Erneutes Attentat auf Gewerkschafter in Kolumbien

Der kolumbianische Gewerkschaftsdachverband CUT machte die Öffentlichkeit am 26. Juni 2014 darauf aufmerksam, dass erneut ein Attentat auf eins seiner aktiven Mitglieder verübt wurde. Dem Kollegen Alvaro Vega, Vorstandsmitglied der CUT, dem größten kolumbianischen Gewerkschaftsdachverband, wurde gestern, am 26.Juni in Cali auf offener Straße eine unbekannte chemische Substanz ins Gesicht geworfen. Er wurde zur Zeit der Nachricht im Krankenhaus behandelt.

Für die Mainstream-Medien ist dies kein Thema. Deren große Geschäftskunden setzen auf das Freihandelsabkommen, das die EU mit Kolumbien abgeschlossen hat. Die großen europäischen Konzerne wie Nestlé möchten zu gleichen Konditionen wie ihre US-Konkurrentzen vom lateinamerikanischen Markt profitieren. Ein Kernstück dieser Konditionen ist die Bekämpfung der Gewerkschaften. Auch der Auftragsmord gehört dazu. So etwas passt natürlich nicht zu den großen Reden der hiesigen politischen Repräsentanten, die sich gerne in ihrer Freiheitsrhetorik zu überbieten versuchen. Nur vorsichtig nähern sich einige Medien wie die SZ diesem Thema, auch wenn die Vorwürfe gegen die angeklagten Konzerne noch mit dem Wort „sollen“ als bloßer Verdacht behandelt werden. Den aktuellen Artikel mit der Überschrift „Blut für Kohle“ haben wir eingescannt.

„Blut für Kohle“

Doch Der Fall „Drummond ist längst gerichtsnotorisch. Darüber berichtete bereits 2010 das Portal america21.