Veranstaltung der „Gewerkschaftlichen Solidaritätsgruppe Griechenland“

image_001

Einladung des ver.di-Gewerkschaftsrats:

zum Vortrag und Austausch über den Besuch in Athen im September 2016 mit der „Gewerkschaftliche Solidaritätsgruppe Griechenland“

am

Dienstag, den 29. November, von 19.30-21.30 Uhr,

im Raum Nabucco (Basisgeschoss/gegenüber von Raum Aida).

grf1

 

Zum Hintergrund:

Wir (die „Gewerkschaftliche Solidaritätsgruppe Griechenland“) sind eine Gruppe engagierter Kolleginnen und Kollegen, die seit 2012 in einem regelmäßigen Austausch mit griechischen Gewerkschaften und sozialen Projekten der Selbstverwaltung stehen. Wir kommen aus verschiedenen Gewerkschaften (ver.di, IGM, GEW) und verschiedenen Städten (Berlin, Hamburg, Darmstadt, Hanau, Salzgitter). Bisher besuchten wir jährlich im September in einer größeren Gruppe unsere Partner in Griechenland; jedes Frühjahr luden wir eine Gruppe griechischer GewerkschafterInnen ein, um in verschiedenen deutschen Städten auf Veranstaltungen über die Situation in Griechenland zu informieren.

Zu unseren festen Kontakten in Griechenland gehören u.a.:

  • die Belegschaft der Aluminiumhütte am Golf von Korinth;
  • das Arbeiterzentrum (der regionale Zusammenschluss der Gewerkschaften, vergleichbar mit DGB-Ortskartellen) in Livadia;
  • Die Gewerkschaften (der Hafenverwaltung und der Dockarbeiter) im Hafen von Piräus;
  • die beiden Lehrergewerkschaften in Athen;
  • verschiedene Basisgewerkschaften in Athen (Beschäftigte in der Gastronomie, in
  • Papier- und Buchhandlungen; in Ingenieurs- und Architekturbüros);
  • die Belegschaft des besetzten Betriebes VIO.ME;
  • die soziale Gesundheitspraxis in Thessaloniki;
  • „Solidarity for all“ (Koordination der Selbsthilfeprojekte in Griechenland;
  • „Diktio“, eine Initiative zur Betreuung und Organisation der Flüchtlingshilfe.

 

Aus der bisherigen Zusammenarbeit haben sich festere Kontakte ergeben, so u.a.:

  • Partnerschaft zwischen dem DGB Darmstadt und dem Arbeiterzentrum in Livadia:
  • Zwischen der IGM Salzgitter-Peine und GewerkschafterInnen, insbesondere der
  • Belegschaft der Aluminiumhütte in Griechenland;
  • der GEW Berlin und den griechischen Lehrergewerkschaften;
  • dem DGB Bildungswerk Hessen, die Seminare in Athen durchführte mit Besuchen von Gewerkschaften und sozialen Projekten.

 

Zu den Aktivitäten der gewerkschaftlichen Solidaritätsgruppe gehörte auch der Besuch verschiedener Gedenkstätten, beispielsweise in Distomo, dem Ort eines der schrecklichsten Massaker der deutschen Wehrmacht in Griechenland, oder von Kesariani, dem Erschießungsplatz der Deutschen Wehrmacht in Athen. Daraus ergaben sich Treffen mit Organisationen und Personen des antifaschistischen Widerstandes, wie dem Ausschuss für die Reparationsforderungen oder dem alten Widerstandskämpfer Manolis Glezos. Ein Resultat dieser Kontakte ist die Ausstellung in der Berliner Medien Galerie von ver.di über die Gräueltaten der Wehrmacht auf Kreta.

Die Kosten für unsere Reisen und Gegenbesuche aus Griechenland wurden bisher überwiegend durch die Mitglieder der Solidaritätsgruppe aufgebracht, zu einem geringeren Teil auch durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt sowie durch die Organisatoren von Veranstaltungen in Deutschland.

Doris Heinemann-Brooks (Mitglied GR-ver.di), Rolf Becker (ver.di HH),

Manfred Klingele (GEW HH), Hans Köbrich (IGM Berlin), Hakan Ay,

Dietmar Goerz (IGM Salzgitter-Peine), Andreas Hesse (ver.di Berlin).

Robert Peiser (GEW Berlin)