„Aufruf für ein egalitäres Europa“

Karl Heinz Roth, Arzt und Historiker aus Hamburg, ist immer wieder ein guter Ideengeber für die kapitalismuskritische Kräfte in der Bundesrepublik gewesen. 2003 war er auch als Referent zu Gast im Haus der IG Metall anlässlich des 70jährigen Gedenken an die Besetzung der Gewerkschaftshäuser durch die Nazis am 2. Mai 1933. Roth hat überhaupt viel zur Geschichte des deutschen Faschismus geforscht und publiziert. Aktuell zusammen mit Hartmut Rübner »Reparationsschuld – Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa«. 2013 veröffentlichte er zusammen mit Zissis Papadimitriou einen „Aufruf für ein egalitäres Europa“, der leider nicht die Aufmerksamkeit erfuhr, die er verdient. Der AKI hat sich auf seinem diesjährigen Sommer-Seminar in der Uckermark im Rahmen des Themas „Europa von unten“ mit Roths Aufruf beschäftigt. In seinem Manifest konstatiert KHR ein Europa in der Krise: „Das Europa von heute wird durch Massenerwerbslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, soziale Enteignung und den fortschreitenden Abbau demokratischer Rechte verdüstert. Seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise haben sich diese Tendenzen verstärkt. Sie sind durch die Austeritätsprogramme nochmals verschärft worden und haben die Ungleichgewichte zwischen der Kernzone und den Peripherieländern weiter vergrößert. Die Euro-Zone und die Europäische Union drohen inzwischen auseinanderzubrechen.“

Karl-Heinz Roth: Für ein egalitäres Europa

Und hier gibt es den Aufruf als Print:

http://www.edition-nautilus.de/programm/Flugschriften/buch-978-3-89401-785-9.html