Coronakrise auf dem Rücken der Beschäftigten durch Aushöhlung der Arbeitszeitregelungen

Da fehlen einem die Worte. Nun Lockerung der Arbeitszeitregelungen! Als würden die Menschen in den Krankenhäusern nicht schon so bis an den Rand der Erschöpfung arbeiten! „Bundesregierung ermöglicht während der Coronakrise Zwölf-Stunden-Arbeitstage“  titelt heute das  Handelsblatt (hier der Link:  https://app.handelsblatt.com/…/arbeitszeitge…/25719606.html…)

Herr Spahn und die Bundesregierung setzen jeden Tag in ihrem Personalmissmanagement noch einen drauf. Mit Aufrechterhaltung von miserablen Löhnen, unzumutbaren Arbeitsbedingungen und vollkommen unzureichender Schutzausrüstung lässt sich der Personalnotstand in den Kliniken aber nicht auflösen.

Für alle Art Unternehmen können im Schweinsgalopp Milliarden mobilisiert werden, für die Beschäftigten in den „systemrelevanten Berufen“ wird aber ein Riesentheater um jeden Euro mehr gemacht . Tausende Jungmediziner werden, anstatt zu entlasten, mit einer erschwerten Hammerprüfung vergrault. Die fehlen jetzt zu Hunderten in den Kliniken, der Rest ist ausgelaugt und demotiviert.
Und die notwendige und eigentlich selbstverständliche Versorgung mit der ausreichenden Schutzausrüstung ist immer noch nicht gewährleistet. Klinikschliessungen werden jetzt sogar mitten in der Krise mit Hochdruck fortgesetzt, verbunden mit Entlassungen!  Parallel dazu  werden an anderer Stelle provisorische Notkliniken im Eiltempo hochgezogen. Und nicht das benötigte Personal gefunden. Das   ist doch  krank!

Und nun noch Lockerungen der Arbeitszeitregelungen! “ Ruhezeiten zu beschneiden bedeutet die Gesundheit der Beschäftigten zu riskieren! Schlaf ist die Voraussetzung für ein gut arbeitendes Immunsystem. Dieses ist grade in Pandemiezeiten unabdingbar. Niemandem ist geholfen, wenn viele Beschäftigte des Gesundheitswesens schwer erkranken und damit erst recht für die Versorgung ausfallen! “ (Peer Vlatten).
Diese Politik hinter einer Biedermeiermaske mit warmen Worten ist in keiner Weise im Interesse der Allgemeinheit! Alle Gewerkschaften sollten die Stimme erheben und protestieren!