Rote Karte für „Loi Travail“

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Unter diesem Titel organisierten der Arbeitskreis Internationalismus, die Initiative Euro-Marsch und eine Seminargruppe aus Gewerkschaftern von Opel Bochum eine kleine Kundgeung vor der französischen Botschaft. Die Teilnehmer/innen der Aktion unterschrieben „Rote Karten“ mit einem Text, der ihren Protest gegen die Politik der französischen Regierung zum Ausdruck brachte. Die „Roten Karten“  wurden anschließend der Botschaft übergeben. Ver.di und die DGB-Jugend, auch Mitglieder bei Alter Summit, sahen sich dazu außerstande.

Hier der Aufruf von Alter Summit:

Rote Karte für „Loi Travail“

Das Alter-Summit-Netzwerk und seine Mitgliedsorganisationen unterstützen die sozialen Bewegungen in Frankreich in ihrem Kampf um die Rücknahme des Loi Travail und bekunden ihre uneingeschränkte Solidarität.

Wir alle, die wir in vielen Ländern Europas aktiv sind, wissen nur zu gut, welche Konsequenzen solche „Reformen“ nach sich ziehen. Diese „notwendigen Reformen“, die zunächst in Deutschland mit der Agenda 2010, später in Griechenland, Rumänien, Spanien, Italien, Portugal, Irland … durchgesetzt wurden, beeinträchtigen unser Leben. Prekarität wird besonders für die junge Generation zur Alltäglichkeit, Arbeitsbedingungen verschlechtern sich von Tag zu Tag, die Arbeitslosenzahl steigt und Flexibilität wird zur Norm.

Das Loi Travail ist Teil des Reformprogramms der nationalen Regierungen und der europäischen Institutionen. Das Programm untergräbt systematisch die Rechte aller Bevölkerungen und diese Entwicklung wird vorangetrieben, wenn sie nicht von einer breiten Widerstandsbewegung gestoppt wird. Unter solchen Umständen ist der Widerstand der sozialen Bewegungen in Frankreich von entscheidender Bedeutung für all unsere Kämpfe.

Wir verurteilen außerdem nachdrücklich die Kriminalisierung der Proteste sowie die Medienpropaganda, mit der versucht wird, die Öffentlichkeit von den wahren Zielen der Reform abzulenken.

Wir rufen dazu auf, die für den 23. und 28. Juni 2016 in Frankreich geplanten Aktionstage mit Akten der Solidarität zu unterstützen.

Brüssel, 17. Juni 2016