Solidaritätserklärung des Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall VerwSt Berlin

„Sofortige Rücknahme der fristlosen Kündigung des BR Klaus Spechts durch das Daimler-Management!“

Ohne das Recht auf freie Koalitionsbildung und ohne eine breite Information der Kolleginnen und Kollegen über die Politik des Managements und die Linie der betrieblichen Interessenvertretung ist es unmöglich die Interessen der abhängig Beschäftigten gegen die Macht des Kapitals zu verteidigen.

Genau gegen dieses Recht richtet sich die Kündigung von Klaus Specht, dessen Arbeit diesem Grundsatz gerecht werden wollte.

Es ist schlimm genug, sich in diesem Konflikt einer Geschäftsleitung gegenüber zu sehen, die offen den Abschuß eines gewählten Vertreters der Belegschaft betreibt und sich in Rechtsbeugung versucht. Nicht weniger erschreckend ist es, daß die BR-Mehrheit diesem Angriff noch grünes Licht gegeben hat.

Die Konflikte über die Frage, wie der Kampf gegen das Mercedes-Management am besten zu organisieren ist, kann nur erfolgreich sein, wenn er offen und ohne Ausgrenzungen vor den Augen der Belegschaft ausgetragen wird. Diese allein sollte darüber befinden, wer ihre Interessen vertritt und wer nicht. Dies gilt inebesondere dann, wenn die Frage umstritten ist, wer im Sinne gewerkschaftklicher Grundsätze handelt und wer nicht.

Wir fordern die unverzügliche Rücknahme der Entlassung durch das Daimler-Management und die Umwandlung der Zustimmung der BR-Mehrheit zur Kündigung in ein Veto gegen die Kündigung des Kollegen Specht!

1.Mai 1999

Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin