Polizeigewalt meist juristisch folgenlos

90 Prozent der Ermittlungsverfahren wegen rechtswidriger Polizeigewalt werden eingestellt – Nur in 3 Prozent der Fälle wird Anklage erhoben – Übergriffe bleiben fast folgenlos/Unabhängige Ermittlungsstelle gefordert

Die Bundesrepublik hat ein strukturelles Problem mit rechtswidriger Polizeigewalt. Das ergab eine Auswertung des Kriminologen und Juristen, Prof. Tobias Singelnstein von der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ. So gab es 2016 2383 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte wegen rechtswidriger Gewaltausübung. Dennoch wurden 90 Prozent der Verfahren eingestellt (2132). In nur 2,34 Prozent der Fälle wurde Anklage erhoben bzw. ein Strafbefehl erlassen. (aus: Report Mainz)

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Ruhr-Uni-Studie für Report Mainz