Oh Herr, wann lässt Du mehr Hirn regnen statt Bomben ? Ostermarsch 2018 Berlin

Trotz nasskaltem „Sauwetter“ waren es wieder bis zu 2000 Menschen, die  zum Ostermarsch in Berlin, diesmal  in der Turmstraße,  zusammen kamen. Neben den offiziellen Veranstaltern , die in der Friedenskoordination Berlin zusammengeschlossen sind, trieb die angespannte Weltlage auch  viele Menschen und Vertreter etlicher weiterer demokratischer Organisationen, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften auf die Straße.  Mitten darunter auch wir vom Arbeitskreis Internationalismus IGM mit weiteren  Kollegen unserer Gewerkschaft.

 

In den Reden und Parolen wurden zentrale Themen angesprochen, die den Menschen zunehmend Angst  machen:

Die Konflike eskalieren weltweit. Neben den USA und anderen Großmächten wie Russland und China mischen  immer mehr Mächte im Ringen um Hegemonie mit , darunter auch Deutschland und die EU. Der „Westen“ und mit ihm  die Nato gebährden sich zunehmend aggressiv.

 

Die  Bundesregierung plant -wie andere westliche Staaten auch- die Rüstungsausgaben  auf 2% des Bruttoinlandsproduktes nahezu zu verdoppeln. Das  heizt die Rüstungsspirale, aber auch die Konflikte , vor allem mit Russland,  an. Das bedeutet allein in Deutschland ca. 30 Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben für Rüstung und Krieg, die  in Bereichen wie Umwelt, Gesundheit, Bildung  und Soziales fehlen. Und wieso „Nachrüsten“, wenn bereits jetzt schon zum Beispiel eine mehr als 10 fache Überlegenheit der NATO  gegenüber Russland besteht?

Alle Atomwaffenmächte rüsten nuklear wieder auf. Eine nukleare Katastrophe ist nicht nur  in Korea denkbar , sondern auch in Europa wieder wahrscheinlicher.  Die Bundesregierung weigert sich nach wie vor, die US-Atomwaffen aus Büchel abzuziehen und den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Den USA wird weiterhin gestattet, von deutschem Boden aus in Ramstein völkerechtswidrige Drohnenangriffe zu starten und zu koordinieren.

Deutschland gehört  zu den größten Rüstungsexporteuren der Welt und betreibt im Nahen Osten ein „Bombengeschäft“ nach allen Seiten. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Türkei in Nordsyrien/ Afrin wird u.a. mit deutschen Leopardpanzern durchgeführt. Trotz Krieg und Verbrechen an der Zivilbevölkerung durch die türkische Nato Armee und ihren verbündeten islamistischen Terrorbanden wurden in den letzten 10 Wochen mehr als 31  Rüstungsgeschäfte mit der Türkei  genehmigt bzw. getätigt. Von der EU erhält die Türkei erneut 3 Milliarden Euro Unterstützungsgelder.

Gleichzeitig behindern und verfolgen Bundesregierung und zuständige Innnenbehörden hier in Deutschland wie ein verlängerter Arm Erdogans  die Angehörigen der Opfer dieses Krieges, wenn diese für Frieden in Afrin, Verteidigung ihrer Existenz, für Demokratie, für Gleichberechtigung aller Volks- und Glaubensgruppen und für   Frauenrechte demonstrieren.

Nicht hinnehmbar,  dass die Demonstrationsleitung es zulassen wollte, dass die Polizei versuchte , die völlig friedlichen kurdischen Mitdemonstranten vom Ostermarsch abzutrennen und  auszugrenzen. Es war dem beherzten solidarischen Eingreifen von Gewerkschaftsmitgliedern, Linkenparlamentariern wie Dieter Dehm (einer der Hauptredner auf der Kundgebung) und schliesslich des überwiegendenTeils der  Demonstrationsteilnehmer selbst zu verdanken, dass die Lage nicht eskalierte und ein gemeinsamer „friedlicher“ Marsch mit unseren kurdischen und arabischen Friedensfreunden bis zur Abschlusskundgebung möglich wurde.

Es zeigt sich immer mehr , die Gewaltspiralen nach aussen und innen greifen in einander über. Hass, Diffamierung und Fake News werden gesellschaftsfähig. Vergiftete Athmosphäre und Spaltung der Gesellschaften und Völker sind der Nährboden für jegliche Form von Gewalt und Anwendung von Waffen.

Treten wir dagegen an. Seien wir Vorbild in Sachen Toleranz. Nehmen wir alle Opfer von Krieg, aber auch Ausgrenzung in unsere Mitte.

 

Hier die engagierte Hauptrede* gegen Krieg , Militarisierung und Gesellschaftliche Spaltung von Diehter Dehm auf der Auftaktkundgebung als Ganzes :

*sicher gibt es Passagen, über die man geteilter Meinung sein kann, aber als Ganzes eine Brandrede  gegen Krieg , Militarisierung und Gesellschaftliche Spaltung. Wir hätten uns mehr Teilnehmer aus dem demokratischen aber auch linken Spektrum gewünscht.

Südkorea: Für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung

Wir laden ein zu  einer Aktion am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung “ Für das Mesnchenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in Südkorea“!

15. Mai 2018, 16.00-18.00 Uhr, Vor der Botschaft der Republik Korea, Stülerstr. 10 in 10787 Berlin

Korea ist ein geteiltes Land. Die seit Ende des Koreakrieges 1953 bestehenden Spannungen mit Nordkorea sorgen auch in Südkorea für eine hohe Militarisierung. Das Land hält bei 50 Millionen Einwohnern eine Armee von 650.000 Männern und Frauen und hat damit die fünftgrößte Armee der Welt. Zugleich ist Südkorea eine wirtschaftliche Macht in Ostasien und Verbündeter der USA. Alle Männer sind wehrpflichtig und müssen zwischen 21 und 24 Monaten Militärdienst ableisten. Wer sich dem entgegenstellt, zahlt einen hohen Preis.

Derzeit sind etwa 300 Kriegsdienstverweigerer in Südkorea in Haft. Sie werden in der Regel zu 18 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Schon seit Jahren setzt sich in Südkorea die Organisation World Without War für ein Ende der Strafverfolgung und die Anerkennung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung ein, bislang leider ohne Erfolg.

Im Moment sind mehrere Fälle von Kriegsdienstverweigerern vor dem Verfassungsgericht in Südkorea anhängig, weil sich Richter weigerten, Verurteilungen auszusprechen. Die Koreanische Menschenrechtskommission sieht die Verweigerung des Militärdienstes als ein allgemeines Menschenrecht an. Auch der Präsident, Moon Jae-in, versprach während seines Wahlkampfes, eine Lösung zu finden.

Wir wollen daher mit einer phantasievollen Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung die Kriegsdienstverweigerer in Südkorea unterstützen und einfordern, sie unverzüglich aus der Haft zu entlassen und ihre Kriegsdienstverweigerung anzuerkennen.

Veranstaltet von: Arbeitskreis Internationalismus IG Metall, Connection e.V., Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Berlin-Brandenburg, Deutsche Ostasien Mission (DOAM), Ev. Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerer für Frieden (EAK), International Peace Bureau (IPB), Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK), Korea Verband, Mennonitisches Friedenszentrum Berlin

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wir bitten alle die folgende Resolution zu unterstützen und zu unterschreiben

hier die PDF Version:   Petition_Kriegsdienstverweigerung Korea

Kriegsdienstverweigerer zu sein ist kein Verbrechen

Sehr geehrte Exzellenz, Botschafter Dr. Bum Goo Jong,

Wir möchten Sie hiermit bitten, sich bei Ihrer Regierung für eine Lösung zur Frage der Kriegsdienstverweigerung in Südkorea einzusetzen. Gegenwärtig sind in Südkorea etwa 400 junge Männer für jeweils 18 Monate inhaftiert, weil sie sich aus Gewissensgründen der Ableistung des Militärdienstes verweigern. Der seit fast einem Jahr im Amt befindliche Präsident Moon Jae-in hatte zuvor wiederholt versprochen, eine Lösung für die Kriegsdienstverweigerer zu finden.

Den Militärdienst aufgrund einer Gewissensentscheidung oder aufgrund einer tiefen persönlichen Überzeugung zu verweigern, ohne deswegen irgendeine rechtliche oder andere Strafe zu erleiden, ist Teil des Rechtes auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit entsprechend Artikel 18 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, dem Südkorea beigetreten ist, wie auch entsprechend der Artikel 19 und 20 der Verfassung von Südkorea. Auch die Koreanische Menschenrechtskommission sieht die Verweigerung des Militärdienstes als ein allgemeines Menschenrecht an: „„Der Respekt für Entscheidungen, die auf dem Gewissen beruhen, ist ein Schlüsselelement einer demokratischen Gesellschaft“.

Wir bitten Sie daher dringend darum, Maßnahmen umzusetzen, um sicherzustellen, dass die südkoreanische Regierung:

1. Unverzüglich und bedingungslos alle Personen freilässt, die nur wegen der Ausübung ihres Rechts zur Kriegsdienstverweigerung inhaftiert sind und von weiterer Inhaftierung von Kriegsdienstverweigerern in der Zukunft abzusehen;

2. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung als ein dem Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit innewohnendes Menschenrecht anerkennt;

3. Entsprechende Vorkehrungen für Kriegsdienstverweigerer trifft;

4. Die Vorstrafen löscht und Kriegsdienstverweigerern in Südkorea, die wegen ihrer auf Gewissensgründen beruhenden Ablehnung, Militärdienst abzuleisten, inhaftiert waren, eine angemessene Entschädigung gibt.

ERDOGAN NOT WELCOME DEMO , Start Berlin Potsdamer Platz , 28.9. um 16 Uhr

ERDOGAN NOT WELCOME DEMO  , Start Berlin Potsdamer Platz , 28.9. um 16 Uhr

Alle Freunde des AKI sind aufgerufen ,  mit uns gemeinsam  am 28.9.2018  gegen Erdogan und seine Poltitik und die damit verbundene Poltitik der BRD im Nahen Osten zu demonstrieren!
Wir treffen uns vom AKI  am Freitag Potsdamer Platz  am Ausgang U2 Bfh Richtung Stresenmannstraße.

Bitte auch Freunde und andere Gewerkschafter mitbringen. Erdogan und sein Regime stehen auch für besonderen Abbau  von Arbeitnehmerrechten und Repressionen gegen Gewerkschafter. Das zeigt aktuell erneut das rabiate Vorgehen der Staatsorgane gegen  die momentan streikenden und protestierenden Arbeiter an der Großbaustelle des neuen  Istanbuler Flughafen.
Zusätzlich wollen wir ein Signal  bei der aktuellen Zuspitzung des Syrienkonfliktes  (Idlib) gegen ALLE dort beteiligten Kriegsparteien setzen. Die aktuelle Vereinbarung von Türkei und Russland führt zunächst nur zu einer brüchigen Atempause. Immer noch droht eine internationale Eskalation des Konfliktes, auf dem Rücken der örtlichen Zivillbevölkerung.  Idlib ist  einer der letzten  „Einflussbastionen  des Westens innerhalb Syriens“ , die man möglicherweise um jeden Preis halten will. Deutschland scheint bereit, dafür eine rote Linie bezüglich militärischer Agression  zu überschreiten.
hier der LINK  zum veranstaltenden Bündnisses

Alles zur Erdogan not Welcome Großdemonstration in Berlin auf einen Blick!

Erdogan Not Welcome

 

Auch der Arbeitskreis Internationalimsus Berlin nahm an den Protesten aktiv teil.  Nicht nur Jounalisten und Intellektuelle werden in der Türkei verfolgt. Arbeitsbedingungen und Rechte von Beschäftigen  und vor allem unabhängigen Gewerkschaften wurden in den letzten Jahren immer weiter eingeschränkt. Aktuelles Beispiel die heftigen Arbeitskämpfe  an der Großbaustelle des  neuen Flughafens von Istanbul. Wir fordern die sofortige Haftentlassung aktiver Kollegen!

 

 

 

 

Plakat fordert Freilassung inhaftierter  Arbeiter

Für Arbeitsplätze gibt es Alternativen zur Kriegsproduktion. Ausserdem verlagert Rheinmetall jetzt  in die Türkei

Schluss mit allen möglichen Formen von Sonderunterstützung für Erdogan!

Türkische Faschos feierten ihren Präsidenten Erdogan mit dem faschistischen Wolfsgruß – dieser erwiderte mit dem Zeichen der islamistischen Muslimbruderschaft! Wahnsinn. Mitten in Berlin. Schön eskortiert von deutscher Bundespolizei.

Natuerlich muss auch mit Despoten verhandelt und geredet werden.

Aber sie hofieren, ihnen zur Ehrung ein Staatsbankett ausrichten, ihnen Milliarden an Steuergeldern zuschanzen, logistisch unterstützen und Waffen verkaufen, ihnen, ihren Gegeimdiensten  und ihren reaktionaeren Anhaengern Sonderrechte bis zur Duldung mafiöser Strukturen in unserem Land einräumen, das alles ist nicht normal und heisst den roten Teppich ausrollen und einen solchen  Despoten auf ganzer Linie stabilisieren. Vor diesem Hintergrund müssen auch alle vorsichtig  kritischen Anmerkungen seitens der Bundesregierung als Farce erscheinen. Erdogan hatte und sah auch keinen Grund sich zurückzunehmen.  Der „staatsmännische Akt“ geriet  zu einer Aneinanderreihung   widersprüchlicher Peinlichkeiten. Von Sarah Wagenknecht bis Christian Lindner blieben Politiker fast aller Parteien dem Ehrenparkett mit  „Kante“ fern. Und selbst die Bundeskanzlerin drückte sich schlussendlich mit  vorgeschobenen „Termingründen“ wachsweich vor einer Teilnahme.  Hat es das vorher schon mal gegeben? Forgesetzte Chaos Tage in den Berliner Regierungspalästen!

Szenenwechsel.  Potsdamer Platz. 28.9.2018 16 Uhr. Tausende finden sich ein zum Protest gegen diesen Despoten und dessen Unterstützung durch die Bundesregierung. 

In Reden und auf Plakaten wird  gefordert:

Keinerlei  Rückendeckung mehr  für Erdogans  Krieg gegen Menschenrechte, Demokratie und Frieden! Wir fordern die Unterstützung von Demokratie und Toleranz statt nationalistisch rassistischer Kriege und Terror im Nahen Osten.

Keine Gelder, keine Waffen, keine anderen logistischen oder militärischen Hilfeleistungen mehr an die Türkei.   Statt EU-Beitrittsperspektive diplomatischer Druck auf die Türkei zur Einstellung aller staatlichen Terrorhandlungen und friedensbehindernden Aktivitäten.

Schluss mit allen Sonderrechten für die Türkei in Deutschland und Europa , insbesondere keine Unterstützung und Duldung mehr von Erdogans  geheimdienstlichen und fundamental islamistischen Gruppieren.  Einstellung aller Amtshilfen für Erdogan bei der Verfolgung politischer Oppositioneller. Schluss mit Behinderungen von Demokraten und internationalistischen Freiheitsbewegungen. Weg mit dem PKK Verbot.

Bundespolizei hält Demokratischen Protest auf Abstand

Während Anhänger von Erdogan und islamistischen Fundamentalisten und Terrorgruppen dem Despoten ,beschützt und abgeschirmt von den deutschen Sicherheitskraeften, zujubeln duerfen, werden die demokratischen Proteste  weit auf Abstand gehalten , mit bürokratischen Auflagen  schikaniert, in Köln teilweise sogar verboten und mit einem Überangebot von  martialisch ausgerüsteten  Polizeikräften begleitet.

Auftaktkundgebung Potsdamer Platz

Auftaktkundgebung Potsdamer Platz

 

Aufruf „Abrüsten statt aufrüsten“

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart.

Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch sicherheitspolitisch bringt eine Debatte nichts, die zusätzlich Unsummen für die militärische Aufrüstung fordert. Stattdessen brauchen wir mehr Mittel für  Konfliktprävention als Hauptziel der Außen- und Entwicklungspolitik.
abrüsten statt aufrüsten!
Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln. Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben–Abrüsten ist das Gebot der Stunde.

Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her.

Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten.

Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden.

Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde

Erstunterzeichner*innen

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Resolution zu Kriegsschuldforderungen der griechischen Regierung/ des griechischen Parlaments

Das Treffen der Griechenlandsolidarität in Kassel mit 26 Teilnehmer*innen aus 18 Orten verabschiedete am 18.11.2018 ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen die unten stehende Resolution:

Während der deutschen Besatzung 1941-1944 wurden 1170 griechische Ortschaften zerstört und etwa 60.000 Zivilpersonen, Frauen, Männer und Kinder umgebracht. 65.000 griechische Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet.

Griechische Bodenschätze wie Chromerz, Zink, Zinn, Kupfer, Bauxit, Mangan und Nickel wurden nach  Deutschland abtransportiert. Aber auch die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes wie Tabak, Rosinen, Olivenöl, Baumwolle, Zucker, Reis und die Getreidevorräte wurden weggeschafft. Es wurden archäologische Güter und Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert geraubt. Mindestens 100.000 Griecheninnen und Griechen verhungerten damals. 400.000 weitere wurden obdachlos.

Das Hitler-Regime hatte 1941 die griechische Staatsbank zu einem Kredit gezwungen. Das NS-Regime hatte offiziell anerkannt, dass es Athen noch 476 Millionen Reichsmark schuldete, und mit der Rückzahlung begonnen.

Griechenland hat 1946 die Reparationsansprüche an Deutschland beziffert und  Zahlungen gefordert.  Es stimmte aber bei der Londoner Schuldenkonferenz 1953 zu, dass Deutschland etwa die Hälfte seiner Schulden erlassen bekommt und es von seinen Reparationszahlungen bis zum Abschluss eines Friedensvertrages freigestellt wird.

Die Zahlungen aufgrund des Abkommens von 1960 für Opfer nationalsozialistischer Verfolgung (115 Millionen DM) waren weder ausreichend noch abschließend.

Mit dem Abschluss des 2+4 Vertrages von 1990 sollte Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommen und Reparationen an Griechenland zahlen.

Griechenland hat bis heute explizit nicht auf seine Forderungen verzichtet, sondern ganz im Gegenteil Deutschland stets daran erinnert, sich an internationale Abkommen zu halten, was von Seiten der Bundesrepublik stets ignoriert wurde. Auch bestrafte es die Täter nicht.

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen d.h.

– die Opfer und ihre Nachkommen zu entschädigen,

– Reparationen zu zahlen

– den Zwangskredit zurück zu zahlen und

– die geraubten archäologischen Güter und Kunstgegenstände zurück zu geben.

Treffen der Griechenlandsolidarität in Deutschland, Kassel 17./18. November 2018

Aufruf „Verteidigt den INF – Vertrag“

Präsident Trumps angekündigte Aufkündigung des Washingtoner Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF Vertrag) stellt eine gefährliche Eskalation, die den Weg zu einem amerikanisch-russischen Kalten Krieg im 21. Jahrhundert dar. Der INF-Vertrag, von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt erstritten, wurde 1987 ausgehandelt. Er markierte das Ende des Kalten Krieges und erreichte die Beseitigung und dauerhafte Zerstörung sowie das Verbot zukünftiger Entwicklung aller nuklearen landgestützten Mittelstreckenraketen (500 bis 5000 km Reichweite) der USA und Russlands. Er reduziert die Gefahr eines Atomkrieges in Europa.

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Atomwaffen ächten!

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) ist eine globale Koalition von Nichtregierungsorganisationen, die für eine atomwaffenfreie Welt arbeiten. Mit über 450 Partnerorganisation in mehr als 100 Ländern hat sie am 7. Juli 2017 ein wichtiges Ziel erreicht: Die Verabschiedung eines UN-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen. Nun setzt sich ICAN  dafür ein, dass Deutschland diesem Vertrag beitritt.

Mehr Hintergrundinfos zum Thema in der ICAN-Broschüre
„Atomwaffen ächten“:

ICAN-Broschüre Atomwaffen ächten

Menschenkette für ein vereintes friedliches Korea statt militärischer Konfrontation

Am 27.4. beteiligte sich der AK Internationalismus IGM Berlin an der Menschkette für ein vereintes friedliches Korea. In Korea selbst demonstrierten zeitgleich 800 000 Menschen, die eine Menschenkette entlang der bisherigen Konfrontationsgrenze zwischen Nord- und Südkorea bildeten.   Dass sich Korea dem militärischen Konfrotnationskurs geostrategischer Interessen insbesondere der USA zu entziehen versucht und deeskaliert, kann auch für uns in Deutschland ein Vorbild sein. US Atomwaffen, eine Kommando- und Angriffsbasis wie Ramstein auf deutschem Boden, neue Mittelstrecken in Europa bringen uns keine Sicherheit, sondern bedrohen uns und machen unser Land zu einem  potenziellen Schlachtfeld.

In Berlin versammelten sich um die 400 Menschen und bildeten eine Kette vom Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz.

 

 

Protest gegen Geschäft mit dem Tod, Hauptversammlung Rheinmetall

28.Mai.2019. Hauptversammlung Rheinmetall Berlin.

Der Vorstand will sein Bombengeschäft mit den Aktionären feiern. Aber innen und außen gibt es Protest. Am stetig steigenden Profit von Rheinmetall klebt Blut.
Drinnen stürmten kritische Aktionäre die Bühne und störten die frohen Botschaften des Vorstandes . Der ließ daraufhin einen Teil  „seiner Eigentümer“ abführen .

Draussen wurde fakten- und fantasiereich gegen die tödliche Geschäftemacherei (Wachstum zuletzt über 24 %) und seinen weiteren Ausbau im Zusammenschluss mit französischen Rüstungskonzernen auf europäischer Ebene protestiert.

Statt immer neue Rüstungsexporte, enthemmter und  umfangreicher als je zuvor  auch  in Diktaturen und Kriegsgebiete  wird ein  Ende aller Rüstungsproduktion ohne Wenn und Aber  gefordert. „Wenn die Welt erst einmal in Schutt und Asche wieder liegt“ , so heißt es“ ist auch Schluss mit allen Arbeitsplätzen. Wirklich Zukunft für uns alle hat einzig und allein eine Produktion zu unser aller Nutzen. Tötungsmaschinen haben kurze Beine.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein Link zu einem Report des ND zu den Ereignissen in der Versammlung selbst:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1119712.protest-gegen-rheinmetall-aktivisten-stuermen-aktionaersversammlung-von-rheinmetall.html?fbclid=IwAR1h6sVfjlwABIDZ2ayydNF2OioxCKju1UZ31ViWm3fizODN-1aaDKD-3qc