Gedenken an Burak Bektas in Berlin Neukölln

Am 5. April 2012 wurde Burak Bektas, ein Jugendlicher mit türkischen Wurzeln, zusammen mit Freunden von einer bis jetzt nicht eindeutig überführten Person niedergeschossen. Burak starb, seine Freunde konnten die Tat überleben. Obwohl es sehr starke Anzeichen für einen rassistischen Mord im Stil des NSU gab, und in einem ähnlichen Fall kurz darauf ein Täter mit neonazistischer Einstellung verurteilt wurde, stehen die Berliner Polizei und Justizbis heute ohne greifbare Ermittlungsergebnisse da. Der Anwalt der Familie Bektas wies in einem Kundgebungsbeitrag darauf hin, dass nicht die Rede davon sein kann, dass die Polzei – so das offizielle Statement – in alle Richtungen ermittle. Es habe bisher nicht einmal eine Anfrage zu den verdächtigten Personen an die mit solchen Vorfällen befassten staatlichen Dienste  gegeben.

Am 6. Jahrestags des Mordes hatte ein Bündnis zu einem Gedenkmarsch aufgerufen, an dessen Ende die Einweihung eines Denkmals für den Getöteten stand.  800 Menschen, jung und alt, beteiligten sich am vergangenen Sonntag, den 8. April an dieser Demonstration. Sie war dem Gedenken an Burak Bektas gewidmet und war gleichzeitig eine mutmachende Solidaritätsaktion gegen Rassismus und Neofaschismus. Im Folgenden ein paar Eindrücke von der Aktion: Audios zu den Kundgebungsbeiträgen gibt es auf der Website der Initiative:
http://burak.blogsport.de/