„Europäische Gewerkschaften – Interessenvertretung der Beschäftigten oder Co-Management?“

Stefanie Hürtgen stellt auf der Veranstaltung ihr Buch „Transnationales Co-Management – Betriebliche Politik in der globalen Konkurrenz“ vor.

Das Buch hat Interviews deutscher, französischer und polnischer Euro-Betriebsräte zur Grundlage. Dabei wird deutlich, dass gewerkschaftliche Aktivitäten die oft unterstellte rein nationalstaatliche Orientierung überwunden haben. Doch Hürtgens Untersuchung macht auch deutlich, dass sich auch die europäische Gewerkschaftsarbeit oft auf Standortverteidigung und Lobbyarbeit für das „eigene Unternehmen“ beschränkt.

* Was sind die Ursache dieser Orientierung auch bei GewerkschafterInnen, die sich im Interview mit Hürtgen als klassenkämpferisch und politisch links definieren?
* Wie realistisch sind angesichts einer weitgehend auf Co-Management ausgerichteten europäischen Betriebsratsarbeit Erwartungen in eine länderübergreifende kämpferische Interessenvertretung?

Diese Fragen werden nach der Veranstaltung Gegenstand der gemeinsamen Diskussion sein.

Veranstaltet von Internationale KommunistInnen.

Freitag, 15.05.2009, 20 Uhr,
Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a