Veranstaltung mit „Lula am Dienstag, den 11. März, in Berlin

Unter dem Titel „Verteidigung der Demokratie in Brasilien“ läd die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin ein zu einer Veranstaltung mit dem Gewerkschafter und ehemaligen Präsidenten Brasiliens, Luiz Inácio Lula de Silva. In der Einladung heißt es: „Auf Grund eines instrumentalisierten Justizprozesses, mit dem seine Präsidentschaftskandidatur 2018 verhindert wurde, saß Lula mehr als 500 Tage im Gefängnis. Unter der seit über einem Jahr amtierenden, rechtsextremen Regierung sind Menschenrechte sowie soziale und kulturelle Rechte der Brasilianer_innen ernsthaft bedroht. Die Demokratie und soziale Errungenschaften stehen auf dem Spiel.“

Dienstag, 10.3.2020

von 19.00 bis 21.30 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin (500 Plätze)

ohne Anmeldung

Simultan-Dolmetschung Portugiesisch -> Deutsch

Veranstalter:

  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • IG Metall
  • LAF – Lateinamerika-Forum Berlin e.V. – Foro de las Américas Berlín e. V.
  • FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika e. V.
  • Brasilien Initiative Berlin
  • KoBra – Kooperation Brasilien e. V.

Unterstützt durch:

  • Comitê Lula Livre de Berlim
  • Deutsche Initiative Lula Livre
  • Articulação de Mulheres Negras de Berlim
  • FIBRA – Frente Internacional de Brasileiros pela Democracia no Brasil e contra o Golpe

Spendenaktion für Vio.Me

Wir bitten um die Unterstützung des Aufrufs!

1. Mai 2020: die IG Metall in Berlin auf der Straße dabei!

„Solidarisch ist man nicht alleine!“ sagten sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter am 1. Mai und folgten der Einladung vom IG Metall Arbeitskreis Internationalismus zu einem Kundgebungsmarathon auf der Straße.

In kleiner Gruppe mit begrenzten 20 Personen, mit Mund-Nase Schutz , 2m Abständen, bewaffnet mit ausreichend Hygienemittel  trafen wir uns zu 4 kleinen Kundgebungen an der traditionellen DGB Demo- Route.

 

Los ging es Nähe Hackeschen Markt am DGB- Bundesvorstand. Um 10:40 Uhr wurden Reden zum Ersten Mai als internationaler Kampftag, zu unseren Forderungen zum besseren Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und zu einem nachhaltigen Kurswechsel im  Gesundheitswesen von IG Metall und ver.di Kolleg*innen gehalten. Die COVID19 Krise zeigt die Schwächen am System, aber auch die vollkommen inkonsequente und zögerliche Bekämpfung der Pandemie durch die Verantwortlichen!

Nach einem geneinsamen „Spaziergang“ gab es um 11:20 Uhr vor der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Breites Str. Ecke Mühlendamm die 2. Kundgebung. Hier standen Themen wie “ kein Profit mit der Gesundheit, Schutz vor Entlassungen nach der Kurzarbeit, gerechtere Besteuerung der Unternehmen- keine Begünstigung von EU- Steuerflucht durch die Bundesregierung sowie Krise nicht auf unsere Kosten“  im Mittelpunkt.

 

 

 

 

 

Ein „Demo“- Spaziergang mit Fahnen und Plakaten führte uns dann zum Potsdamer Platz.

 Die dritte Kundgebung um 12:20 Uhr unter dem DB Tower prangerte den  Rüstungswahn an. Deutschland hat in diesem Jahr die höchsten Steigerungen im Miltäretat  seit dem Kalten Krieg ! Ein anderer Redner  erinnerte an die Geschichte der deutschen Reichsbahn vor 80 Jahren und Heute. Damals ging es um Truppentransporte gegen Russland, heute beim Defender 2020 Manöver an die russische Grenze. „Dank Corona“ wurde der Aufmarsch gestoppt.

 

 

Bei der Abschlusskundgebung am Holocaust Mahnmal wurde gefordert: „Investitionen für  Gesundheits- und Umweltschutz  statt  in Aufrüstung und Militär“ !  Überall trifft es am meisten die Ärmsten und Schwächsten! Ein gesellschaftlicher Kurswechsel gegen ein krankes  kapitalistisches  System ist überfällig! Ob Gesundheit, ob Umwelt, soziale Gerechtigkeit : wir müssen es selbst in die Hand nehmen ! Die Antwort auf den globalen Virus kann nur globale Solidarität sein.

Wenn die internationale Gemeinschaft in der Nazidiktatur den jüdischen Flüchtlingen geholfen hätte, wären über 6 Millionen in den Gaskammern nicht ums Leben gekommen. Damals wie heute  treten Gewerkschaften für die Rechte von Geflüchteten ein, jetzt erst recht! Dazu gehört die Aufnahme aller unbegleiteten Kinder aus Griechenland sofort sowie sichere Wohnbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland. Unsere Solidarität geht auch an den VVN/BdA, denn Antifaschismus ist gemeinnützig. Mit Sorge sehen wir, dass im Rahmen von COVID19   Euthanasievorstellungen und die Ausgrenzung und die „Gesundung durch Ausmerzung von Schwachen“ wieder hoffähig werden!

 

Die Polizei hat zu den 20 Kundgebungsteilnehmer*innen auch zum Teil noch mal so viele Zuschauer*innen zugelassen. Wir meinen, es geht doch, wenn man will. Gesundheitsschutz und Versammlungsfreiheit schließen nicht zwingend einander aus! Auch unter erschwerten Bedingungen brauchen und werden wir nicht auf unsere demokratischen Rechte verzichten.

 

Wir werden die einzelnen Redebeiträge im Lauf der Woche hier veröffentlichen!

Anbei ein Kurzvideo von Ramon Zorn

https://www.youtube.com/watch?v=HTp-ZkvUKw0&feature=youtu.be

 

Offener Brief an den Vorstand der IG Metall zur aktuellen Situation in der Automobilindustrie

zu Händen Jörg Hoffmann, Berlin 2.7.2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ihr habt öffentlich eine allgemeine Abwrackprämie zur Ankurbelung der Auto-Industrie gefordert.   Wir sind dagegen und zwar aus mehreren Gründen:

  • Eine planlose Förderung des Individualverkehrs ist Gift für das Klima und eine wirtschaftliche Sackgasse
  • Wer zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern und aufbauen will, muss dies in Einklang mit den gesamtgesellschaftlichen Bedürfnissen tun.
  • Wer zukunftssichere Arbeitsplätze will, darf sich nicht an althergebrachten Verkehrskonzepten, Produktionsverfahren, Technologien und Produkten festklammern.
  •  Eine Förderung der Autokonzerne ist völlig unangebracht, nachdem diese sich in den letzten Jahren durch Abgasbetrug und Kartellbildung hervorgetan haben.

Die Auto-Industrie ist gerade die treibende Kraft bei den Angriffen von Gesamtmetall und den regionalen Arbeitergeberverbänden auf die sozialen und tariflichen Errungenschaften.  Ihre Forderungen:

  • Die abschlagsfreie Rente mit 63 (derzeit 63 und 8 Mon) soll fallen,
  •  auch die Haltelinie beim Rentenniveau von 48 Prozent und die Mütterrenten I und II.
  • Die Grundrente halten sie für „völlig verfehlt“ und „unverhältnismäßig teuer“.
  • Die Parität bei der Krankenversicherung soll ebenso beseitigt werden.
  • Die Einschränkungen bei den Arbeitnehmerüberlassungen sollen rückgängig gemacht werden,
  •  ebenso wie die Mindestlohn-Dokumentationspflicht,
  • auch bei der Arbeitszeit wollen sie „Experimentierräume“, gesetzliche Haltelinien sollen fallen.
  • Das Betriebsverfassungsgesetz und das Arbeitsrecht sollen beschnitten werden.
  • Der Kündigungsschutz muss „überarbeitet werden, um die dringend notwendige Rechtssicherheit bei Verfahren der Massenentlassung wiederherzustellen“.
  • Sie wollen„möglichst große Spielräume bei der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen“, um die „unternehmerische Freiheit nicht … durch Vorgaben im Arbeitsschutz einzuschränken“. „Das Virus ist letztendlich Teil des allgemeinen Lebensrisikos“, deshalb soll auch nichts im gesetzlichen Arbeitsschutz institutionalisiert werden.
  • Auch beim Klimaschutz soll die Politik erst mal auf die Bremse treten.

In den Betrieben erleben wir tägliche neue Schließungs- oder Entlassungsmeldungen. Unsere Forderung als IG Metall, die Transformation ökologisch und sozial zu gestalten, treten sie täglich mit Füssen. In einer solchen Situation ist es das völlig falsche Signal für die Konzerne noch Geschenke aus Steuermitteln zu fordern!

Der Angriff von Gesamtmetall muss vielmehr ein Signal sein, alle Belegschaften zu vereinen in einem gemeinsamen Widerstand:

  • Gegen alle Entlassungen und Abbaupläne! Keine Verlagerungen !
  • Gegen alle Angriffe auf Rentengesetze und Krankenversicherung!
  • Keine Ausweitung prekärer Beschäftigung! Schluss mit der Spaltung, Feste Arbeitsplätze für alle!
  • Enteignung aller Betriebe, die abbauen oder geschlossen werden sollen, gemäß §2 unserer Satzung und Überführung in Gemeineigentum. Einsatz von Steuermitteln dann für diese Betriebe und gegebenenfalls die Konversion der Produktion unter Kontrolle durch Betriebsräte und Vertrauensleute. Einbeziehung von UmweltexpertInnen.
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze Hand in Hand mit Investitionen in Gesundheit, Umwelt , ÖPNV Bahn und Zukunftstechnologien.
  • Umverteilung der Arbeit auf Alle statt Entlassungen! Ohne Lohnverlust.

Wir brauchen als IG Metall eigene Konzepte zum ökologischen Umbau! Wir sind nicht die Steigbügelhalter für die Konzerne und ihre überholten Konzepte!

 

Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin

Weitere ErstunterzeichnerInnen (Organisationen):

Metallertreff Stuttgart;

Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften;

Münchner Gewerkschaftslinke/Gewerkschaftsstammtisch München;

Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG);

Weitere ErstunterzeichnerInnen (Einzelpersonen):

Matthias Fritz, IGM, ehem. BR und VK-Leiter Mahle Stuttgart; Christa Hourani, IGM, Delegierte, ehem. BR und VK-Leiterin Daimler Zentrale; Klaus-Peter Löwen, IGM, Delegierter, ehem. stellvertr. GBR-Vorsitzender Alcatel-Lucent Deutschland AG; Niels Clasen, IGM, Ersatzdelegierter, ehem. BR Roto Frank; Jakob Schäfer, IGM, Delegierter, ehem. BR-Vorsitzender; Reiner Hofmann, IGM, Delegierter, ehem. BR Porsche Stuttgart; Jürgen Grad, Delegierter IG Metall Esslingen; Petra Schulz, Vertrauensfrau IG Metall Stuttgart und Mitglied im VCD; Walter Reinhardt, ehe. BR Mahle-Behr Stgt-Feuerbach; Mehmet Sahin, VM Mahle-Behr Feuerbach; Christiaan Boissevain, IGM, ehem. BR Luftfahrtindustrie München. aktiv in der VKG; Sami Cebi, IGM, BR Mahle; Martin Derleth, IGM, Mahle; Günter Triebe, IGM OV Berlin, Delegierter, ehem. BR-Vorsitz6ender OTIS;   Felix Weitenhagen, IGM, BR Siemens Schaltwerk Berlin; Klaus Murawski, IGM-Delegierter Berlin, ehem. VLA Ausschussleiter, VKL und BR bei OTIS; Jan Roschmann-Greiner ehem. Betriebsrat und Vertrauensmann bei HDW-Kiel(heute TKMS),Kiel; Hans-Jürgen Nestmann Rechtsberatung/ AK Senioren IGM Unterelbe; Michael Weidner, i.A. für die deutsche Koordinierungsgruppe der Internatioalen Automobilarbeiterkoordination, IGM Bosch Reutlingen;  Dietmar Koselitz seit 1969 aktives  Mitglied der IGM Kiel; Hans-Georg Tillmann Sprecher AG 30plus in der SPD; Hans-Jürgen Polke,Delegierter der Geschäftsstelle Kiel-Neumünster IG Metall; Wolfgang Domeier, IGM-Delegierter, ehem. BR-Vorsitzender und VK-Leiter; Peter Vlatten, IGM, ehem. VL  Bereichsleiter und VK-Leitung  Daimler Stuttgart UT;  Hildegard Harms, Spitzbergenweg 39, 22145 Hamburg, ver.di; Reiner Heyse, ehem. BR-Vorsitzender Raytheon Anschütz, Kiel und Vorsitzender Seniorenarbeitskreis Kiel; Hartmut Herold, IGM Berlin, Senioren-Arbeitskreis;  Bärbel Zimmermann, IGM Hamburg;  Karl-Heinz Petersen, IGM Berlin Delegierter;   Krista Deppe ehem. BR-Vors., div. Funktionen in der IG Metall Berlin;   Hildegard Egge IGM Delegierte, stellvertr. Vorsitzende Senioren AK  Kiel-Neumünster;

weitere UnterzeichnerInnen  nach dem 2.7.2020 (Verschickung des offenen Briefes):

Hans-Jürgen Butschler, IGM, ehem. BR Daimler Untertürkheim; Andrè Halfenberg, IGM, ehem. BR Daimler Untertürkheim; Karl-Heinz Schmidt,IGM, ehem.VM VW Wolfsburg; Florian Habekost, IGM, ehem. JAV Nobiskrug; ehem. Mitglied der Tarif- und Verhandlungskommision Küste M&E, Mitglied der Delegierten Versammlung Kiel/ NMS; Stephan Krull, IGM, ehem. BR VW Wolfsburg; Georg Daniels, Berlin, ver.di Fachbereich Medien Berlin-Brandenburg; Joachim Kayser, IGM;

Kommentare und Kritik bitte an :

http://www.arbeitskreis-internationalismus.de/kontakt/

Weitere UnterzeicherInnen bitte an: metallertreff@yahoo.de 

 

 

Siemens mobbt aktiven Gewerkschafter!

Wir rufen zur Solidarität auf!

Siemens-Schaltwerk Berlin:

Wieder sechs Abmahnungen gegen das Betriebsratsmitglied und Mitglied des  AKI Felix W.

Die Geschäftsführung des Siemens-Schaltwerks Berlin (Siemens Energy GmbH & Co KG) sprach gegenüber Betriebsratsmitglied Felix W. gleich sechs Abmahnungen aus.

Offensichtlich hatte das Management die konstruierten Abmahnungsgründe in den letzten Monaten gesammelt, um nun erneut mit einer ganzen Flut von Abmahnungen gegen das aktive Betriebsratsmitglied vorzugehen.

Erst 2017 musste Siemens fünf von sechs konstruierten Abmahnungen, die vor Gericht in sich zusammengefallen waren, wieder aus der Personalakte entfernen.

Hintergrund des Vorgehens ist die kritische Haltung von Felix und die Unruhe  in der Belegschaft wegen der Ausgliederung des Energie – und Kraftwerksbereichs in eine eigene Gesellschaft. Die Kollegen fürchten Arbeitsverdichtung und Arbeitsplatzabbau.

Felix W.  ist aktiver Gewerkschafter und auch Mitglied in unserem Arbeitskreis und jemand der sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lässt.

Wir (der Arbeitskreis Internationalismus der Berliner IG Metall) solidarisieren uns mit Felix und rufen auf, ihn in der bevorstehenden juristischen Auseinandersetzung mit Siemens zu unterstützen. Die IG Metall gewährt Rechtsschutz. Doch wichtig bleibt die öffentliche Unterstützung, wie man an vielen ähnlich gelagerten Fällen sehen konnte.

Veranstaltung „Zeit der Repression“

Mitglieder der Gruppe reAKT-AKTION, Lefteris Arabatzis und ein*e online zugeschaltete*r Aktivist*in der Rechtshilfe gegen Polizeiübergriffe berichten über Griechenland.

WO | Regenbogenkino, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
WANN | Donnerstag, 17. September 2020, 19:30 Uhr

 

Seit dem Sommer 2019 regiert die Nea Dimokratia in Griechenland. In diesem letzten Jahr ist eine zunehmende Militarisierung der Polizei zu beobachten, Überwachung, Übergriffe und Willkür sind an der Tagesordnung. Besetzte Häuser werden geräumt, es gibt ein neues Strafgesetzbuch und die sozialen Rechte der Menschen an ihrem Arbeitsplatz werden eingeschränkt. Neokonservatismus und staatlicher Autoritarismus drohen, sich mit dem Schlagstock durchzusetzen.

Doch es gibt auch Gegenbewegungen, die sich dieser Angstkultur widersetzen: Schon im Sommer 2019 gab es mehrere kleine und größere Arbeiter*innenkämpfe in Griechenland. Im Herbst 2019 wurden zwei Generalstreiks organisiert. Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen stritten während der Corona-Krise für mehr Personal in Krankenhäusern, mehr Intensivstationen und eine bessere Finanzierung des Gesundheitssystems, Lehrer*innen gegen die Privatisierung der Schulen, die Künstler*innen für ein Grundeinkommen während des Lockdowns. Die Kämpfe hatten immer auch einen politischen Inhalt: u.a. für die Beibehaltung des Demonstrationsrechts und die Solidarität mit den Geflüchteten.

Die Referent*innen werden aus erster Hand berichten und die Frage stellen, was die Perspektiven für diese Arbeiter*innenkämpfe gegen die konservative Mitsotakis-Regierung sind.

+++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN +++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN
Wer am 17. September kommen möchte, muss sich unter griechenlandsoli@web.de anmelden! Denn wegen der Corona-Regeln ist die Platzzahl begrenzt. Wir berücksichtigen die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs.

VW übernimmt Verantwortung für Kooperation mit Militärjunta

Es hat lange gedauert. Doch jetzt hat sich endlich etwas bewegt, auch wenn einige der ehemaligen von der Repression betroffenen VW-Arbeiter, die sich jahrzehntelang dafür eingesetzt hatten, es nicht mehr erleben konnten. Wir zitieren aus einer Meldung der Süddeutschen Zeitung:

Wolfsburg/Säo Paulo — Volkswagen übernimmt Verantwortung für seine Rolle während der brasilianischen Mili­tärdiktatur von 1964 bis 1985. Nach Informationen von NDR, SWR und Süd­deutscher Zeitung soll im Verfahren um die Kollaboration des Konzerns mit dem damaligen Regime am Donnerstag in Säo Paulo ein Vergleich unterzeichnet werden. Dieser Vergleich beinhaltet Entschädigungszahlungen für ehema­lige VW-Arbeiter in Millionenhöhe. 36 Millionen Reais (rund 5,5 Millionen Euro) soll die brasilianische Tochter von Volkswagen demnach für individuelle und kollektive Entschädigungen bezah­len. Ein großer Teil des Geldes soll an den Opferverband von ehemaligen Mit­arbeitern und deren Hinterbliebenen gehen. Insgesamt geht es um mehr als 60 Betroffene.“ (SZ, 24.9.2020)

Praxis der Solidarität – Ein Hilferuf aus Thessaloniki

Der AKI organisiert und beteiligt sich seit 2012 aktiv an der Solidarität mit selborganiserten Initiativen und Basis-Gewerkschaften in Griechenland.
In Zeiten der Pademie und den nach wie vor schlechten Lebensbedingungen vieler Griech*innen ist deren Arbeit nach wie vor wichtig. Deshalb werben wir weiter für Solidaritätsspenden.

Hier der Spendenaufruf für die solidarische Arztpraxis in Thessaloniki:

Vor einigen Wochen erreichte uns ein Hilferuf aus Thessaloniki: Die Corona-Pandemie erschwert die Bedingungen der Solidaritätsarbeit.

Die ehrenamtlich organisierte Solidarische Klinik Thessaloniki ist seit dem Lockdown geschlossen. Die Infektionsschutzmaßnahmen sind in Griechenland besonders strikt, weil das öffentliche Gesundheitssystem nach den harten Spardiktaten mit steigenden Infektionen vollständig überfordert wäre. Deshalb sind die solidarischen Praxen auch nach wie vor so wichtig.

Unsere Freundinnen und Freunde in Thessaloniki haben deshalb den Betrieb wieder aufgenommen und organisieren beispielsweise die Medikamentenausgabe unter freiem Himmel. Aus diesem Grund sind sie auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir wollen ihnen helfen!

Wer die Solidarische Klinik Thessaloniki unterstützen möchte, kann dies direkt mit einer Spende auf das Konto der Klinik tun:

KIA-Praxis der Solidarität Piraeus Bank
ΙΒΑΝ : GR89 0172 2720 0052 7205 9087 744
BIC : PIRBGRAA

Und wenn ihr noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk seid oder Lesestoff für den zweiten Lockdown braucht, dann haben wir vielleicht etwas für euch:

2018 haben wir ein Buch herausgebracht, das den Widerstand der Menschen in Griechenland gegen die Austeritätspolitik literarisch dokumentiert. Auf unseren vielen Solidaritätsreisen nach Hellas sind Lyrik und Fotografie entstanden, die wir auf 140 Seiten in unserem Band Muschelscherben zusammengestellt haben. Wir verkaufen die restlichen Exemplare nun zu einem Spendenpreis von 20 Euro inklusive Versand in Deutschland und 20 Euro plus Versand ins Ausland.

Website Muschelscherben:
https://giovannilocurtofundraising.visura.co/muschelscherben

Kolumbien: Historischer Streik beendet

3. Dezember 2020

Die Gewerkschaft Sintracarbón und das kolumbianische Unternehmen Cerrejón haben einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet, der sicherstellt, dass die Arbeitnehmer ihre Leistungen behalten können. Die Vereinbarung beendete den längsten Streik in der Geschichte der Mine.

Die kolumbianische Kohlenarbeitergewerkschaft Sintracarbón, eine Tochtergesellschaft der IndustriALL Global Union, und Cerrejón, ein Bergbauunternehmen der multinationalen Unternehmen Glencore, BHP und Anglo American, unterzeichneten am Abend des 30. November einen Tarifvertrag, mit dem ein Gewerkschaftsvertrag beendet wurde Streit, der 91 Tage gedauert hatte.

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Protest bei Daimler Berlin Marienfelde

9.12.2020 ist Aktionstag . Die Belegschaft des Mercedes-Benz Werks in Berlin Marienfelde protestiert gegen die drohende Streichung von 2.000 der 2.500 Arbeitsplätze.

Ist der Aktionstag ein Vorbote einer Welle von Auseinandersetzungen, wenn Versäumnisse und Krisenlasten auf die Beschäftigten in der MetallIndustrie erst richtig zuschlagen ?

Es geht um den Erhalt von hochwertigen Arbeitsplätzen am Standort Berlin. Es geht dabei aber auch um Investitionen für zukunfsfähige ökolgisch verträgliche Produkte. Einige sagen, dass bisher noch nicht viel passiert sei und der Druck deutlich erhöht werden muss. Zum längeren Streik aufzurufen findet der 1. Bevollmächtigte der IG Metall noch verfrüht, wie die junge Welt von am 10.12.2020 berichtet. Ist das wirklich so ? Reichen die aktuellen Aktionen und Worte allein aus? Die gewünschten klaren Zusagen seitens des Daimler Managements lassen auf sich warten. Wir meinen, der Aktionstag kann nur ein Auftakt sein. Eine solche Botschaft wird am Besten verstanden! Egal, was geredet wird. Friedliche Feiertage und ein friedliches Jahr 2021 sind wohl eine Ilusion. Und wir sollten gleich am Standort in die Offensive gehen, damit Tesla in Grünheide nicht aus den Tarifverpflichtungen ausbuchst und Arbeitststandards der Arbeitnehmer aufweicht.

Der bisherige Werksleiter von Daimler Marienfelde hat sich bereits zu Tesla aus dem Staub gemacht.

Hier ein Beitrag mit Video von Labournet TV . Es kommen beteiligte Kolleginnen und Kollegen sowie Unterstützer selbst zu Wort.

https://de.labournet.tv/protest-bei-daimler-marienfelde?fbclid=IwAR3lTfks3dmO06ZnaeSUR1LH1BYYINPWELr_kTOcgmrjb5h6sjCLFULpQZ8