Unabhängige Gewerkschaften wehren sich gegen das Null-Rechte-Regime bei Coca-Cola Amatil Indonesien

Dringende Aktion der IUL

Fast zwanzig Jahre nachdem Indonesien sich von einer repressiven Militärdiktatur befreite, warten die Beschäftigten der indonesischen Betriebe des in Australien ansässigen Abfüllers Amatil (CCA) der Coca-Cola Company immer noch auf demokratische Rechte am Arbeitsplatz. Beschäftigte von Coca-Cola Amatil Indonesien organisieren sich, um unabhängige Gewerkschaften zu bilden. Das Unternehmen hat darauf mit systematischen Attacken auf ihre Mitglieder und gewählten Führer reagiert.

Die IUL hat diese Verstösse wiederholt der Coca-Cola Company (TCCC) und CCA zur Kenntnis gebracht. Die Verletzungen gehen unter Missachtung international anerkannter Menschenrechtsinstrumente weiter.

Die unabhängigen Gewerkschaften bei Coca-Cola Amatil kämpfen nicht nur für die Rechte ihrer Mitglieder. Sie kämpfen für die Rechte aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Indonesien, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte und die Sicherung der demokratischen Zukunft des Landes gegen das Erbe einer autoritären Vergangenheit einsetzen. Die Spuren der langen Militärherrschaft sind bei Coca-Cola Amatil Indonesien, dem Unternehmen, das Indonesiens bekannteste Weltmarke herstellt, immer noch fest verankert.

HIER KLICKEN, UM EINE BOTSCHAFT ZU SCHICKEN an Coca-Cola Amatil in Indonesien und die Coca-Cola Company in den USA mit der dringenden Aufforderung, dafür zu sorgen, dass diese anhaltenden Menschenrechtsverletzungen abgestellt werden, indem die Rechte der schikanierten Gewerkschaftsführer Atra Narwanto und Lutfi Ariyanto wiederhergestellt und die unabhängigen, demokratischen Gewerkschaften bei Coca-Cola Amatil Indonesien anerkannt und Verhandlungen mit ihnen aufgenommen werden. Eure Botschaft wird per E-Mail an CCA und TCCC geschickt und als Teil einer unterzeichneten Petition zugestellt werden.

 

Bangladesh: Textil-Gewerkschaft in Bangladesch mobilisiert gegen Verhaftungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Solidarität wächst:
„Staatliche Repression gegen die Gewerkschaftsbewegung ist in Bangladesch gängige Praxis, der Einfluss der Textilunternehmer groß. Das »Verschwinden« von Gewerkschaftern ist trauriger Alltag in dem südostasiatischen Land, in welchem vor allem westliche Mode- und Handelskonzerne wie etwa H & M, Zara und Primark in Zulieferbetrieben billig Kleidung produzieren lassen. Auf einen gravierenden staatlichen Übergriff machte Anfang April die deutsche Gewerkschaft Verdi aufmerksam. So wurde die Vorsitzende der bangladeschischen Textilarbeiterinnengewerkschaft »Garment Workers’ Trade Union Centre« (GWTUC), Joly Talukder, bereits am 1. April festgenommen und in Isolationshaft gesteckt. Neben Talukder wurden sieben weitere Gewerkschafterinnen auf der Grundlage erfundener Anklagen inhaftiert. Talukder hatte immer wieder über das anhaltende »Verschwinden« von Oppositionellen und Gewerkschaftern geklagt. Auch für die Regierung fand sie deutliche Worte. Als etwa 2016 rund 20.000 Textilarbeiterinnen in Ashulia, nahe der Hauptstadt Dhaka, für einen höheren Mindestlohn streikten und daraufhin von der Polizei mit Gummigeschossen attackiert und etliche Menschen festgenommen wurden, sagte sie: »Wir sind wenig überrascht, dass die Fabrikbesitzer und die Regierung Hand in Hand arbeiten, um die Bewegung der Arbeiterinnen zu unterdrücken, indem Gewerkschaftsführer, Aktivisten sowie Arbeiterinnen verfolgt werden. Sie stellen falsche Strafanzeigen, benutzen ihre Parteiaktivisten als Schläger und entlassen Arbeiterinnen.«“ – aus der Meldung „Gewerkschafterin in Isolationshaft“ am 17. April 2018 in der jungen welt , worin auch auf die Solidaritätskampagne der Gewerkschaft GWTUC hingewiesen wird. Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge und einen Hintergrundartikel, sowie den Verweis auf unseren ersten Beitrag zu den willkürlichen Festnahmen:

Entnommen aus: labournet.de
Weitere Berichte im Labournet

Nach einer aktuellen Meldung Meldung wurden Joly Talukter und andere verhaftete Frauen auf Kaution freigelassen. Das ist auch ein Erfolg der internationalen Solidaritätskampagne.

Quelle: Pressemitteilung der Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen

Menschenkette für ein vereintes friedliches Korea statt militärischer Konfrontation

Am 27.4. beteiligte sich der AK Internationalismus IGM Berlin an der Menschkette für ein vereintes friedliches Korea. In Korea selbst demonstrierten zeitgleich 800 000 Menschen, die eine Menschenkette entlang der bisherigen Konfrontationsgrenze zwischen Nord- und Südkorea bildeten.   Dass sich Korea dem militärischen Konfrotnationskurs geostrategischer Interessen insbesondere der USA zu entziehen versucht und deeskaliert, kann auch für uns in Deutschland ein Vorbild sein. US Atomwaffen, eine Kommando- und Angriffsbasis wie Ramstein auf deutschem Boden, neue Mittelstrecken in Europa bringen uns keine Sicherheit, sondern bedrohen uns und machen unser Land zu einem  potenziellen Schlachtfeld.

In Berlin versammelten sich um die 400 Menschen und bildeten eine Kette vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz.