Diskussionsveranstaltung mit Kevin Li von der Organisation Globalization Monitor aus Hongkong / am 2. Dezember in Berlin

Arbeitskampf und öffentlicher Einkauf
High-Tech-Sweatshops in China – Was kann die öffentliche Hand tun?

Der Aktivist der Arbeitsrechtsorganisation Globalization Monitor (www.globalmon.org.hk) Kevin Li berichtet über die Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie Chinas. Im Anschluss daran wird die Frage diskutiert, wie die öffentliche Hand in Deutschland zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der chinesischen Elektronikindustrie beitragen kann.

Kevin Li wird anhand der zwei Beispiele des Touchscreenherstellers Wintek und des Batterieherstellers Gold Peak die aktuellen Arbeitskämpfe in der chinesischen Elektronikindustrie veranschaulichen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter wehren sich vor allem gegen erzwungene, exorbitante Überstunden und deren unzureichende Bezahlung, gegen Gehaltskürzungen ohne vorherige Verhandlungen, gegen gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und gegen die Unterdrückung von Gewerkschaften.

Öffentliche Einrichtungen wie Gemeinden, Universitäten oder Schulen können diesen Arbeitskampf effektiv unterstützen, indem sie beim Einkauf von Elektronikprodukten wie z.B. Computern von den Unternehmen die Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte verlangen. Als erste Stadt hat Zürich den Einkauf von Computern nach öko-fairen Bedingungen durchgesetzt und somit große Markenfirmen wie Dell, HP oder Apple gezwungen, diesem Bereich größere Aufmerksamkeit zu schenken. In Deutschland setzt sich WEED für die Umstellung auf eine öko-faire Beschaffungspraxis von Computern ein. Erste Ausschreibungen, die auch soziale Standards berücksichtigen, befinden sich in Vorbereitung.

Berlin, Mittwoch 02.12.2009, 19 Uhr Lesung
Ort: Ver.di Medien Galerie, Dudenstrasse 10, Veranstaltet von WEED in
Kooperation mit AK Internationalismus der IG Metall, Inkota, Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)