Migrantischer Gewerkschafter in Italien von Rechten erschossen

Die Berliner Gruppe der italienischen Organiation „Potere al Populo“ hat am Freitag vor verschiedenen Filialen von großen Lebensmittelketten in Neukölln ein Flugblatt verteilt, in dem die Kolleg/innen schreiben:

„Wir sind hier, um Ihnen mitzuteilen, dass es Menschen gibt, die auf den Feldern in Italien – und ganz Südeuropa – für 3,5 Euro/Stunde arbeiten, so dass Supermärkte wie Aldi, Lidl, Rewe, Netto und weitere Supermärkte (einschließlich Bio-Supermärkte) unter anderem hier in Deutschland ihren Kunden billiges Obst und Gemüse anbieten können. Diese Menschen werden jetzt nicht nur seit Jahren unter Bedingungen der Halbsklaverei ausgebeutet, sondern sie werden auch durch Schüsse getötet. Dies geschah letzten Samstag in den Feldern von Kalabrien im süden Italiens. Soumayla Sacko, Plantagen-Arbeiter und Gewerkschaftsaktivist wurde durch einen Kopfschuss aus knapp 60 Meter Entfernung erschossen, ein weiterer Arbeiter wurde durch die Schüsse verletzt. Die Hand, die Soumayla tötete, wurde von der neuen italienischen rechtsgerichteten Regierung bewaffnet, die Migranten (unabhängig von ihrem Status) den Krieg erklärt hat.“

Hier weitere Infos des Flugblatts:

Volantino_Sabato 9 giugno_deutsch