Daimler-Tochter „Freightliner“ geht gegen Gewerkschafter vor

Weil sie einen Warnstreik bei der Daimler-Tochter »Freightliner« in North-Carolina (USA) mitorganisiert haben, stehen fünf Mitglieder der Tarifkommission seit einem Jahr auf der Straße.

Angeblich sei der Streik illegal gewesen, hatte die Geschäftsleitung behauptet und die aktiven Gewerkschafter gefeuert. In Wirklichkeit hatte die Geschäftsleitung des Lastwagenwerks die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag abgebrochen. Nach dem Ablauf der Friedenspflicht stimmten bei einer Urabstimmung 85 Prozent für Streik. Für Robert Whiteside, gefeuerter Vorsitzender der Tarifkommission, führt die Stuttgarter Konzernmutter Regie in dem Konflikt. »Mit unserem Rausschmiss soll allen gezeigt werden, was passiert, wenn sich hier in den Südstaaten einer traut aufzustehen.« In Betrieben des konservativen Südens der USA werden jedes Jahr Tausende Beschäftigte gefeuert – nur weil sie versuchen, eine gewerkschaftliche Vertretung aufzubauen. Daimler-Beschäftigte in Untertürkheim haben kürzlich vor den Werkstoren über 2300 Euro Spenden für die entlassenen, US-Kollegen gesammelt.
Das gespendete Geld soll für die Rechtsanwaltskosten der »Freightliner 5« verwendet werden.

Spendenkonto:
BASIS e.V. Volksbank ES,
Stichwort Freightliner 5, BLZ
611901 10, Konto-Nr 201457008
aus metallzeitung 9/2008