Kolumbien: Einigung auf Friedensabkommen

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Die kolumbianische Community Berlins feierte am 24. September vor dem Brandenburger Tor die Einigung zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC

Presseerklärung deutscher Memschenrechts- und Entwicklungsorganisationen zum Friedensabkommen in Kolumbien

Im Folgenden veröffentlichen wir eine Einschätzung des Abkommens und seiner Möglichkewiten durch einen Autor der sozialistischen Linken in Kolumbien. Dieses Statement ist als Heft bei der Rosa Luxemburg Stiftung erschienen und steht zum Download bereit:

„Den Pullover anziehen,während wir ihn stricken“ (von Juan Houghton)

 
In Kolumbien haben die FARC und die Regierung sich am 23. Juni auf einen definitiven Waffenstillstand geeinigt. Ein weiterer Schritt hin zu einem umfassenden Friedensabkommen, mit dem in den nächsten Wochengerechnet wird. Damit ein solches Abkommen Aussichten auf Erfolg hat, ist eine starke Mobilisierung der Bevölkerung nötig, sagt Juan Houghton, Aktivist der Congreso de los Pueblos und Leiter der Stiftung Ensayospara la Promoción de la Cultura Política. Im vorliegenden Text, einem Beitrag zur Diskussion der kolumbianischen Linken, plädiert er für eine nüchterne Bestandsaufnahme: Ethisch und politisch sei es nicht verantwortbar, den bewaffneten Konflikt fortzusetzen. Angesichts der andauernden Bedrohung durch paramilitärischeStrukturen werde es aber nur dann größere Spielräume für eine zivile linke Politik geben, wenn der Druck aufdie Regierung auch nach der Unterzeichnung eines Abkommens aufrechterhalten wird.

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