Nordkorea-Krise: IPPNW fordert Ende der Kriegsrhetorik

 

IPPNW-News:

9.8.2017

Die deutsche Sektion der Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um den täglich weiter eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu entschärfen. Es droht sogar der Einsatz von Atomwaffen. Beide Seiten müssen mit ihrer Kriegsrhetorik aufhören und miteinander über Deeskalationsmaßnahmen reden. „Gerade am heutigen Tag – 72 Jahre nach dem Atomwaffenabwurf auf Nagasaki – ist es obszön, direkt oder indirekt mit Atomwaffen zu drohen“ sagt Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW.

In seiner heutigen Rede auf der Friedenszeremonie für die Atombombenopfer (Hibakusha) erklärte der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihasa Taue: „Nagasaki muss der letzte Ort sein, der einen Atombombenabwurf erlitten hat.“ Er begrüßte den neuen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen, der am 7. Juli 2017 durch die UN verabschiedet wurde. Der Vertrag verbietet jeglichen Einsatz und die Drohung mit Atomwaffen. 122 Staaten unterstützen mittlerweile diesen Vertrag, der am 20. September zur Unterschrift freigegeben wird. 90 Tage nach der Ratifizierung des 50. Staates tritt er in Kraft und wird damit geltendes Völkerrecht für alle Unterzeichnerstaaten sein.

„Es ist inakzeptabel, dass zwei Männer mit ihrem unverantwortlichen Säbelrasseln die Welt als Geisel nehmen. Wenn diese Drohgebärden weiter eskalieren, führen sie womöglich zu einer Katastrophe, die weit über die Grenzen der koreanischen Halbinsel zu spüren sein wird,“ mahnt Hall. „Deswegen müssen solche Drohungen weltweit verboten werden.“

Unsere IPPNW-Infografik zeigt, welche Folgen eine kleine Atombombe auf Seoul bzw. Pjöngjang haben könnte:

https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/target-seoul.pdf  |

https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/target-pyongyang.pdf

Kontakt: Regine Ratke, 030-698074-14, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: ratke@ippnw.de, www.ippnw.de

Ende der Provokationen und Sanktionen, Neustart für den direkten Dialog!

Pressemitteilung des Korea Verbands zur Krise zwischen den USA und Nordkorea 18. August 2017

Nachdem Nordkorea erfolgreich Interkontinentalraketen getestet hatte, die auch das amerikanische Festland erreichen könnten, eskalierten die Drohgebärden Nordkoreas und der USA. Ein militärischer Konflikt schien unmittelbar bevorzustehen. Der Korea Verband verurteilt jegliche Provokationen von Seiten Nordkoreas und der USA und spricht sich gegen die anhaltende Militarisierung und atomare Aufrüstung in der Region aus. Wir fordern einen Neustart des direkten Dialogs zwischen Nordkorea, Südkorea und den USA und ein Ende der militärischen Provokationen und Sanktionen.

Die aktuelle Eskalation muss vor dem Hintergrund verstanden werden, dass nach dem Ende des Koreakriegs vor über 60 Jahren zwischen Nordkorea sowie den USA und Südkorea kein Friedensvertrag zustande kam. Mit der konventionellen Aufrüstung des Südens, unterstützt durch die geballte Militärmacht der USA, konnte der Norden auf Dauer nicht Schritt halten. Deshalb haben die nordkoreanischen Machthaber ab 2008 die strategische Entscheidung getroffen, ein nukleares Arsenal als ultimative Sicherheitsgarantie aufzubauen.

Die Vereinten Nationen haben ihre Sanktionen gegen Nordkorea seit 2006 kontinuierlich verschärft, dennoch hat sich die Lage weiter zugespitzt. Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm konnte nicht gestoppt werden, die Sanktionen haben ihre Wirkung verfehlt. „Nur die Bevölkerung Nordkoreas leidet unter den Sanktionen“, so Nataly Jung-Hwa Han, Vorstandsvorsitzende des Korea Verbands. „Die internationale Staatengemeinschaft muss endlich die Wirksamkeit der Sanktionen hinterfragen.“ Statt den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen, fordert der Korea Verband die Konfliktparteien zum Dialog auf.

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18. November: Menschenkette von der nordkoreanischen Botschaft zur Botschaft der USA

Samstag, 18. November 2017 in Berlin, Treffpunkt Brandenburger Tor, 11 Uhr

Mit großer Sorge blickt die Welt Richtung Washington und Pjöngjang. Donald Trump und Kim Jong-un überbieten sich mit völkerrechtswidrigen Drohungen, den Gegner auszulöschen. Der US-Präsident droht mit der „Vernichtung Nordkoreas“. Der nordkoreanische Außenminister warnte, der US-Präsident habe „die Zündschnur für Krieg entflammt“. Nordkorea erwägt den Test einer Wasserstoffbombe.

Das Problem
Die Welt steht am Rande eines Atomkrieges. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zeigt, wie der Besitz von Atomwaffen und das Konzept der atomaren Abschreckung geradewegs in die Eskalation führt.

Weltweit gibt es noch 15.000 Atomwaffen. Diese gefährden die Existenz der gesamten Menschheit, ja des Planeten Erde. Für mindestens 1 Billion US-Dollar modernisieren alle Atommächte ihre Arsenale. Atomare Abkommen wie das mit dem Iran und zwischen Russland und den USA sind gefährdet – weltweite Aufrüstung droht.

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Menschenkette geschlossen

Hunderte demonstrieren gegen atomare Aufrüstung

 

 

 

Mit einer Menschenkette zwischen den Botschaften von Nordkorea und den USA haben Hunderte Menschen in Berlin gegen Atomwaffen demonstriert. Rund 700 Demonstranten hätten sich an der einen Kilometer langen Kette beteiligt, teilte der Veranstalter nach der Aktion am Samstag mit. Einige Teilnehmer waren als US-Präsident Donald Trump oder als Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verkleidet. Der Protest richtete sich gegen die jüngste Verschärfung der Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea. Die Demonstranten forderten aber auch die Bundesregierung auf, dem UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen beizutreten.

Quelle: rbb-Nachrichten

„Fluchtursachenbekämpfung … nichts als noch eine Phrase“

In einer Situation, in der die Kanzlerin angesichts eines völkerrechtswidrigen Angrifskrieges des NATO-Staates Türkei in Syrien nicht diesen Umstand kritisiert, sondern nur um Mäßigung bittet, und das Außenministerium eine minensichere  Nachrüstung der deutschen Leopard-Panzer nur aufschieben will – ja nur noch geostrategische Interesse im Regierungslager einen Anwalt zu finden scheinen, ist es wohltuend, wenn eine Journalistin den Mut hat, einfach das zu sagen, was nun wirklich auf der Hand liegt. Und es ist erstaunlich, dass DER TAGESSPIEGEL, einer ausgeprägten Sympathie für linke Politik unverdächtig, diesen Kommentar des Abdrucks für würdig hielt. Hut Ab für diese klare Positionierung von Andrea Bernbach:

„Auf die Überzeugungskraft der Phrasen, mit denen ihre Pressestelle den Skandal abzudimmen sucht, scheinen selbst die Wirtschaftsminister nicht mehr zu vertrauen. Die beiden letzten Jahre haben der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und nach ihm Brigitte Zypries die deutschen Rüstungsexportzahlen schon nicht mehr selbst erläutert. Oder: gebeichtet.

Als „verantwortungsvoll und restriktiv“ lobte man sich, als die Zahl 2016 vom Allzeithoch 2015 etwas fiel. Auch jetzt heißt es im SPD-geführten Ministerium unter Verwendung des alten Sprechzettels, die deutsche Rüstungspolitik sei „engmaschig und restriktiv“ – weil es 2017 eine kleine Abwärtsbewegung gab. Allerdings nur für die Rüstungsexporte an Nato-Partner, aber auch die sind, Stichwort Türkei, nicht unproblematisch. Und die heiklen Exporte an Drittländer, die teils Krieg führen, an etliche Aggressoren und Diktatoren, sind gestiegen. Für alle vier Jahre schwarz-roter Koalition liegen sie sogar um fast die Hälfte höher als unter der schwarz-gelben Vorgängerin.

Angetreten war namentlich die SPD für weniger Waffenexporte. Geschehen ist das Gegenteil. Die Partnerinnen in dieser Bundesregierung haben ein C fürs Christliche und ein S fürs Soziale im Namen – auf dem SPD-Parteitag war gerade großes Schulterklopfen für entsprechende Sondierungserfolge. Aber sie scheinen bereits für eine Welt zu arbeiten, wie sie die AfD will, eine, die an den deutschen Grenzen endet.

Wenn überhaupt, dann gelten das C und das S für uns hier, die an deutschen Waffen nicht sterben, sondern – das sind noch weniger – verdienen. Der Rest der Welt mag ruhig in deutsche Gewehrläufe schauen oder seine Dörfer von deutschen Panzern plattwalzen lassen – traditionelle Taktik etwa der Nato-Partnerin Türkei mit ihrem eindrucksvollen Fuhrpark an Leopard-Panzern. Und wenn die Kriege mit deutschen Waffen Fluchtwellen produzieren, verdient man auch noch an der Grenztechnik, die die Verzweifelten aufhält. Menschenrechtspolitik, siehe Ägypten, hat ihre natürliche Grenze in den Geschäftsinteressen (nicht nur) der Rüstungsindustrie. Fluchtursachenbekämpfung? Ist so nichts als noch eine Phrase.“

Der Tagesspiegel, 25.1.2018

Bundesweite Demo am 3. März: Gemeinsam für Frieden in Afrin

Der Arbeitskreis Internationalismus ruft auf zur Demonstration gegen die türkische Militärintervention in Syrien und für die Verteidigung der in kurdischer Selbstverwaltung befindlichen Region Afrin.

Die zentralen Forderungen der Demonstration sind:

1. Sofortige Maßnahmen, insbesondere auch auf UNO, EU und NATO-Ebene, für die Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffs des türkischen Militärs auf Afrin

2. Sofortiges Ende deutscher Rüstungsexporte in die Türkei und sonstige autokratische Regime

3. Politischer und diplomatischer Einsatz für die Wiederaufnahme der 2015 abgebrochenen kurdisch-türkischen Friedensgespräche‘

4. Die Anerkennung der Demokratischen Föderation Nordsyrien (innerhalb der Grenzen Syriens) und Unterstützung der demokratischen Selbstverwaltungen

5. Humanitäre Hilfe für den Kanton Afrin, insbesondere für Verwundete und Flüchtlinge

Hier ist der gesamte Wortlaut des Aufrufs nachzulesen:

https://friedenafrin.wordpress.com/aufruf/

Liste der bisherigen

UnterstützerInnen

Bundesweite Demo gegen den türkischen Angriff auf Afrin ! Berlin 3. März Alexanderplatz

Am 3. März 12 Uhr Alexanderplatz Berlin ein Zeichen setzen gegen Hegemoniepolitik, Krieg und Barbarei, für ein friedfertiges Miteinander aller Menschen im Nahen Osten.
Freiheit für Afrin, bundesweite Demonstration gegen die türkische A
ggression!

Afrin ist eines der drei demokratisch selbstverwalteten Gebiete, die die Demokratische Föderation Nordsyrien umfasst. Afrin steht für die konsequenteste und erfolgreichste Selbstverteidigung gegen die faschistischen Terrorbanden des IS. Afrin steht für autonome Selbstverwaltung, Demokratie, Verständigung zwischen allen Volks- und Religionsgruppen, Frauenrechte, sozialen Ausgleich und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften ! Die vom Natostaat Türkei bedrohten selbstverwalteten Gebiete Nordsyriens haben mehrere hundert Tausend Flüchtlinge aufgenommen. Wer Krieg , Elend und Fluchtursachen glaubwürdig bekämpfen will, muss dieses gesellschaftliche Zukunftsmodell eines friedlichen Miteinanders aller Menschen im Nahen Osten und den dazu notwendigen Freiheitskampf nach Kräften unterstützen.

Der völkerrechtswidrige Angriff auf Afrin durch die Türkei ist ein Anschlag darauf.
Unterstützt wird diese Barbarei auf vielerlei Weise auch durch die Bundesregierung. Rüstungsexporte, hegemoniale Einmischungspolititk und ein verlängerter Arm für Despoten wie Erdogan sind Öl ins Feuer des Syrienkonfliktes und können zu einem Flächenbrand werden, der auch uns schneller als wir denken erreichen kann.

Das Eintreten für Afrin und der Protest gegen die weitere Eskalation des Krieges in und  um Syrien ist aktuell wohl mit die wichtigste friedenspolitische Aufgabe!

Gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Frieden in Afrin  rufen wir zur breiten Solidarität auf und fordern von der Bundesregierung:

1. Sofortige Maßnahmen, insbesondere auch auf UNO, EU und NATO-Ebene, für die Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffs des türkischen Militärs auf Afrin

2. Sofortiges Ende deutscher Rüstungsexporte in die Türkei und sonstige autokratische Regime

3. Politischen und diplomatischen Einsatz für die Wiederaufnahme der 2015 abgebrochenen kurdischtürkischen Friedensgespräche

4. Die Anerkennung der Demokratischen Föderation Nordsyrien (innerhalb der Staatsgrenzen Syriens)* und Unterstützung der demokratischen Selbstverwaltungen

5. Humanitäre Hilfe für den Kanton Afrin, insbesondere für Verwundete und Flüchtlinge

M o b i l i s i e r e n    und  t e i l n e h m e n !

Wenn anderswo Bomben fallen und der Krieg anklopft sollte man auch einen Samstageinkauf verschieben können !

Wir treffen uns als AKI IGM um 12 Uhr am Alexanderplatz vor dem Haupteingang Saturn (nahe Weltzeituhr) und gehen zusammen 12:15 Uhr in Richtung Neptunbrunnen

hier die Webpage des Bündnisses

https://friedenafrin.wordpress.com/

hier der Link zum Facebookaufruf (bitte liken und eintragen):

https://www.facebook.com/events/414116665708254/

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Außerdem wollen wir hinweisen auf die laufende Ausstellung und
Veranstaltungsreihe in der „Galerie Olga Benario“ zum Thema

Türkischer Kolonialismus in Kurdistan und der Kampf gegen  den Ilisu-Staudamm

*15. Februar bis 29. März 2018*

Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin-Neukölln 

Veranstaltungen  

Do  15.2.  19:30 Uhr  Eröffnung der Ausstellung mit dem neuen 20-minütigen Dokfilm „Der Todestag des Wassers“ und einem Vortrag von Nick Brauns zu den politischen Hintergründen 
Do  22.2.  19:30 Uhr  Krieg und Frieden – Lösungsperspektiven der kurdischen Frage. Vortrag von einem Vertreter des Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad 
Do  1.3.  19:30 Uhr  Türkischer Kolonialismus in Kurdistan: Kommunen unter Zwangsverwaltung. Gespräch zwischen Elke Dangeleit (Bezirksverordnete für Die LINKE in Friedrichshain-Kreuzberg) und dem im Berliner Exil lebenden Bürgermeister der ostanatolischen Stadt Varto Hüseyin Güneş (Übersetzung durch Vertreter von Civaka Azad) 
Do  8.3.  19:30 Uhr  Internationaler Frauentag  „Sara – Mein ganzes Leben war ein Kampf“ über Sakine Cansiz, Dokfim OmU, 95 Min., Türkei 2015. Der Film wird ergänzt durch einen Kurzvortrag zu neuen Erkenntnissen über den Mord an Sakine und den Stand der Ermittlungen. 
Do  15.3.  19:30 Uhr  Solidarität mit Kobanê/Rojava und der ökologische Wiederaufbau. „Den Sieg sichern“, Dokumentarfilm von Mark Zorko, 2015, 50 Min. Anschließend ein Vortrag einer Vertreterin der Initiative ökologischer Wiederaufbau in Kobanê über das Projekt und die Aufgaben der ökologischen Gestaltung  
Do  22.3.  19:30 Uhr  Weltwassertag – Weltweite Staudammgeschäfte deutscher Konzerne: Repression und Widerstand – Die Staudammprojekte Agua Zarca in Honduras und Belo Monte in Brasilien. Vortrag von Thilo Papacek (GegenStrömung) und Christian Russau (FDCL)  
Do  29.3.  19:30 Uhr  Finissage der Ausstellung

„Und macht euch die Erde untertan“, Dokfilm von Christoph Walder, 16 Min., 2008, über das umstrittene Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei und dessen Folgen für den Menschen und die einmalig schöne Kultur- und Naturlandschaft Mesopotamiens.

Anschließend Livemusik mit kurdischen Künstlern 

Berlin 3. März, Tausende demonstrieren für Frieden und Freiheit von Afrin!

Berlin, 3. März. Bericht.

Gemeinsam gegen den Krieg

Bis zu 20 Tausend* Menschen (laut Veranstaltern) setzten ein Zeichen gegen Hegemoniepoiitik , Krieg und Barbarei, für ein friedfertiges Miteinander aller Menschen im Nahen Osten.
Freiheit und Frieden für Afrin, bundesweite Demonstration gegen die türkische Agression!

Das Eintreten für Afrin und der Protest gegen die weitere Eskalation des Krieges in und um Syrien sei aktuell die wohl wichtigste friedenspolitische Aufgabe!

Aufgerufen zu der Aktion hatten zahlreiche deutsche Organisationen und Parteienvertreter sowie kurdische Verbände. Zu den Unterstützern des Aufrufs „Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin“ zählen namhafte Künstler und Wissenschaftler, der kurdische Dachverband Navdem, ebenso aber auch viele unterschiedliche demokratische und linke Organisationen, wir der Arbeitskreis Internationalismus IGM Berlin , Vertreter der Linkspartei und anderer Gewerkschaften sowie einzelne Politiker von Grünen und SPD.

Es war wohl die eindrucksvollste Friedenskundgebung seit Jahren in Deutschland

Die Teilnehmer forderten rigoros Schluss mit jeglichem Rüstungsexport. Fast alle Parteien im Nahen und mittleren Osten kämpften inzwischen mit deutschen Waffen. Ohne Waffen würde der Krieg letztlich ersticken. Und als IGM Gewerkschafter fügen wir hinzu, es gibt genügend Arbeit für zivilie Produkte. Wenn nur die Investitionen auf humane und menschliche Befürfnisse kontenzriert und gelenkt würden.

Keine Waffen, kein Krieg

Viele Redner kritisierten die Politik der Bundesregierung als brandgefährlich. Rüstungsexporte, hegemoniale Einmischungspolititk und ein verlängerter Arm für Despoten wie Erdogan seien Öl ins Feuer des Syrienkonfliktes und könnten zu einem Flächenbrand werden, der auch uns schneller als wir denken erreichen könne.

Die Politik der Bundesregierung sei zudem extrem verlogen. Keine Zugeständnisse an das Regime Erdogan? So sei jetzt klar, dass allein in den letzten 8 Wochen entgegen aller Beteuerungen 31 Rüstungsexporte an die Türkei genehmigt wurden.

Unsere Identität ist Freiheit, Selbstbestimmung und Frieden

 

Angeklagt wurde: Die Bundesregierung verbiete und verfolge Symbole und Organisationen, die für die Identität der verfolgten Menschen in Nordsyrien stehen. Für Demokratie, für Gleichberechtigung aller Volks- und Glaubensgruppen. Für sozialen Ausgleich. Für Frauenrechte.

 

Schluss mit den Repressalien und keinen Tag länger verlängerter Arm von Erdogan sein

Eine unerträgliche Doppelmoral: Strukturen in unserem Lande blieben derweil unangetastet, die für Erdogan oder sogar für das Netzwerk der Terrorbanden des islamistischen Staates stehen. Dass Bodyguards von türkischen Regierungsmitgliedern auf der Münschner Sicherheitskonferenz ungestraft einen Abgeordneten des deutschen Bundestages bedrohen  können, ist nur die Spitze eines Eisbergs.

Wir als Arbeitskreis Internationalismus IGM zeigten mit etlichen Kollegen deutlich  hörbar mit Trommeln und sichtbar Flagge.  „Unser Kampf um bessere Einkommen, gesicherte Arbeitsplätze , Daseinsvorsorge und erträgliche Arbeitsbedingungen ist in Frage gestellt, wenn es keinen Frieden gibt, die Welt um uns herum in Hass und Abschottung zerfällt. Im letzten Jahrhundert mussten wir mehrfach erleben, wie unser Land und die halbe Welt in Schutt und Asche liegen. Das wollen wir nicht wieder erleben. Schlimmer noch, ein solcher Konflikt mit den heutigen Waffensystemen kann das endgültige Ende der Menschheit bedeuten. Deshalb sind wir hier und trommeln für den Frieden !“

IG Metaller  trommeln für den Frieden

Die Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Es war ein weiteres verstärkteres Aufbäumen an einem eiskalten sonnigen Wintertag. Es kommt darauf an, dass wir alle, die Betroffenen, nicht weiter zuschauen und die Stimme erheben. Es wird Zeit, dass die Gewerkschaften einen zentralen Platz dabei einnehmen

Auftakt am roten Rathaus

Abschluss am Brandenburger Tor

dicht gedrängt bis weit in die Straße des 17. Juni


Eintreten für Frieden in Afrin und gegen die türkische Aggression wird von deutschen Behörden verboten

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Das jährlich in Hannover stattfindende zentrale kurdische Neujahrsfest Newroz wurde von den zuständigen Behörden verboten. Angesichts der immer heftigeren völkerrechtswidrigen Militärattacken der Türkei auf die nordsyrische Region Afrin soll das diesjährige Neujahrsfest auch  im  Zeichen „für Frieden in Afrin“ und des Protests gegen die Invasion  der türkischen Armee und islamistischer Terrorbanden stehen!

Unglaublich und pervers  dieses Verbot des kurdischen Neujahrsfestes in Hannover. Opfer und Gegner eines völkerechtswidrigen Krieges und islamistischer Terrorbanden  werden jetzt auch bei uns kriminalisiert, ganz wie in der Türkei. Nahe am  Geiste  Erdogans, der kritischen  Jounalisten, Juristen, Gewerkschaftern, Demokraten und eben auch Friedensaktivisten mit dem Argument, sie alle seien Terroristenanhänger und gefährdeten die Sicherheit des Staates , das Versammlungsrecht nimmt und  wegsperren lässt.

Breiter Protest formiert sich dagegen, dass  der deutsche Staat immer mehr als Büttel von Erdogan agiert!

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Stoppt den Krieg in Afrin! – Offener Brief türkischer KollegInnen an deutsche Gewerkschaften

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An alle Gewerkschaften und demokratischen Kräfte Europas!

Lasst uns in Solidarität mit dem Widerstand in Afrin unsere Stimme gegen den Besetzungsversuch des türkischen Staates erheben!

Bis zum Angriff des türkischen Staats, der am 20. Januar begann, war Afrin eine der wenigen Regionen in Syrien, die vom Krieg weitestgehend verschont geblieben waren. Tausende von Menschen haben hier in den letzten fünf Jahren vor den Gräueltaten der verschiedenen vom Ausland finanzierten Dschihadisten-Gruppen, wie dem IS, in Afrin Zuflucht gefunden. Ob- wohl sich die Einwohnerzahl verdreifacht hat und die Stadt kaum Unterstützung von der UN oder anderen internationalen Institutionen erhielt, war es dank der aufgebauten Selbstverwal- tung dennoch gelungen, ein friedliches Zusammenleben für alle zu ermöglichen.

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