Freihandel ja – Menschenrechte nein?

Zum Handelsabkommen der EU mit Kolumbien und der Andengemeinschaft

Mittwoch, 13.05.2009 / 19.00 Uhr

ReferentInnen:
* Luciano Sanin (Kolumbianische Gewerkschaftsschule ENS, Medellín)
* Aura Rodriguez (Plattform Menschenrechte, Demokratie & Entwicklung, Bogotá)
* Peter Fuchs (WEED, Berlin)

Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, Berlin. Versammlungsraum, Aufgang III
Spanisch mit deutscher Übersetzung

Seit Februar verhandelt die EU mit drei der vier Staaten der Anden
Gemeinschaft CAN über ein Handelsabkommen. Weltweit sind solche
Abkommen Teil einer aggressiven Außenhandelstrategie der EU.
Menschenrechtsgruppen kritisieren die Verhandlungen in Anbetracht der
massiven Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien. Der
Integrationsprozess der CAN ist durch die Verhandlungen, die nur mit
einem Teil des Bündnisses geführt werden, gefährdet. Das
Freihandelsabkommen Kolumbiens mit den USA wird seit Monaten vom
US-Kongress aufgrund der Morde an GewerkschafterInnen in Kolumbien
blockiert. Die Handelsabkommen der EU mit Kolumbien, Peru und Ecuador
sollen bis Juni fertig ausgehandelt sein. Während die Öffentlichkeit
nicht über die Verhandlungen informiert wird, ist davon auszugehen,
dass die EU nicht hinter dem mit den USA ausgehandelten Vertrag
zurückbleiben will mit allen negativen Auswirkungen für Umwelt,
KleinbäuerInnen, ArbeitnehmerInnen und die ärmere Teile der Bevölkerung.

Luciano Sanin und Aura Rodriguez berichten von der Position
kolumbianischer Menschenrechtsorganisationen zu den Verhandlungen.
Peter Fuchs wird einleitend die Global Europe Strategie skizzieren.

Veranstalter:
– kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V. www.kolko.de
– WEED – Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V.