Koreanische Gewerkschaften rufen am 30. November zum Generalstreik auf

 

Die koreanischen Gewerkschaften rufen in ihrem Kampf gegen die Angriffe der Regierung auf die Rechte der Beschäftigten am 3o. November zu einem Generalstreik auf. Die Park Geun-Hye-Regierung veranlasste die Polizei Gewerkschaftsbüros zu überfallen. Hunderte gewerkschaftlicher Aktivist/innen wurden verhaftet.

 

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Petition für die Freilassung von Han Sang-Gyun

An den südkoreanischen Richter, LEE Sang-ju:

Respektieren Sie die verfassungsmäßigen Rechte der Arbeitnehmer!
Entlassen Sie HAN Sang Gyun, Präsident von KCTU, umgehend aus der Haft!

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Am 4.Juli 2016 wurde HAN Sang Gyun, der Präsident der KCTU (Korean Confederation of Trade Unions: Koreanischer Gewerkschaftsbund), von Richter SHIM Dan wegen Organisation einer Demonstration gegen den von der koreanischen Regierung vorgeschlagenen Gesetzesentwurf zur Reform des Arbeitsrechts zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem die Staatsanwaltschaft acht Jahre gefordert hatte. Aktuell sitzt er seit einem Jahr im Gefängnis. HAN Sang Gyun organisierte erfolgreich landesweite Streiks und Kundgebungen im April und Juli 2015. Am 14. November war er Mitorganisator einer Massenkundgebung, an welcher Berichten zufolge 130.000 Bürger teilnahmen.

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Dokumentarfilm „SEWOL“

TOPSHOTS Relatives of victims of the Sewol ferry accident have their heads shaved during a protest ahead of the anniversary of the disaster, in Seoul on April 2, 2015. A group of 52 relatives of the victims of South Korea's Sewol ferry disaster last year had their hair shaved, demanding the salvage of the wreckage and an independent inquiry into the mishap. AFP PHOTO / Ed Jones

Am 16. April 2014 sank die südkoreanische Personenfähre Sewol vor der südkoreanischen Küste. Dabei starben 304 Menschen. 250 Opfer waren 16-jährige Schüler, die auf Klassenfahrt waren. Die grausame Tragik: Experten sagen, die Opfer hätten möglicherweise gerettet werden  können. Weitgehend unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit kämpfen die Angehörigen der Opfer dafür, dass ein unabhängiger Untersuchungsausschuss die Wahrheit über die Unfallursache, über den misslungenen Rettungseinsatz der Küstenwache und das misslungene    Krisenmanagement der Regierung aufklärt. Ein verzweifelter Kampf gegen den Staat, bei dem die Angehörigen nicht einmal Raum und Zeit finden können, richtig zu trauern.

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Schluss mit Samsungs „gewerkschaftsfeindlicher“ Strategie und Verletzung von Arbeitnehmerrechten!

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Der Gründer von Samsung hat Berichten zufolge einmal erklärt, dass das Unternehmen „nur über meine Leiche Gewerkschaften anerkennen“ werde. Jetzt geht aus zugespielten internen Dokumenten von Samsung hervor, wie weit das Unternehmen zu gehen bereit ist, um seine Beschäftigten zu kontrollieren, vor allem diejenigen, die eine Gewerkschaft gründen wollen. Samsung muss die Arbeitnehmerrechtsverletzungen und seine „gewerkschaftsfeindliche“ Strategie unverzüglich beenden. Internationale Gewerkschaftsverbände haben eine Petition ins Leben gerufen.

Hier geht es zur Petition:

 

Südkorea: Mehr als 2. Mio Menschen auf der Straße

Seit Wochen gibt es Proteste. Die Regierung spielt auf Zeit. Aber die Demonstrierenden spüren ihre Macht und lassen nicht locker. Der SZ-Korrespondent Christoph Neidhart berichtet in der SZ vom 5.12.: 

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„Seoul — Kinder kicken sich einen Ball zu, auf dem das Gesicht von Park  Geun-hye prangt. Einige Schritte weiter steht Südkoreas Präsidentin überlebensgroß als gefesselte Puppe, daneben trägt sie als Pappfigur Häftlingsklamotten. 1,7 Millionen Koreaner, mehr denn je, haben am Samstagabend auf dem Gwanghwamun-Platz in Seoul erneut für Parks sofortigen Rücktritt demonstriert. Im übrigen Südkorea waren weitere 600 000 Menschen auf der Straße, auch viele Familien mit Kindern. Ein Fackelzug pilgerte zum „Blauen Haus“, ihrem Amtssitz, um der verhassten Präsidentin zum Abgang zu leuchten …

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Solidaritätsaktion für den KCTU in Genf

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Gewerkschaften in aller Welt bekundeten am 30. November ihre Solidarität mit dem vom KCTU organisierten Generalstreik, darunter mehr als 100 Gewerkschafter aus internationalen und nationalen Gewerkschaftsorganisationen, die sich zu einer Kundgebung in Genf versammelten. Der Koreanische Gewerkschaftsbund fordert eine Ende der gewerkschaftsfeindlichen Repressionen und den sofortigen Rücktritt der Präsidentin Park Guen-hye. An dem Streik beteiligten sich mehr als 200 000 KCTU-Mitglieder.

Mehr zum Thema auf der Website der IUL

Eine weitere Demo gegen Park Geun-Hye am 10. Dezember

Demonstration gegen Park Geun-Hye // 베를린 박근혜 탄핵 집회

Dezember 10, 15:0017:30

Hier gibt es weitere Infos:

Demonstration gegen Park Geun-Hye // 베를린 박근혜 탄핵 집회

Ende der Provokationen und Sanktionen, Neustart für den direkten Dialog!

Pressemitteilung des Korea Verbands zur Krise zwischen den USA und Nordkorea 18. August 2017

Nachdem Nordkorea erfolgreich Interkontinentalraketen getestet hatte, die auch das amerikanische Festland erreichen könnten, eskalierten die Drohgebärden Nordkoreas und der USA. Ein militärischer Konflikt schien unmittelbar bevorzustehen. Der Korea Verband verurteilt jegliche Provokationen von Seiten Nordkoreas und der USA und spricht sich gegen die anhaltende Militarisierung und atomare Aufrüstung in der Region aus. Wir fordern einen Neustart des direkten Dialogs zwischen Nordkorea, Südkorea und den USA und ein Ende der militärischen Provokationen und Sanktionen.

Die aktuelle Eskalation muss vor dem Hintergrund verstanden werden, dass nach dem Ende des Koreakriegs vor über 60 Jahren zwischen Nordkorea sowie den USA und Südkorea kein Friedensvertrag zustande kam. Mit der konventionellen Aufrüstung des Südens, unterstützt durch die geballte Militärmacht der USA, konnte der Norden auf Dauer nicht Schritt halten. Deshalb haben die nordkoreanischen Machthaber ab 2008 die strategische Entscheidung getroffen, ein nukleares Arsenal als ultimative Sicherheitsgarantie aufzubauen.

Die Vereinten Nationen haben ihre Sanktionen gegen Nordkorea seit 2006 kontinuierlich verschärft, dennoch hat sich die Lage weiter zugespitzt. Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm konnte nicht gestoppt werden, die Sanktionen haben ihre Wirkung verfehlt. „Nur die Bevölkerung Nordkoreas leidet unter den Sanktionen“, so Nataly Jung-Hwa Han, Vorstandsvorsitzende des Korea Verbands. „Die internationale Staatengemeinschaft muss endlich die Wirksamkeit der Sanktionen hinterfragen.“ Statt den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen, fordert der Korea Verband die Konfliktparteien zum Dialog auf.

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18. November: Menschenkette von der nordkoreanischen Botschaft zur Botschaft der USA

Samstag, 18. November 2017 in Berlin, Treffpunkt Brandenburger Tor, 11 Uhr

Mit großer Sorge blickt die Welt Richtung Washington und Pjöngjang. Donald Trump und Kim Jong-un überbieten sich mit völkerrechtswidrigen Drohungen, den Gegner auszulöschen. Der US-Präsident droht mit der „Vernichtung Nordkoreas“. Der nordkoreanische Außenminister warnte, der US-Präsident habe „die Zündschnur für Krieg entflammt“. Nordkorea erwägt den Test einer Wasserstoffbombe.

Das Problem
Die Welt steht am Rande eines Atomkrieges. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zeigt, wie der Besitz von Atomwaffen und das Konzept der atomaren Abschreckung geradewegs in die Eskalation führt.

Weltweit gibt es noch 15.000 Atomwaffen. Diese gefährden die Existenz der gesamten Menschheit, ja des Planeten Erde. Für mindestens 1 Billion US-Dollar modernisieren alle Atommächte ihre Arsenale. Atomare Abkommen wie das mit dem Iran und zwischen Russland und den USA sind gefährdet – weltweite Aufrüstung droht.

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Veranstaltung zu innerkoreanischem Dialog

2017 eskalierten die Drohgebärden Nordkoreas und der USA, nachdem Nordkorea erfolgreich Interkontinentalraketen getestet hatte. Ein militärischer Konflikt mit weltweiten Auswirkungen schien unmittelbar bevorzustehen. Doch mit den olympischen Winterspielen in Südkorea 2018 kam die erhoffte Wende. Alle Zeichen standen auf Dialog und Wiederannäherung. Am 27. April kamen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-In erstmals für ein Gipfeltreffen zusammen.

Die Hoffnung auf eine weitere Annäherung wurde durch die US-südkoreanischen Militärmanöver getrübt. Daraufhin hatte Nordkorea weitere Gespräche mit Südkorea auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun sagte auch Trump das geplante Treffen mit Kim Jong-Un ab, obwohl sich Nordkorea an die Abmachungen hielt und sein Atomtestgelände geschlossen hat. Ist die Zeit der Gespräche schon wieder vorbei? Wie können Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel dennoch realisiert werden? Hierzu wollen wir gemeinsam mit Prof. Dr. Kim Jinhyang diskutieren, ein renommierter Praktiker für innerkoreanische Beziehungen.

Vortrag:Prof. Dr. Kim Jin-Hyang, mit Übersetzung vom Koreanischen ins Deutsche

Begrüßung und Moderation: Yann Werner Prell, Korea Verband

Dolmetscherin: Nataly Jung-Hwa Han, Korea Verband

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Zeit: Mittwoch, den 6. Juni 2018, um 19.00 Uhr (Eintritt frei)

Anmeldung erbeten: Per Mail an mail@koreaverband.de

Die Veranstaltung wird organisiert von:
416 Global Networks – Europa und dem Korea Verband
In Kooperation mit der Werkstatt der Kulturen, dem International Peace Bureau, NatWiss und dem AK Internationalismus der IG Metall.

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Stiftung Umverteilen für eine solidarische Welt.