daniel Ortega. Er und seine Ehefrau Rosario Murillo, die seit Januar 2017 auch Vizepräsidentin ist, beantworten die Proteste seit Beginn mit brutaler Gewalt, die kaum jemand für möglich gehalten hat. Der Staat mordet, inhaftiert, verfolgt.

Was: Mahnwache für die Freilassung der politischen Gefangenen in Nicaragua
Wann: Montag, 10. Dezember um 17.00 Uhr
Wo: Auf dem Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg

Mehrere hundert Menschen wurden getötet, Tausende verletzt, Hunderte wurden entführt, inhaftiert oder bleiben verschwunden. Zehntausende wurden ins Exil getrieben. Die Protestbewegung wird von der Regierung unter Rückgriff auf ein im Juli 2018 eigens beschlossenes „Antiterrorgesetz“ kriminalisiert. Inzwischen werden Demonstrationen gegen die Regierung gar nicht mehr zugelassen.

Gegenwärtig befinden sich in den Gefängnissen mindestens 552 politische Gefangene, darunter 56 Frauen. Viele der Inhaftierten wurden unter absurden Anschuldigungen und mithilfe gekaufter Zeugen zu langjährigen Freiheitstrafen verurteilt. In der Haft sind sie teils grausamen und entwürdigenden Behandlungen ausgesetzt. Viele wurden gefoltert und sexueller Gewalt unterworfen. Familienangehörigen wird vielfach der Kontakt verweigert.

Nicaraguanische und internationale Menschenrechtsorganisationen klagen die Regierung seit Monaten schwerster Menschenrechtsverletzungen an. Wir fordern die nicaraguanische Regierung auf

* einen ernstgemeinten politischen Dialog und die Suche nach einer politischen Lösung sofort aufzunehmen.
* die politischen Gefangenen sofort freizulassen und die Paramilitärs zu entwaffnen.
* eine Internationale Untersuchung aller seit April begangenen Verbrechen und Menschenrechtsverstöße (egal von welcher Seite) zuzulassen. Die dafür Verantwortlichen müssen von * unabhängigen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden.
* Wir fordern die deutsche Bundesregierung, den Berliner Senat, die Parteien, die Gewerkschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft auf, sich für die Verhafteten, die intern Vertriebenen und für die Exilierten einzusetzen.

Kommen Sie zur Mahnwache für die Freilassung der politischen Gefangenen in Nicaragua Montag, 10. Dezember um 17 Uhr auf dem Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg.

Aufrufende Organisationen:
Arbeitskreis Internationalismus, IG Metall Berlin; Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL); Grupo por la Vida, la Paz y la Democracia en Nicaragua, Berlin; INKOTA-netzwerk e.V.; Nicaragua-Solidarität Berlin; SOS Nicaragua-Berlin; Städtepartnerschaft Kreuzberg – San Rafael del Sur e.V.