Machtvolle und breite Protestaktion zum G20-Gipfel


Der G20-Gipfel in Hamburg ist vorbei. Die Medienberichte kreisen fast nur um die Randale, die von einigen 100 Demonstranten veranstaltet wurden. Diese vielfach sinnlosen Zerstörungen waren weder von den Organisator/innen der Demo geplant, noch sind sie Ausdruck einer  politischen Kritik an den Veranstaltern des Gipfels. Sie dokumentieren nur die Unfähigkeit dieser Akteure mit teils fragwürdiger Herkunft zu einer wirklich gesellschaftsverändernden Praxis. Kaum ein Thema ist auch der Polizeieinsatz, den der Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten Thomas Wüppesahl als „außerhalb jeder Rechtstaatlichkeit“ bewertete. Der Hamburger Oberbürgermeister will alles richtig gemacht haben. Eine Auseinandersetzung der Presse mit den politischen Kritiken und Forderungen der großen Masse der friedlich protestierenden fast 80 000 Demonstrant/innen findet so gut wie nicht statt. Die Verantwortung der G20-Staaten,  die sich auch gerne als die „wichtigsten und führenden Industrienationen“ bezeichnen, an den tatsächlichen globalen Katastrophen ist kein Thema. Die politischen und vor allem die maßgeblichen wirtschaftlichen Eliten fühlen sich nicht angesprochen.

Auch Mitglieder des Arbeitskreis Internationalismus haben sich in Hamburg in die Demonstration eingereiht.

Im Folgenden einige Impressionen der Aktion in Hamburg und  eine erste Bewertung des Gipfels durch Rainer Braun, Christine Karch und Peter Vlatten, der auch Mitglied unseres Arbeitskreises ist.

G20: erbärmlich – eine erste Einschätzung