Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

karlo_va_berlin_karte_web
Buchvorstellung und Diskussion mit Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner

Donnerstag • 6. April 2017 • 19.00 Uhr DGB-Haus Berlin • Wilhelm-Leuschner-Saal • Keithstrasse 1/3 • 10787 Berlin

In den derzeitigen Verhandlungen der europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und des internationalen Währungsfonds mit Griechenland über die Fortsetzung des Schuldendienstes fordert vorrangig Deutschland weitere Maßnahmen, die anhaltend zu Verarmung und wirtschaftlicher Ruinierung führen. Die eigenen Schulden infolge von Krieg, Vernichtung und Besatzung in den Jahren 1941 bis 1944 sind dabei längst unter den Tisch gekehrt. Die heutigen Gläubiger- und Machtverhältnisse sind
jedoch ohne die Geschichte nicht denkbar. Nach dem Krieg wurde alles getan, um die offenen Forderungen nach Reparationen und Entschädigungen zahlreicher Opfergruppen und Länder abzuwehren, so auch die von Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und für die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert.

Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner analysieren in diesem Arbeits- und Dokumentenband die Kontexte, die strategischen Optionen und Taktiken des deutschen Vorgehens, die in der Ausklammerung der Reparationsfrage aus dem De-Facto-Friedensvertrag von 1990 („Zwei-plus- Vier-Vertrag“) kulminierten.

Veranstalter: Initiative Deutschlands unbeglichene Schuld(en), DGB Berlin-Brandenburg, Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e.V., Buchladen Schwarze risse und Metropol Verlag.

Eintritt frei.