Kolumbien: Erneute Ermordung eines Gewerkschafters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahrelang war aus der kolumbianischen Armee und von den Todesschwadronen der paramilitärische Kommandos zu hören, die tödlichen Attentate auf Gewerkschafter/innen hätten ihr Ursache darin, dass diese mit den bewaffneten Verbänden der FARC kooperierten. Das blieb immer ein nicht bewiesener Vorwurf. Doch nun zeigt sich die ganze Verlogenheit dieser Argumentation. Die Morde gehen auch nach der freiwilligen Entwaffnung der FARC-Verbände weiter, und zwar ungebremst. Opfer wurde jetzt  der Präsident der Zuckerarbeitergewerkschaft Alberto Román Acosta González. Der internationale Dachverband der Lebensmittelgewerkschaften IUL berichtet darüber:

UIL-Bericht

Wir trauen mit den Angehörigen des Kollegen und sind solidarisch mit der SINTRAINAGO.

 

 

 

Staatliche Einsatzkräfte in Kolumbien verüben erneut Massaker

Militär und Polizei töten neun Kleinbauern und verletzen 18 weitere schwer.
Proteste sozialer Bewegungen in mehreren Städten für Sicherheit und Recht auf Leben.
Ein Beitrag von Ani Dießelmann im ND:

Kolumbien: Paramilitärs besetzen von der Guerilla aufgegebene Gebiete

Am Wochenende veröffentlichte die Junge Welt ein Interview mit dem in Hamburger Exil lebenden kolumbianischen Schriftsteller Mauricio Vidales, der auch Mitglied der dortigen KP und der Bewegung Marcha Patriotico ist. Thema ist die jüngste Entwicklung im Lande. Vidales macht darauf aufmerksam, dass der kolumbianische Staat die im Zuge der Friedensabkommens übernommenen Verpflichtungen nicht einhält. Auch habe die freiwillige Entwaffung der FARC dazu geführt, dass nun die Paramilitärs von der Guerilla aufgegebenen Gebiete übernehmen. Gleichzeitig berichtet Vidales über Misshandlungen von Gefangenen der FARC und der ELN in den Gefängnissen. Wir dokumentierten hier das Interview:

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Unterstützt die kolumbianischen Bergarbeiter*innen

Die Nationale Gewerkschaft der Beschäftigten der Kohlenindustrie (Sintracarbón) bestreikt das Cerrejón Kohlenbergwerk in Kolumbien, das von drei multinationalen Bergbauunternehmen, Anglo American, BHP und Glencore, betrieben wird.

https://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=4562

Kolumbien: Historischer Streik beendet

3. Dezember 2020

Die Gewerkschaft Sintracarbón und das kolumbianische Unternehmen Cerrejón haben einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet, der sicherstellt, dass die Arbeitnehmer ihre Leistungen behalten können. Die Vereinbarung beendete den längsten Streik in der Geschichte der Mine.

Die kolumbianische Kohlenarbeitergewerkschaft Sintracarbón, eine Tochtergesellschaft der IndustriALL Global Union, und Cerrejón, ein Bergbauunternehmen der multinationalen Unternehmen Glencore, BHP und Anglo American, unterzeichneten am Abend des 30. November einen Tarifvertrag, mit dem ein Gewerkschaftsvertrag beendet wurde Streit, der 91 Tage gedauert hatte.

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Kolumbien: DRINGENDER AUFRUF für die Freilassung verhafteter Aktivisten


VERHAFTUNGEN VON BAUERNFÜHRERN DES COORDINADOR NACIONAL AGRARIO (CNA) UND DES CONGRESO DE LOS PUEBLOS

Vom Netzwerk Red de Hermandad y Solidaridad con Colombia (REDHER) prangern wir die Verhaftungen von zwei unserer Mitglieder, TEOÓFILO ACUÑA und ADELSO GALLO, Sprecher des Bündnisses Cumbre Agraria Campesina Étnica y Popular, an diesem Dienstag, den 15. Dezember 2020 an. (ONLINE-Petition UNTERSCHREIBEN)
Zudem wurde ROBERT DAZA, ein Bauernführer der CNA im Departement Nariño, ebenfalls in den frühen Morgenstunden des 16. Dezember verhaftet.

DER SACHVERHALT:
Heute um 16:45 Uhr nahm die Polizei in einem Großeinsatz Teófilo Acuña in der Gemeinde Barranco de Loba (Bolivar) fest und brachte ihn nach El Banco (Magdalena), von wo aus sie ihn nach Bucaramanga bringen wollen. Der Haftbefehl wurde heute, am 15. Dezember 2020, in Popayan ausgestellt und mit einer noch nie dagewesenen Sorgfalt ausgeführt. Um 17:00 Uhr wurde Adelso Gallo in der Stadt Villavicencio unter vorerst unbekannten Umständen verhaftet, offenbar auf Grund der gleichen Anordnung, die ein Richter in Santa Marta am selben Tag erlassen hatte.
Teófilo Acuña und Adelso Gallo sind namhafte soziale Führungspersönlichkeiten, die an internationalen Rundreisen des Netzwerks REDHER Kolumbien teilgenommen haben und in den letzten 20 Jahren unsere Menschenrechtskarawanen und Menschenrechtsbegleitungen in Kolumbien begleitet haben.

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Brief des AKI an die politisch Verantwortlichen in Kolumbien

Sehr geehrter … ,

über das Netzwerk „Red de Hermandad y Solidaridad con Colombia“ haben wir erfahren, dass drei Persönlichkeiten aus den sozialen Bewegungen Kolumbiens verhaftet worden sind. Wir haben selbst jahrelang als Gewerkschafter mit dem Netzwerk kooperiert und konnten uns davon überzeugen, dass REDHER die legitimen sozialen Nöte und Forderungen der Bevökerung mit demokratischen und friedlichen Mitteln unterstützt.

Uns ist bislang nicht bekannt, welche Vorwürfe gegen die Verhafteten erhoben werden. Wir bitten Sie, die von der Justiz erhobenen Vorwürfe und mögliche Beweise für Straftaten zu benennen, damit die Öffentlicheit deren Berechtigung prüfen kann.

Auf keinen Fall dürfen die Verhafteten, TEÓFILO ACUÑA, ADELSO GALLO, ROBERT DAZA deshalb ihrer Freiheit beraubt werden, weil sie Aktivisten sozialer Bewegungen sind.

In tiefer Sorge

J.Gester

im Auftrag des „Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin“.

Berlin, 24.12.2020